Abenteuer in aller Welt erleben mit Google Earth Education und test.map.geo.admin.ch!

Earth Voyager

Mit der neuen Voyager-Funktion in Google Earth werden Touren eindrucksvoll visuell und mit raumbezogenen Geodaten präsentiert. Erleben Sie faszinierende 3D-Flüge über Sehenswürdigkeiten und Städte wie London, Tokio und Rom. Mit Street View können Sie sich die Orte anschließend aus nächster Nähe ansehen. Voyager bietet Ihnen eine neue Sicht auf die Welt. Unsere Partner, darunter National Geographic und PBS, präsentieren einmalige Touren samt Vorschlägen für den Unterricht.

 

Interaktive Abenteuer in aller Welt erleben: Link zu den Unterrichtseinheiten von Google Earth Education

 

Oder nutzen Sie hierzu den neuen, weltweiten Testviewer von map.geo.admin.ch: test.map.geo.admin.ch

Mögliches Lehrszenario zu obigem Kartenausschnitt (mit Fragen an SuS):

“Exploring Middle East”

The tour begins at an altitude of 2020 meters with observation and explanation on the mountains of Lebanon, the Upper Galilee, Syria and the Golan Heights, and ends with the fascinating story of the Battle of Mount Hermon – “The Eyes of the State of Israel” (Link). – Unser Beduine und Guide durch die Region (sein Name ist Mohamad) nimmt uns mit auf eine Tour:

  •  Einstieg “Messen auf einem Kartenviewer”: Wieviele km sind es von Beirut nach Damaskus? Wie lange brauche ich mit dem Auto?  Von Beirut nach Zypern ist es wie weit? Wo kann ich von Beirut aus Skifahren gehen? Wie hoch ist das Bergmassiv? (Link / siehe auch: Link zum Skigebiet)
  •  Der Libanon ist von wievielen Ländern umschlossen?
  •  In welchem Land/Ländern befindet sich das “Tote Meer“?
  •  Was bedeutet das Wort “Beduine“? In welchen Ländern leben “Beduinen”? (siehe auch: http://phzh.educanet2.ch/arabhalbi6/.ws_gen/?19)

 

Copyright: Link

  •  In welcher Grossregion liegen die Länder: Jordanien, Libanon und Syrien? (siehe hierzu z.B.: Link)
  • Was sind die “Palestinian Territories”?  Was kennzeichnet eine “Nation”? Wieso finde ich die “Palestinian Territories” z.B. auf GoogleMaps nicht? Wie sind diese auf Google Maps angeschrieben?
  •  Wer ist Mahmud Abbas (arabisch محمود عباس,)? Welche Rolle hat er? Welche Rolle spielen die Vereinten Nationen (UN) in dieser Region? Was ist das Nahost-Quartett (Link)?
  •  Am Ende – Diskussion: Wer macht Karten? Können Karten ändern? Wann ist dies der Fall?

siehe auch:

 

siehe auch: aus aktuellem Anlass: Einsatz von Karten in den Medien:

SRF und Explosion im Hafen von Beirut (Swipie etc.)

https://goo.gl/maps/GBDXAEaiD6LVRsSt8

 

Aufgabe an die SuS finde auf der digitalen Karten den Flughafen Beiruts: Link 

Rapid Mapping Dienstleistungen von swisstopo: Link




Unterrichtsidee: Raumplanung erlebbar machen

Wo in deiner Gemeinde würdest du dir gerne ein Haus bauen? Was würde geschehen, wenn alle da bauen würden, wo sie möchten?
Ausgehend von diesen lebensnahen Fragestellungen lernen die Schülerinnen und Schüler den Kartenviewer map.geo.admin.ch kennen. Sie profitieren dabei von den Visualisierungsmöglichkeiten der Veränderungen ihrer vertrauten Umgebung.

Diese Unterrichtseinheit wurde von Mathias Riser, Schule Suhr, entwickelt und mit einer Klasse erprobt.

Abb: Ob man dort sein Traumhaus bauen darf?

Einbettung ins Thema

Seit 1969 wird in der Schweiz aktiv Raumplanung betrieben. In besagtem Jahr wurde der Verfassungsartikel zur Raumordnung verabschiedet, welcher die Raumplanung zur Bundeskompetenz machte. Seit 1980 ist das Raumplanungsgesetz in Kraft. Dieses soll die unterschiedlichen Nutzungsansprüche koordinieren und dadurch auch zur Schonung von Natur und Landschaft beitragen. Eine Nachhaltige Entwicklung der Naturlandschaft der Schweiz wird angestrebt. Mehr Informationen dazu auf der Webseite des Bundesamtes für Raumentwicklung ARE.

Mit dieser Unterrichtseinheit erkennen die Schülerinnen und Schüler, welche räumlichen Veränderungen in den letzten 100 Jahren in ihrer nahen Umgebung stattgefunden haben und welchen Nutzen die Raumplanung für den Menschen und insbesondere für die Umwelt haben kann. So werden Themen aus RZG und Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) verbunden.

Beschreibung der Unterrichtseinheit

Voraussetzungen / Vorwissen / Präkonzepte
Für die Bearbeitung der Aufträge sind keine spezifischen Vorkenntnisse notwendig.
Allgemeine Kenntnisse eines Webbrowsers sind von Vorteil. Die Einführung in die Bedienung des Kartenviewers kann situativ während des Unterrichts stattfinden.

Art der Aufgabe
Die Aufgabe ist geeignet als Einstieg in die Themenbereiche «Veränderung der Landschaft», «Veränderung durch Strukturwandel» oder «Bauen nach Regeln». Die Unterrichtseinheit bietet eine hervorragende Grundlage, um weitere Fragestellungen rund um oben genannten Themenbereiche und Themen aus BNE zu bearbeiten und zu vertiefen.

Vorgehen
Zuerst tragen die Schülerinnen und Schüler auf einer analogen Karte der Gemeinde ein, wo ihr Wunschhaus stehen soll. Danach halten sie ihr Vorwissen fest, indem sie ihre Gedanke zu folgenden Leitfragen aufschreiben:

Auftrag 1
Schreibe deine Gedanken zu den folgenden Fragen auf. Lass zwischen jeder Antwort einige Zeilen frei, so dass du später die Antworten ergänzen oder korrigieren kannst.

  1. Was wäre, wenn alle ihr Haus dort bauen würden, wo es ihnen passt?
  2. Wie würde die Landschaft dann aussehen?
  3. Was denkst du, wo in unserer Gemeinde noch gebaut werden darf?
  4. Wie hat sich die Bebauung in unserer Gemeinde in den letzten Jahrzehnten verändert?

______
Mit Auftrag 2 vergleichen die Schülerinnen und Schüler Karten von früher und heute und halten fest, was ihnen zwischen dem «Früher und Heute» auffällt bzw. welche Unterschiede sie zwischen den Gemeindeausschnitten von früher und heute erkennen.
Ergänzend zu den Beschreibungen können die Beobachtungen zum Beispiel durch Einzeichnen der neu bebauten Gebiete (Funktionen «Zeichnen & Messen auf der Karte») direkt im Kartenviewer auf dem neueren Luftbild festgehalten werden.

Auftrag 2
Suche auf map.geo.admin.ch deine Gemeinde.

  1. Betrachte mit Hilfe der «Zeitreise-Kartenwerke» die Entwicklung in den letzten 100 oder mehr Jahren. Beschreibe, was du feststellst.
  2. Betrachte mit der SWISSIMAGE Zeitreise und der Funktion «Vergleichen» die Veränderungen der Bebauung rund um das Schulhaus und deinem Zuhause. Beschreibe, was sich in den letzten 30 – 40 Jahren verändert hat. Folgende Fragen können dir helfen:
    1. Wo liegen die Gebiete, wo neue Häuser gebaut wurden?
    2. Haben sich die Grenzen der bebauten und unbebauten Gebiete verändert?
    3. Hat es mehr oder weniger Flächen mit Pflanzen (z. B. Wiesen, Parks, Wäldchen, …)
    4. Hat es mehr oder weniger landwirtschaftliche Flächen?

______
Anschliessend gewinnen die Schülerinnen und Schüler die Erkenntnis, dass es in einer Gemeinde verschiedene Zonen (Wohnzone, Industriezone, Landwirtschaftszone, …) gibt.

Auftrag 3
Betrachte die aktuellste Karte deiner Gemeinde auf map.geo.admin.ch. Suche nach Gebieten mit Gebäuden, welche den gleichen Zweck haben. Achte dabei zum Beispiel auf Wohnhäuser, Industriegebäude oder Einkaufsmöglichkeiten. Suche auch nach Gebieten ohne Häuser, zum Beispiel Wiesen oder Wälder.

  1. Markiere und beschrifte die Gebiete in der Karte.
  2. Beschreibe, was dir auffällt.

______
Die Lernenden schliessen die Sequenz ab, indem sie ihre Antworten auf die Fragen zur Erhebung des Vorwissens überarbeiten und so einen Teil ihres Lernfortschritts sichtbar machen. Anschliessend werden die folgenden Behauptungen diskutiert:

Auftrag 4
Mit der «Raumplanung» wird geregelt, wo in einer Gemeinde gebaut werden darf. Begründe, warum die folgenden Behauptungen stimmen:

  1. Die Raumplanung nützt den Menschen.
  2. Die Raumplanung hilft der Natur.

Die Schülerinnen und Schüler diskutieren z. B. die beiden Behauptungen in Gruppen und die Resultate aus der Diskussion können im Plenum zusammengetragen werden. Daraus entstehen wahrscheinlich neue Fragen, die für die Weiterarbeit verwendet werden können.

Wie weiter
An diesen Einstieg anschliessend könnte der Zonenplan der eigenen Gemeinde beschafft und die Zonen vor Ort besichtigt werden.
Die Beobachtungen auf den Luftbildern und die Überlegungen zu den Leitaufträgen können zum Beispiel durch das Erstellen von Fotos und Skizzen bestätigt und erweitert werden.
Zudem können die Bauzonen «Bauzonen + Zeitreise – Kartenwerk (Suhr AG)» mit den Fotos der Zeitreise verglichen und so strukturelle Änderungen der letzten Jahrzehnte festgestellt werden. Was in der Frage der zukünftigen Raumentwicklung münden könnte (Stichwort: Verdichtung).

Hinweise und Bemerkungen
Einstieg in map.geo.admin.ch
Um sich mit der Bedienung von map.geo.admin.ch vertraut zu machen, ist eine Einführung von ca. einer Lektion zu empfehlen. Die Schülerinnen und Schüler lernen dabei die wichtigsten Funktionen und können anschliessend selbständiger mit dem Tool umgehen:

  1. Film «Erste Schritte mit map.geo.admin.ch»
  2. Sehr niederschwelliger Einstieg in die Bedienung mit der Suche ungewöhnlicher Ortsnamen: Orte finden
  3. Ein weiterer Einstieg in die Bedienung des Kartenviewers: Meinen Wohnort erkunden

Die Funktionen “Zeitreise” und “Karten Vergleichen”
Für Auftrag 2 wird die Zeitreise- und die Vergleichen-Funktion von map.geo.admin.ch benötigt. Die Zeitreise kann von den Schülerinnen und Schülern selber aktiviert werden. Alternativ wird den Lernenden eine entsprechend vorbereitete Karte durch einen Link zur Verfügung gestellt.

  1. Wie die Zeitreise aktiviert wird, ist hier beschrieben.
  2. Wie ein Link einer bestimmten Karte erstellt wird, ist hier beschrieben.

Ein Beispiel für die Zeitreisefunktion Suhr (AG) ist folgend gezeigt:

Luftbilder
Ebenfalls für Auftrag 2 werden Luftbilder der «SWISSIMAGE Zeitreise» und die Vergleichsfunktion von map.geo.admin.ch benötigt. Auch hier können die Lernenden die Funktion selber aktivieren oder eine entsprechende Karte kann vorbereitet und per Link zur Verfügung gestellt werden.

  1. Die Luftbilder «SWISSIMAGE Zeitreise» sind auf dieser Karte aktiviert.
    Hinweis: Es stehen nicht für jeden Zeitraum Luftbilder zur Verfügung. Welche Luftbilder es für welchen Zeitraum gibt und wie dies festgestellt werden kann, wird in diesem Video gezeigt.
  2. Wie die Funktion «Vergleichen» aktiviert wird, ist hier beschrieben.

Unten zwei Beispiele, wie das für Suhr (AG) aussehen kann:

In die Karten zeichnen und schreiben
Werden Merkmale direkt in die Karte gezeichnet und geschrieben, wird die Funktion “Zeichnen und Messen” verwendet. Diese Funktion kann bei Bedarf individuell bzw. Gruppenweise kurz eingeführt werden. Die Funktion «Zeichnen und Messen» verwendet wird, wird hier beschrieben.

Bauzonen anzeigen
Um die Bauzonen anzuzeigen, wird der Datensatz «Bauzonen Schweiz» benötigt. Dieser Datensatz befindet sich in der Kategorie «Geokatalog» wird am einfachsten über das Suchfeld von map.geo.admin.ch gesucht und ausgewählt.
Wie das für Suhr (AG) aussieht, ist unten gezeigt:

Wie es aussieht, wenn die Bauzonen mit Karte hinterlegt und mit aktuellen Luftbildern verglichen werden, ist an diesem Beispiel gezeigt:

Bezug zum Lehrplan 21

Neben dem Bezug zu Bildung für Nachhaltige Entwicklung wird an folgenden Kompetenzen aus NMG und RZG gearbeitet:

NMG 8.3 Die Schülerinnen und Schüler können über die Auswirkungen von Veränderungen im Raum für die Menschen und die Natur nachdenken (z.B. im Verkehr, bei Freizeitanlagen, an Gewässern) und über Gestaltungs- und Verhaltensmöglichkeiten in der Zukunft nachdenken.
RZG 2.3c Die Schülerinnen und Schüler können Entwicklungen und Veränderungen in städtischen und ländlichen Räumen untersuchen und benennen.

Zudem wird aus den Anwendungskompetenzen Medien und Informatik bzw. informatische Bildung an folgenden Kompetenzen gearbeitet:

Recherche und Lernunterstützung Mit Hilfe von vorgegebenen Medien lernen und Informationen zu einem bestimmten Thema beschaffen (…).
Medien und Daten auswählen, auswerten und als Informationsquelle für das eigene Lernen nutzen (…).
Medien für den eigenen Lernprozess selbständig auswählen und einsetzen (…).
Produktion und Präsentation Medien zum gegenseitigen Austausch sowie zum Erstellen und Präsentieren der eigenen Arbeiten einsetzen (…).
Grundfunktionen von Geräten und Programmen zur Erstellung, Bearbeitung, und Gestaltung von Texten, Tabellen, Präsentationen, Diagrammen, Bildern, Tönen, Videos und Algorithmen anwenden



Ideenskizze: Wieviel Eis hätte ich über meinem Kopf gehabt

Man kann sich kaum vorstellen, wieviel Eis über unseren Köpfe während des letzteiszeitlichen Maximums (LGM) war. Die grösste Gletscherausdehnung in der Schweiz war während des Höhepunkts der letzten Eiszeit vor rund 24`000 Jahren. Aufbau und Rückschmelzen der Gletscher sind Ausdruck bedeutender klimagesteuerter Umweltveränderungen in der jüngeren erdgeschichtlichen Vergangenheit.

Um das Ausmass der Vergletscherung zu bestimmen, reicht es aus, auf der aktuellen Karte ein Ort zu bestimmen, seine Höhe abzulesen und danach in der maximale Eiszeitkarte zu wechseln und anhand der Isohypse die Höhe der Gletscheroberfläche abzulesen.

Beispiele für Lektion :
A) Mathematik (Differenz suchen)

Definieren der heutigen Höhe

Laden der Karte letzteiszeitlichen Maximum

Differenz zu Gletscheroberfläche vor 24’000 Jahren von 2000 müM zu Chur heute 585müM =1415 m!

 

B) Geschichte

Wo waren die Eiszeiten? Wieso ist die Region Basel während der letzten Eiszeit eisfrei gewesen?

Nunataker: Berge die über die Gletscher hinausragten – wie zum Beispiel die Churfirsten – sind heute sehr gut im Luftbild sichtbar: Sie weisen keine Gletscherschleifspuren auf.

Geografie

Konzept der Höhenlinien erklären zum Beispiel Anhand der durch den Gletscher geformten Drumlin Ruetschberg

Dazu mittels der Messenfunktion das Profil darstellen

profil

Höhenprofil von Golfacher nach Hasenacher

 

Die 3D Funktion hilft ebenfalls, die Höhenlinie zu zeigen: dazu muss zusätzlich die Karte LK 25 hinzugefügt werden, da der Standardhintergrund in 3D keine Höhenlinie hat.

 

Le glaciazioni

Quanto ghiaccio avrei avuto sopra la testa




Neu: Luftbilder der “Amerikanerbefliegung” von 1946 jetzt auf map.geo.admin

Luftbilder der “Amerikanerbefliegung” von 1946 jetzt auf map.geo.admin

Das Orthofotomosaik SWISSIMAGE HIST 1946 ist eine Zusammensetzung von historischen Schwarz-Weiss-Luftbildern von 1946 («Amerikanerbefliegung») über die ganze Schweiz mit einer Bodenauflösung von 1 m.

21.05.2019 | www.geo.admin.ch

Link auf die Karte: map.geo.admin.ch

Im Jahr 1946 flogen Amerikanische Bomber mit Zustimmung unserer Regierung über die Schweiz. Sie ersetzten ihre Waffen an Bord durch Kameras und machten hochwertige Luftbilder, die die Schweiz auf einzigartige Weise zeigen.

Die Luftbilder wurden bis 2015 konserviert, digital aufbereitet und nun als SWISSIMAGE HIST 1946 zusammengefasst. Mit diesem Produkt wird ein einzigartiger Gesamtblick auf unser Land nach dem zweiten Weltkrieg unter map.geo.admin.ch möglich.

weiterführende Informationen: Link auf die swisstopo Homepage

 

 

73 Jahre in einem Klick: So krass hat sich die Schweiz seit 1946 verändert – weitere interessante Vergleiche auf www.watson.ch!!!!!

Onlinemagazin: www.watson.ch




Kurze Geschichte der Schweiz auf Karten

Kurze Geschichte der Schweiz

1291: Uri, Schwyz und Unterwalden (Unterwalden ist der Name des Gebietes, das aus den beiden Schweizer Kantonen Nidwalden und Obwalden besteht) schliessen sich zu einem Schwurbündnis zusammen (Bund und Eidgenossen): Link

Bild

1332-1513

Weitere Orte schliessen sich an. Bis 1513 entsteht ein lockerer Staatenbund von 13 Stadt- und Landorten: Link zur Entwicklung auf Wikipedia / Die territoriale Entwicklung der Eidgenossenschaft ca. 1291–1797

1527-1531: Reformation:

H zwingl Calvin

Bilder: Huldrych Zwingli u. Johannes Calvin Wikipedia und Youtube (Albrecht Dürrer 1516)

Die Reformation spaltet den Staatenbund in katholische und reformierte Orte. Die zwei Lager bekämpfen sich während fast 200 Jahren:

 

1648: Nach dem 30 jährigen Krieg bekommt die Schweiz im Westfälischen Frieden faktisch die Souveränität zugesprochen. Sie gilt nicht mehr als Teil des Römischen Reiches. Die Eidgenossenschaft vertritt zunehmend eine Politik der Neutralität. Das bedeutet, dass Sie sich nicht an bewaffneten Konflikten zwischen anderen Staaten beteiligt.

1798-1802: Einheitsstaat unter fremder Herrschaft: nach dem Einmarsch französischer Truppen wird die Eidgenossenschaft zur Helvetischen Republik umgestaltet, zu einem Einheitsstaat unter Pariser Kontrolle.

1803-1814 Gelockerte Fremdherrschaft: Napoleon gibt der Schweiz eine Mediationsverfassung. Diese gibt den Kantonen eine gewisse Eigenständigkeit zurück.

Napoleon

Bild: Wikipedia

1815: Neutralität und Staatenbund: Nach dem Sturz Napoleons anerkennen die europäischen Grossmächte die Neutralität der Schweiz und die heute gültigen Landesgrenzen werden fixiert. Der Bundesvertrag von 1815 fasst die unterschiedlichen Bündnisse zu einem Staatenbund zusammen. Dieser ist für die Sicherheitspolitik zuständig.

1847-1848: Der Sonderbundeskrieg endet mit dem Sieg der liberalen Kräfte. Der Krieg wird durch eine Kompromisslösung beendet, der Gründung der heutigen Schweiz als Bundesstaat mit einer föderalistischen Bundesverfassung. Die Kantone behalten grosse Selbständigkeit.

Helvetia

1874-1891: Die Demokratie wird durch eine Revision der Bundesverfassung ausgebaut: Durch Initiative (1891) und Referendum (1874) eine Stärkung der Rechte der Bürger und des Bundes auf Kosten der Kantone.

1874-1914: Arbeiter bauen den Gotthard und Simplontunnel. Es wird ein dichtes Eisenbahnnetz geschaffen:



1918: Landesweiter Generalstreik (Erster Weltkrieg, Schweiz bleibt neutral).

1939-1945: 2. Weltkrieg (General Henri Guisan). Die Schweiz bleibt neutral.

1947: Einführung der AHV

1971: Frauenstimmrecht auf Bundesebene

1979: Gründung des Kantons Jura

Jura

1959-2003: Die Regierung setzt sich aus Vertretern der wählerstärksten Parteien zusammen: 2 FDP, 2 CVP, 2 SP und 1 SVP. Diese sogenannte Zauberformel gilt bis 2003.

2000-2004: Bilaterale Verträge (2000 und 2004) und Beitritt der Schweiz zur UNO (2002)

 

Aus ECHO, Informationen zur Schweiz: 2018 S. 4; HEKS und Der Bund kurz erklärt, 2018, S. 10/11.




SMAPSHOT GAME (HEIG-VD/EPFL/SwissGeoLab)

Die Archivwelt ist im Zeitalter der Digitalisierung angekommen. Bildarchive werden heute digital gespeichert, ihre Verbreitung ist dadurch erleichtert, insbesondere im Internet. Bei den Landschafts­bilder sind Angaben zu Aufnahmedatum und Ersteller des Bildes wichtig, aber auch dessen räumlichen Bezug und die Identifikation der Objekte, welche im Bild sichtbar sind. Da die Fotoapparate von früher leider noch kein GPS eingebaut hatten, enthalten die Archivbilder meistens keine Lokalisierungs­informationen (Georeferenzierung). Die Digitalisierung bringt gleichzeitig einen grossen Aufwand mit sich, um die Archivbilder richtig zu beschriften und sie mit geografischen Koordinaten und Schlüssel­wörtern zu verknüpfen.

Das Institut für Raumentwicklung (insit) der Hochschule HEIG-VD entwickelte in Zusammenarbeit mit den «Archives de la Construction Moderne» (ACM) der EPFL das Projekt «smapshot» – eine Anwendung, mit der man selbststeuernd in die Zeit zurückreisen und Fotografien mit den geografischen Labels verknüpfen kann, wenn man die im Bild sichtbaren Objekte erkennt. Das Ziel des Projekts ist es, die Georeferenzierung historischer Bilder zu erreichen.

Dieses Experiment gestaltet sich als Spiel, mit dem ihr euer geografisches Wissen und die Fähigkeit, Karten zu lesen, testen könnt. Ebenfalls könnt ihr damit das Prinzip der Georeferenzierung kennen­lernen, indem eine Fotografie in einem georeferenzierten virtuellen Globus entsprechend dargestellt wird. In diesem Spiel müsst ihr den Ort finden, an dem das Foto gemacht wurde. Die Bildersammlung zeigt Fotografien aus dem Jahr 1900 von Schweizer Touristenorten:

Smapshot Game

Weiteres hierzu auf der Webseite des SwissGeoLab: Link

Tabelle der Punkte

 

Blog der ETHZ zum Thema “SMAPSHOT”

 




Neu: “Die Geschichte der Schweiz aus der Vogelperspektive” – Historisierte Luftbilder auf dem Zeitstrahl

Die Geschichte der Schweiz aus der Vogelperspektive (swisstopo Applikation)

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Zürich Süd

 

Mit Luftbildern lädt das Bundesamt für Landestopografie swisstopo zu einer Zeitreise von 1979 bis heute ein. Ab sofort steht die Web-Applikation online im Karten- und Geodatenviewer des Bundes unter map.geo.admin.ch gratis zur Verfügung:

 

 

 

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Zürich Süd (animated gif.)

 




Geschichte: General Guillaume-Henri Dufour – Geburtsstunde der modernen Kartografie

Die Schweiz ist bekannt für verlockende Schokolade, präzise Uhren, rassigen Käse und für genaue Landkarten. Begonnen hat die topografische Vormachtstellung der Eidgenossen Mitte des 19. Jahrhunderts. Unter der Leitung von Guillaume Henri Dufour entstand zwischen 1845 und 1864 im Kanton Genf das erste geometrisch korrekte Abbild der Schweiz.

Die sogenannte Dufour-Karte besteht aus 25 Blättern und wurde im Massstab 1:100’000 hergestellt. Mit Schattenschraffen, speziell angeordneten Strichen, schafften Dufour und seine Mitarbeiter vom «Topographischen Bureau» eine besonders plastische Reliefwirkung und Felszeichnung. Diese Darstellungsform wurde «Schweizer Manier» genannt und international mehrfach ausgezeichnet.

Das entging auch dem Bundesrat nicht. Er taufte 1863 das Gornerhorn, mit 4634 m ü.d.M. der höchste Gipfel der Schweiz, in Dufourspitze um. Eine besondere Ehre für den General und seine Kartografen” so der Beitrag im Blog des Schweizerischen Nationalmuseums zur Dufourkarte (Autor: Andrej Abplanalp, Historiker und Kommunikations-Chef des Schweizerischen Nationalmuseums; siehe: den Blog des Schweizerischen Nationalmuseums)

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(Foto aus dem Blog des Schweizerischen Nationalmuseums)

Die Topographische Karte der Schweiz 1:100 000 (Dufourkarte) ist das erste amtliche Kartenwerk, das die Schweiz landesweit abdeckt. Sie wurde zwischen 1845 und 1865 publiziert und entstand damit parallel zum modernen Bundesstaat (swisstopo).

Topographische Karte der Schweiz (Dufourkarte) (Bundesamt für Landestopografie swisstopo)

Erstes amtliches Kartenwerk der Schweiz. Erstausgaben 1844 bis 1864, Nachführungen bis 1939. 25 Blätter. Kartenformat: 70 x 48 cm = 3360 km2. Geländedarstellung: Schattenschraffen, Reproduktionsart: Kupferstich, Druckverfahren: Tiefdruck (ab 1905 auch: Flachdruck) Anzahl der Farben: 1 (ab 1908: 2 und ab 1938: 3). Flächentreue unechte Kegelprojektion, Ellipsoid: Schmidt 1828. Ausgangshöhe: (Repère Pierre du Niton 376,2 m ü. M.).


Link auf map.geo.admin.ch

 

siehe auch Historische Kartenwerke

siehe auch die historische “Siegfriedkarte” von swisstopo

siehe auch die Karte: Grunddispositiv “Zeus” des VBS

siehe Hintergrundinformationen zum General Dufour




Ideenskizze: digitale Karte des römischen Reichs

Das Pelagios Projekt bietet eine interaktive digitale Karte zum Römischen Reich. Das liesse sich wunderbar zum Thema Römer verwenden. Schonend bereits für die Primarschule geeignet und gegen oben beliebig offen.

Da es sich dabei um eine GNU General Public License v3.0 handelt, müsste es aber auch möglich sein, die Daten mit dem Kartenviewer zu verknüpfen?

Mehr Informationen zum Projekt:

http://pelagios-project.blogspot.ch/

http://pelagios.dme.ait.ac.at/maps/greco-roman/




Die Gemeinden meines Kantons

Die Schülerinnen und Schüler erkunden mit Hilfe des Kartenviewers die Gemeinden ihres Wohnkantons (in diesem Beispiel den Kanton Freiburg).

Dieser Artikel wurde revidiert und ergänzt von Daniel Siegenthaler, Dozent für Geographie an der PH FHNW am Institut für Sekundarstufe I und II.

Die SuS erarbeiten während 3 Doppellektionen verschiedene Arbeitsblätter, so dass sie im Anschluss eigenständig mit dem Kartenviewer arbeiten können. Um zu überprüfen, ob sie mit dem Kartenviewer arbeiten können, beschäftigen sie sich mit einer spezifischen Gemeinde ihrer Wahl aus dem Kanton Freiburg. Sie arbeiten einerseits mit digitalen Karten (swisstopo), können aber auch den Atlas gebrauchen um analoge Kartenwerke zu benutzen und diese miteinander zu vergleichen. Sie analysieren eine Gemeinde: Lage im Gradnetz, Lage in der Schweiz, Vegetation, Kulturgüter, Zeitreise usw. Sie benutzen die Hintergrundinformationen der verschiedenen Bundesämter, um Fragen zu ihrer Gemeinde zu beantworten.

Aufgabenstellungen

  • Die Schülerinnen und Schüler lernen Anhand von vier Niveaus den Kartenviewer kennen. Sie erkunden dazu ihren Schul- bzw. Wohnort.
  • Die SuS stellen eine Gemeinde ihres Wohnkantons exemplarisch vor. Idealerweise haben sie zu dieser Gemeinde einen persönlichen Bezug (Wohnort, Verwandte und Bekannte, Zugang zu Freizeitaktivitäten). Die SuS transferieren so ihre erworbenen Kompetenzen auf ein konkretes Beispiel mit mehr Gestaltungsfreiraum.
  • Die SuS präsentieren ihre Erkenntnisse anhand von Postern der Klasse vor.
  • Das Musterbeispiel “Estavayer-le-Lac” dient als Orientierungshilfe. Das Beispiel kann gleich zu Beginn gezeigt werden, um das Ziel der Aufgabe zu illustrieren. Wenn die SuS gut mit solchen Aufgaben zurechtkommen, sollte das Beispiel nur bei Bedarf genutzt werden, um die Kreativität nicht einzuschränken.

Zielsetzung/Kompetenzen

Die Schülerinnen und Schüler …

  • können Karten und Orientierungsmittel auswerten.
  • können sich im Realraum orientieren.
  • kennen die zentralen Funktionen des Kartenviewers und können diesen produktiv nutzen.
  • kennen relevante Datensätze für das Erkunden ihres Wohnkantons und können die Informationen interpretieren.

Weitere Etappenziele werden in den Arbeitsaufträgen formuliert.

Hinweise zur Beurteilung

  • Die Selbstbeurteilung wird mit den Lernzielen gefördert.
  • Die Produkte zu den Gemeinden (Poster, Präsentationen) können formativ und summativ beurteilt werden.
  • Verschiedene Produkte im Rahmen der einzelnen Aufgaben ermöglichen eine Diagnose und gezielte Rückmeldungen.

Materialien für die Unterrichtsvorbereitung der Lehrperson

  • Die Lehrperson sollte sich zuerst selbst gut mit dem Kartenviewer beschäftigen. Funktionen mit Kartenviewer kennen lernen, Speicheroptionen, Druckoptionen und Möglichkeiten von Einzeichnen, Messen, Berechnen.
  • Damit die SuS das genaue Ziel vor Augen haben, stellt die Lehrperson selbst, eine ihr bekannte (persönlicher Bezug) Gemeinde vor. Anhand eines Posters oder einer Präsentation wissen die SuS was auf sie zukommt.

Weiterführende Ideen

  • Die SUS können im Bildnerischen Gestalten eine Reliefkarte ihres Gebietes erstellen.
  • Die SuS können die Gemeinde besuchen und Fotos mitbringen (GPS, Kartenarbeit)

Beispiele aus dem Unterricht

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Arbeiten von Schülerinnen und Schüler der 9B2 aus Wünnewil.

Es hat super funktioniert und war sehr spannend. (Franziska Gassmann)

Lehrplanbezug

Die Verknüpfung mit dem Lehrplan21 (NMG RZG.4.1-3) kann unter diesem Link als PDF heruntergeladen werden.

Würdigung durch Daniel Siegenthaler

Der Zugang zur Wohngemeinde über den Kartenviewer ist ein geeigneter Weg, sowohl die Wohngemeinde besser kennen zu lernen wie auch sinnvoll in den Kartenviewer einzuführen und ihn anzuwenden.

Die Aufgabenstellungen sind vielfältig und auf verschiedenen Anspruchsniveaus angesiedelt.

Die Produktorientierung der Aufgaben ist zu begrüssen und erhöht die Lernwirksamkeit.

Die konsequente Lernzielorientierung erhöht die Verbindlichkeit der Aufgaben und damit auch die Lernwirksamkeit.

Die Aufgaben werden sinnvoll mit dem Lehrplan verknüpft. Die Unterrichtseinheit fördert den Kompetenzbereich “Räumliche Orientierung”.

Die Voraussetzungen der Lehrperson werden sinnvollerweise beschrieben (“Materialien für die Lehrperson”).

->Der nicht überarbeitete Beitrag als PDF

Die Gemeinden Meines Kantons
Die Gemeinden Meines Kantons
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