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Stadt-Land – Unterschiede mittels Karten

Blogbild: Copyright /shutterstock.com

Stadt-Land-Unterschiede

 

In der Unterrichtseinheit “Stadt-Land” lernen Schülerinnen und Schüler der Primarstufe die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Stadt und Land darzustellen und zu interpretieren. Die Unterrichtseinheit wurde auf der Basis des Kartenviewers von geo.admin.ch zusammengestellt. Sie darf von Lehrenden, entsprechend ihren Bedürfnissen im Schulalltag, beliebig abgeändert werden.

Link zur Unterrichtseinheit auf educa.ch

sowie weitere Unterrichtsideen von www.geo.admin.ch auf educa.ch: Link 

 

Siehe auch: Stadt “Toolbox” globales Lernen 

 

educa.ch – SBS Der Schweizerische Bildungsserver

 

 




Stadt- und Landentwicklung – historischer Vergleich

Blogbild (Stadt-Land): Copyright: Shutterstock.com (siehe Impressum)

Die Schülerinnen und Schüler vergleichen historisches Kartenmaterial mit aktuellen Karten und entdecken die unterschiedlichen Entwicklungen ihres Wohnorts und der nahegelegenen Stadt.

Dieser Artikel wurde von Dr. Esther Bäumler revidiert und ergänzt. Sie ist Dozentin an der PH FHNW, Institut Primarstufe an der Professur für Didaktik des Sachunterrichts.

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Die SuS suchen Erklärungen auf der Basis eines aktuellen Unterrichtsthemas, z.B. der Industrialisierung. Zudem untersuchen sie die schrittweise Entstehung der Stadt oder des Dorfes anhand historischer Fotos oder Texte und können diese mithilfe des Kartenviewers geografisch einordnen. Sie machen sich Gedanken über den weiteren Verlauf dieser Entwicklung und wie sich diese auf das Verhältnis zwischen Stadt und Land auswirken könnte.

Aufgabenstellung

  • Die Lernenden machen sich zuerst mit dem Schieberegler vertraut. Sie suchen ihr Schulhaus und beginnen von da aus, die beiden Karten zu erkunden und achten auf Unterschiede.
  • Mithilfe der Funktion “Vergleichen” des Kartenviewers können die Lernenden diese Entwicklung gut nachvollziehen.
  • Auf der linken Seite der Karte befindet sich die Dufour-Karte, auf der rechten Seite die heutige Karte in schwarzweiss.
    • Beispiel 1: Magadino Ebene: von der Sumpflandschaft zum Industriegebiet. Vergleich der Dufourkarte von 1858 und der 1:100’000 Landeskarte: Einfluss der Flusskorrektur. http://s.geo.admin.ch/ff622f531
    • Beispiel 2: Die St. Petersinsel – eine Halbinsel? In der 1. Juragewässerkorrektur (1868-1891) erfolgte die Absenkung des Seespiegels, die Insel wurde zur Halbinsel. Der Bau des Hagneckkanals wird gut sichtbar. http://s.geo.admin.ch/609382c04
  • Die Lernenden haben nun den Auftrag, Unterschiede der alten und neuen Karten zu erklären (z.B. Stadtgrenzen von damals und heute).
  • Der Kartenviewer beinhaltet auch ein Zeitreise-Kartenwerk. Hier kann historisches Kartenmaterial im Zeitraffer betrachtet werden. So können Veränderungen der Landschaft besonders schön nachverfolgt werden. Dieser kann mithilfe der Ebene “Zeitreise-Kartenwerke” hinzugefügt werden.

Historischer Vergleich mit aktiviertem Zeitreise-Tool.

Historischer Vergleich mit aktiviertem Zeitreise-Tool (Quelle: swisstopo)

Zielsetzung / Kompetenzen

Die Schülerinnen und Schüler …

  • können historische Veränderungsprozesse in Wohngebieten und Landschaften erläutern.
  • können erklären, weshalb Veränderungsprozesse in Stadt- und Landregionen unterschiedlich verlaufen.
  • kennen die Entstehungsgeschichte des eigenen Dorfes und können diese darlegen und illustrieren.
  • können unterschiedliche Karten miteinander vergleichen.

Hinweise zur Beurteilung

Für die Beurteilung kommen verschiedene Aspekte in Frage, insbesondere:

  • Beschreiben und vergleichen unterschiedlicher Kartenausschnitte.
  • Ableiten von wesentlichen Unterschieden und auf Zusammenhänge schliessen.

Materialien für den Unterricht

Lehrmittel aus der NMM Reihe des Schulverlags

  • Riesenrad, 3./4. Schuljahr: Kapitel Dorf und Stadt, S. 86 Freiflächen in der Stadt Baden
  • Panorama, ab 2. Schuljahr: Kapitel In unserer Umgebung und Heute -früher
  • Spuren-Horizonte, ab 5.Schuljahr: verschiedene Kapitel, viele Bezüge möglich

Weitere Lehrmittel, Fachbücher und Websites:

  • Tanner Karl Martin, 2001: Augen-Blicke: Bilder zum Landschaftswandel im Baselbiet. Verlag des Kantons Basel-Landschaft, 2001 (Fotosammlung, auch geeignet zur Arbeit mit SuS)
  • Ewald, Klaus, 2010: Die ausgewechselte Landschaft : vom Umgang der Schweiz mit ihrer wichtigsten natürlichen Ressource. Haupt, 2010 (Fachbuch zum Landschaftswandel)
  • Heimatkunden von Gemeinden und Städten
  • Zeitraum Aargau 
    historische Filmbeispiele zu unterschiedlichen Aspekten des Raumes
  • Natur und Landschaft in der Region Basel: Unterschiedliche Kartenwerke und Texte sowie Bildergalerien zu zahlreichen Themenfeldern.

Weiterführende Ideen

Die Aufgabestellungen können in unterschiedliche Richtungen erweitert oder vertieft werden.

  • Entscheid für eine ausgewählte Kategorie von Landschaftsentwicklung, Beschrieb des Wandels und Frage nach den Zusammenhängen und Faktoren hinter dem Wandel
    (Kategorieneinteilung z.B. nach Arealstatistik der Schweiz)
    – Bestockte Flächen, z.B. Entwicklung der Waldareale
    – Landwirtschaftliche Nutzflächen, z.B. Entwicklung Obstbau, Rebberge
    – Siedlungsflächen, z.B. Siedlungsentwicklung, Verkehrsflächen, Industrieareale
    – Unproduktive Flächen, z.B. Gletscher, Gewässer
    Die zu untersuchende Kategorie soll sich auch nach lokal oder regional interessanten Veränderungen richten. Spannend sind in der Regel: Fluss- und Bachläufe, Hecken und Feldgehölze, Gletscher, Strassen und Autobahnen, Siedlungs- und Industrieflächen, touristische Entwicklungen.
  • Interessant ist der Vergleich des Wandels unterschiedlicher Orte wie z.B. Grossstadt, Agglomeration, Dörfer in Jura, Mittelland und den Alpen (siehe dazu Kapitel Landschaften und Lebensräume, Wo wir leben, in Spuren-Horizonte)
  • In Verbindung mit den Vergleichen auf dem Kartentool ist die eigene Umgebung in der Gemeinde oder in der weiteren Region sowohl auf der Karte als auch vor Ort zu erkunden. An geeigneten Orten mit guter Übersicht kann der aktuelle Zustand mit Karten aus der Zeitreise verglichen werden.
  • Als zusätzlicher Rechercheauftrag eignet sich die Suche und der Vergleich von Fotos ausgewählter Objekte oder Landschaften (siehe z.B. Buch Augenblicke) sowie das Führen von Interviews mit älteren Leuten. Wie haben sich die Landschaftsveränderungen auf das Leben der Menschen ausgewirkt oder umgekehrt, welche Entwicklungen wirkten sich wie auf die Landschaft aus?

Lehrplanbezug

Der Lehrplanbezug liegt hauptsächlich im NMG Kompetenzbereich 8

Die Schülerinnen und Schüler …

  • können räumliche Merkmale, Strukturen und Situationen der natürlichen und gebauten Umwelt wahrnehmen, beschreiben und einordnen. (NMG 8.1)
  • können die unterschiedliche Nutzung von Räumen durch Menschen erschliessen, vergleichen und einschätzen und über Beziehungen von Menschen zu Räumen nachdenken. (NMG 8.2)
  • können Veränderungen in Räumen erkennen, über Folgen von Veränderungen und die künftige Gestaltung und Entwicklung nachdenken. (NMG 8.3)

Weitere Lehrplanbezüge

Die Schülerinnen und Schüler …

  •  können Spuren der Entwicklung der Landschaft und von Lebewesen in der Wohnregion erkunden sowie diese räumlich und zeitlich einordnen (z.B. Prozess, Veränderung, Abfolge). (NMG 2.5 f)
  • können zu Einflüssen des Menschen auf die Natur mögliche Folgen abschätzen, Erkenntnisse dazu ordnen und über eigene Verhaltens- und Handlungsweisen nachdenken. (NMG 2.6. h)
  • können Vergleiche zur Mobilität und zum Verkehr früher und heute anstellen, Veränderungen beschreiben sowie Beispiele von Nutzen und Folgen für die Lebensqualität der Menschen und für die Natur einschätzen. (NMG 7.3 g)
  • können historische Bilder aus der Umgebung mit der heutigen Situation vergleichen. Was ist gleich? Was ist anders? (z.B. Häuser, Strassen in der eigenen Umgebung). (NMG 9.2 d)
  • können sich aus Sachtexten, Karten, Quellen ein differenziertes Bild einer historischen Epoche erarbeiten(Sachtext, Karte, Quelle). (NMG 9.3. e)

Würdigung von Dr. Esther Bäumler

Das Tool mit der Zeitreise und dem Schieberegler zum Vergleich ist ein tolles Werkzeug, um Landschaftsentwicklungen sichtbar zu machen.

Das Tool lässt sich leicht bedienen und aus der Zeitreise können nach Bedarf auch Karten für vertieftes Arbeiten ausgedruckt werden.

Die Vorschläge zu den beiden Beispielen sind einleuchtend, insbesondere die Veränderung der Magadinoebene sind sehr augenfällig.

Stadt- und Landentwicklung - historischer Vergleich
Stadt- und Landentwicklung - historischer Vergleich
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Wo waren die Stadtmauern früher sichtbar?

Die Klasse mit einer historisch-geographischen Frage konfrontiert, die sie mit dem Kartenviewer und realem Erkunden zu lösen versuchen. In diesem Fallbeispiel geht es um die Frage: “Wo waren die alten Mauern der Stadt Chur früher sichtbar?”

Dieser Artikel wurde revidiert und ergänzt von Dr. Peter Keller, Dozent der Professur Didaktik des Sachunterrichts, Institut für Primarschule an der PH FHNW.

Mit dem Kupferstich von Matthäus Merian und dem Datensatz “Zeitreise-Kartenwerke” versuchen die SuS die alten Stadtmauern zu entdecken und auf der aktuellen Karte wiederzufinden.

Chur 1642 Merian Helvetiae.jpg

Matthäus Merian the Elder [Public domain], via Wikimedia Commons

Aufgabenstellung

Die SuS müssen zuerst eine Vorstellung von (mittelalterlichen) Stadtmauern und deren Veränderungen bis heute haben. Eine vorbereitende Diskussion im Unterricht ist deshalb wichtig. Um das Ganze besser nachvollziehbar bietet sich idealerweise ein Ausflug zur Stadtmauer, aktuelle Bilder davon oder oder Merians Kupferstich dienen.

Danach sollen die SuS mit der Zeitreise des Kartenviewers nach der Lage der Stadtmauer suchen. Dazu eignet sich unter anderem die “Vergleichsfunktion” um “Zeitreise-Kartenwerke” mit der heutigen Landeskarte zu vergleichen:

Im Rahmen einer Exkursion sollen die SuS die vorgängig auf der Karte bestimmten Punkte suchen und diese (falls dort Spuren der Stadtmauer zu finden sind) fotografieren.

Die Fotos können anschliessen im Kartenviewer eingebunden werden. Dazu müssen die Fotos auf einer Bildplattform wie instagram oder google photos im Web verfügbar sein. Die Bilder werden dann im Beschreibungsfeld des Symbols verlinkt.

Die Anleitung dazu gibt’s bei: http://help.geo.admin.ch/?id=91&lang=de

Zielsetzung / Kompetenzen

Die Schülerinnen und Schüler …

  • können die Ausdehnung ihrer Stadt nachvollziehen. Sie erkennen, dass diese sich ausdehnt aber gleichzeitig alte Bauwerke verschwinden.
  • können die Funktion “Vergleichen” nutzen um zwei Datensätze zu vergleichen.
  • können mit Unterstützung die auf der Karte bestimmten Standorte in der Stadt finden und mit dem Fotoapparat protokollieren.
  • können die Standorte der Fotos mit dem “Zeichnen”-Werkzeug im Kartenviewer einzeichnen und mit Unterstützung die Bilder verlinken.

Bezug zu Lehrplan und Lehrmitteln

Lehrplan:

  • NMG 8.1: Die Schülerinnen und Schüler können räumliche Merkmale, Strukturen und Situationen der natürlichen und gebauten Umwelt wahrnehmen, beschreiben und einordnen.
  • NMG 8.2: Die Schülerinnen und Schüler können die unterschiedliche Nutzung von Räumen durch Menschen erschliessen, vergleichen und einschätzen und über Beziehungen von Menschen zu Räumen nachdenken.
  • NMG 8.5: Die Schülerinnen und Schüler können sich in ihrer näheren und weiteren Umgebung orientieren, sicher bewegen und dabei Orientierungsmittel nutzen und anwenden.
  • RZG 2.3: Die Schülerinnen und Schüler können die Dynamik in städtischen und ländlichen Räumen analysieren.
  • RZG 5.3: Die Schülerinnen und Schüler können das Alltagsleben von Menschen in der Schweiz in verschiedenen Jahrhunderten vergleichen.

Lehrmittel:

  • Spuren Horizonte. Mensch – Raum – Zeit – Gesellschaft: ab 5. Schuljahr. Urs Bräm u.a. Lehrmittelverlag des Kantons Zürich. 2014

Würdigung von Dr. Peter Keller

Stadtarchitektur bewusst wahrzunehmen ist eine Thematik, die immer stärker ins Bewusstsein rückt. Die Aufgabe leistet einen schönen Beitrag, Gebäude einer Stadt auf ihr unterschiedliches Alter hin zu untersuchen sowie Einzelbetrachtungen in einem grösseren Rahmen einer Karte zu verbinden.

Es werden die historische, architektonische sowie räumliche Perspektiven des Sachunterrichts angesprochen und sinnvoll aufeinander bezogen.

Hinweise zur Beurteilung

Für die Beurteilung wäre es hilfreich, wenn die Fotos bzw. die Stadtmauerabschnitte ausgewertet und beschrieben würden.