Ökomorphologie – Gewässerschutz/Gewässeruntersuchung und -bewertung – Bundesamt für Umwelt

Um die Gewässer umfassend schützen zu können, muss ihr Zustand bekannt sein. Das Modul-Stufen-Konzept bildet den Rahmen für eine standardisierte Gewässeruntersuchung und -bewertung. Das Konzept ist modular aufgebaut und umfasst Untersuchungen der Hydrologie, Struktur der Gewässer (Ökomorphologie), Wasserchemie und Ökotoxikologie sowie der Lebensgemeinschaften von Tieren, Pflanzen und Mikroorganismen (Biologie).Im Modul Ökomorphologie werden die strukturellen Eigenschaften der Bäche und Flüsse ganzer Regionen (z.B. Kantone, Regionen, Gemeinden) flächendeckend (Stufe F) untersucht. Der Layer «Abschnitte» zeigt die Klassifizierung der einzelnen Fliessgewässerabschnitte von natürlich bis künstlich und eingedolt (Referenzgeometrie VECTOR25 GWN). Diese Einteilung erfolgt anhand der summarischen Beurteilung ökologisch bedeutsamer Merkmale wie beispielsweise der Beschaffenheit des Uferbereiches:

siehe auch: Link




Unterrichtsidee: Raumplanung erlebbar machen

Wo in deiner Gemeinde würdest du dir gerne ein Haus bauen? Was würde geschehen, wenn alle da bauen würden, wo sie möchten?
Ausgehend von diesen lebensnahen Fragestellungen lernen die Schülerinnen und Schüler den Kartenviewer map.geo.admin.ch kennen. Sie profitieren dabei von den Visualisierungsmöglichkeiten der Veränderungen ihrer vertrauten Umgebung.

Diese Unterrichtseinheit wurde von Mathias Riser, Schule Suhr, entwickelt und mit einer Klasse erprobt.

Abb: Ob man dort sein Traumhaus bauen darf?

Einbettung ins Thema

Seit 1969 wird in der Schweiz aktiv Raumplanung betrieben. In besagtem Jahr wurde der Verfassungsartikel zur Raumordnung verabschiedet, welcher die Raumplanung zur Bundeskompetenz machte. Seit 1980 ist das Raumplanungsgesetz in Kraft. Dieses soll die unterschiedlichen Nutzungsansprüche koordinieren und dadurch auch zur Schonung von Natur und Landschaft beitragen. Eine Nachhaltige Entwicklung der Naturlandschaft der Schweiz wird angestrebt. Mehr Informationen dazu auf der Webseite des Bundesamtes für Raumentwicklung ARE.

Mit dieser Unterrichtseinheit erkennen die Schülerinnen und Schüler, welche räumlichen Veränderungen in den letzten 100 Jahren in ihrer nahen Umgebung stattgefunden haben und welchen Nutzen die Raumplanung für den Menschen und insbesondere für die Umwelt haben kann. So werden Themen aus RZG und Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) verbunden.

Beschreibung der Unterrichtseinheit

Voraussetzungen / Vorwissen / Präkonzepte
Für die Bearbeitung der Aufträge sind keine spezifischen Vorkenntnisse notwendig.
Allgemeine Kenntnisse eines Webbrowsers sind von Vorteil. Die Einführung in die Bedienung des Kartenviewers kann situativ während des Unterrichts stattfinden.

Art der Aufgabe
Die Aufgabe ist geeignet als Einstieg in die Themenbereiche «Veränderung der Landschaft», «Veränderung durch Strukturwandel» oder «Bauen nach Regeln». Die Unterrichtseinheit bietet eine hervorragende Grundlage, um weitere Fragestellungen rund um oben genannten Themenbereiche und Themen aus BNE zu bearbeiten und zu vertiefen.

Vorgehen
Zuerst tragen die Schülerinnen und Schüler auf einer analogen Karte der Gemeinde ein, wo ihr Wunschhaus stehen soll. Danach halten sie ihr Vorwissen fest, indem sie ihre Gedanke zu folgenden Leitfragen aufschreiben:

Auftrag 1
Schreibe deine Gedanken zu den folgenden Fragen auf. Lass zwischen jeder Antwort einige Zeilen frei, so dass du später die Antworten ergänzen oder korrigieren kannst.

  1. Was wäre, wenn alle ihr Haus dort bauen würden, wo es ihnen passt?
  2. Wie würde die Landschaft dann aussehen?
  3. Was denkst du, wo in unserer Gemeinde noch gebaut werden darf?
  4. Wie hat sich die Bebauung in unserer Gemeinde in den letzten Jahrzehnten verändert?

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Mit Auftrag 2 vergleichen die Schülerinnen und Schüler Karten von früher und heute und halten fest, was ihnen zwischen dem «Früher und Heute» auffällt bzw. welche Unterschiede sie zwischen den Gemeindeausschnitten von früher und heute erkennen.
Ergänzend zu den Beschreibungen können die Beobachtungen zum Beispiel durch Einzeichnen der neu bebauten Gebiete (Funktionen «Zeichnen & Messen auf der Karte») direkt im Kartenviewer auf dem neueren Luftbild festgehalten werden.

Auftrag 2
Suche auf map.geo.admin.ch deine Gemeinde.

  1. Betrachte mit Hilfe der «Zeitreise-Kartenwerke» die Entwicklung in den letzten 100 oder mehr Jahren. Beschreibe, was du feststellst.
  2. Betrachte mit der SWISSIMAGE Zeitreise und der Funktion «Vergleichen» die Veränderungen der Bebauung rund um das Schulhaus und deinem Zuhause. Beschreibe, was sich in den letzten 30 – 40 Jahren verändert hat. Folgende Fragen können dir helfen:
    1. Wo liegen die Gebiete, wo neue Häuser gebaut wurden?
    2. Haben sich die Grenzen der bebauten und unbebauten Gebiete verändert?
    3. Hat es mehr oder weniger Flächen mit Pflanzen (z. B. Wiesen, Parks, Wäldchen, …)
    4. Hat es mehr oder weniger landwirtschaftliche Flächen?

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Anschliessend gewinnen die Schülerinnen und Schüler die Erkenntnis, dass es in einer Gemeinde verschiedene Zonen (Wohnzone, Industriezone, Landwirtschaftszone, …) gibt.

Auftrag 3
Betrachte die aktuellste Karte deiner Gemeinde auf map.geo.admin.ch. Suche nach Gebieten mit Gebäuden, welche den gleichen Zweck haben. Achte dabei zum Beispiel auf Wohnhäuser, Industriegebäude oder Einkaufsmöglichkeiten. Suche auch nach Gebieten ohne Häuser, zum Beispiel Wiesen oder Wälder.

  1. Markiere und beschrifte die Gebiete in der Karte.
  2. Beschreibe, was dir auffällt.

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Die Lernenden schliessen die Sequenz ab, indem sie ihre Antworten auf die Fragen zur Erhebung des Vorwissens überarbeiten und so einen Teil ihres Lernfortschritts sichtbar machen. Anschliessend werden die folgenden Behauptungen diskutiert:

Auftrag 4
Mit der «Raumplanung» wird geregelt, wo in einer Gemeinde gebaut werden darf. Begründe, warum die folgenden Behauptungen stimmen:

  1. Die Raumplanung nützt den Menschen.
  2. Die Raumplanung hilft der Natur.

Die Schülerinnen und Schüler diskutieren z. B. die beiden Behauptungen in Gruppen und die Resultate aus der Diskussion können im Plenum zusammengetragen werden. Daraus entstehen wahrscheinlich neue Fragen, die für die Weiterarbeit verwendet werden können.

Wie weiter
An diesen Einstieg anschliessend könnte der Zonenplan der eigenen Gemeinde beschafft und die Zonen vor Ort besichtigt werden.
Die Beobachtungen auf den Luftbildern und die Überlegungen zu den Leitaufträgen können zum Beispiel durch das Erstellen von Fotos und Skizzen bestätigt und erweitert werden.
Zudem können die Bauzonen «Bauzonen + Zeitreise – Kartenwerk (Suhr AG)» mit den Fotos der Zeitreise verglichen und so strukturelle Änderungen der letzten Jahrzehnte festgestellt werden. Was in der Frage der zukünftigen Raumentwicklung münden könnte (Stichwort: Verdichtung).

Hinweise und Bemerkungen
Einstieg in map.geo.admin.ch
Um sich mit der Bedienung von map.geo.admin.ch vertraut zu machen, ist eine Einführung von ca. einer Lektion zu empfehlen. Die Schülerinnen und Schüler lernen dabei die wichtigsten Funktionen und können anschliessend selbständiger mit dem Tool umgehen:

  1. Film «Erste Schritte mit map.geo.admin.ch»
  2. Sehr niederschwelliger Einstieg in die Bedienung mit der Suche ungewöhnlicher Ortsnamen: Orte finden
  3. Ein weiterer Einstieg in die Bedienung des Kartenviewers: Meinen Wohnort erkunden

Die Funktionen “Zeitreise” und “Karten Vergleichen”
Für Auftrag 2 wird die Zeitreise- und die Vergleichen-Funktion von map.geo.admin.ch benötigt. Die Zeitreise kann von den Schülerinnen und Schülern selber aktiviert werden. Alternativ wird den Lernenden eine entsprechend vorbereitete Karte durch einen Link zur Verfügung gestellt.

  1. Wie die Zeitreise aktiviert wird, ist hier beschrieben.
  2. Wie ein Link einer bestimmten Karte erstellt wird, ist hier beschrieben.

Ein Beispiel für die Zeitreisefunktion Suhr (AG) ist folgend gezeigt:

Luftbilder
Ebenfalls für Auftrag 2 werden Luftbilder der «SWISSIMAGE Zeitreise» und die Vergleichsfunktion von map.geo.admin.ch benötigt. Auch hier können die Lernenden die Funktion selber aktivieren oder eine entsprechende Karte kann vorbereitet und per Link zur Verfügung gestellt werden.

  1. Die Luftbilder «SWISSIMAGE Zeitreise» sind auf dieser Karte aktiviert.
    Hinweis: Es stehen nicht für jeden Zeitraum Luftbilder zur Verfügung. Welche Luftbilder es für welchen Zeitraum gibt und wie dies festgestellt werden kann, wird in diesem Video gezeigt.
  2. Wie die Funktion «Vergleichen» aktiviert wird, ist hier beschrieben.

Unten zwei Beispiele, wie das für Suhr (AG) aussehen kann:

In die Karten zeichnen und schreiben
Werden Merkmale direkt in die Karte gezeichnet und geschrieben, wird die Funktion “Zeichnen und Messen” verwendet. Diese Funktion kann bei Bedarf individuell bzw. Gruppenweise kurz eingeführt werden. Die Funktion «Zeichnen und Messen» verwendet wird, wird hier beschrieben.

Bauzonen anzeigen
Um die Bauzonen anzuzeigen, wird der Datensatz «Bauzonen Schweiz» benötigt. Dieser Datensatz befindet sich in der Kategorie «Geokatalog» wird am einfachsten über das Suchfeld von map.geo.admin.ch gesucht und ausgewählt.
Wie das für Suhr (AG) aussieht, ist unten gezeigt:

Wie es aussieht, wenn die Bauzonen mit Karte hinterlegt und mit aktuellen Luftbildern verglichen werden, ist an diesem Beispiel gezeigt:

Bezug zum Lehrplan 21

Neben dem Bezug zu Bildung für Nachhaltige Entwicklung wird an folgenden Kompetenzen aus NMG und RZG gearbeitet:

NMG 8.3 Die Schülerinnen und Schüler können über die Auswirkungen von Veränderungen im Raum für die Menschen und die Natur nachdenken (z.B. im Verkehr, bei Freizeitanlagen, an Gewässern) und über Gestaltungs- und Verhaltensmöglichkeiten in der Zukunft nachdenken.
RZG 2.3c Die Schülerinnen und Schüler können Entwicklungen und Veränderungen in städtischen und ländlichen Räumen untersuchen und benennen.

Zudem wird aus den Anwendungskompetenzen Medien und Informatik bzw. informatische Bildung an folgenden Kompetenzen gearbeitet:

Recherche und Lernunterstützung Mit Hilfe von vorgegebenen Medien lernen und Informationen zu einem bestimmten Thema beschaffen (…).
Medien und Daten auswählen, auswerten und als Informationsquelle für das eigene Lernen nutzen (…).
Medien für den eigenen Lernprozess selbständig auswählen und einsetzen (…).
Produktion und Präsentation Medien zum gegenseitigen Austausch sowie zum Erstellen und Präsentieren der eigenen Arbeiten einsetzen (…).
Grundfunktionen von Geräten und Programmen zur Erstellung, Bearbeitung, und Gestaltung von Texten, Tabellen, Präsentationen, Diagrammen, Bildern, Tönen, Videos und Algorithmen anwenden



Einige “BNE-Themen” auf map.geo.admin.ch

Was ist BNE (Bildung für Nachhaltige Entwicklung)? Wozu soll das gut sein?

Klimawandel, Migration, Aids, wirtschaftliche Ungleichheiten – die heutigen Herausforderungen zeigen, wie sehr ökonomische, gesellschaftliche und ökologische Prozesse gegenseitig voneinander abhängen oder sich beeinflussen.

Ihnen zu begegnen bedeutet, eine Nachhaltige Entwicklung anzustreben, in welcher die genannten Wechselwirkungen berücksichtigt werden.
Nachhaltige Entwicklung in der Schweiz

Artikel 2 («Zweck») der Schweizerischen Bundesverfassung erklärt die Nachhaltige Entwicklung zu einem Staatsziel der Schweiz, und Artikel 73 («Nachhaltigkeit») fordert Bund und Kantone dazu auf, «ein auf Dauer ausgewogenes Verhältnis zwischen der Natur und ihrer Erneuerungsfähigkeit einerseits und ihrer Beanspruchung durch den Menschen anderseits» anzustreben.

In der «Strategie Nachhaltige Entwicklung» hält der Bundesrat die politische Stossrichtung seiner Nachhaltigkeitspolitik fest.

Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) in der Schule

Nachhaltige Entwicklung als gesamtgesellschaftliches Leitbild hat zum Ziel, alle Akteur/-innen einzubinden – auch die Schule. Sie kann dazu beitragen, die Kompetenzen und das Wissen zu vermitteln, welche für eine Nachhaltige Entwicklung nötig sind.

Verankerung im Bildungssystem

Bund und Kantone erklären 2015 ihre gemeinsamen bildungspolitischen Ziele für den Bildungsraum Schweiz: «Für die Entwicklung eines zukunftsverantwortlichen Denkens, eines eigenständigen sozialen, ökologischen, politischen und wirtschaftlichen Urteilsvermögens sowie der Fähigkeit, am politischen Geschehen des demokratischen Gemeinwesens teilnehmen zu können, ist Bildung von besonderer Bedeutung. Die zu diesem Zweck zu fördernde Bildung für eine Nachhaltige Entwicklung und politische Bildung (éducation à la citoyenneté) bedingen die Zusammenarbeit von Bund und Kantonen auf allen Bildungsstufen.» (Quelle: Chancen optimal nutzen, Punkt III 4)

Das Generalsekretariat der Erziehungsdirektoren/-innen (EDK) erstellte 2007 zusammen mit sechs Bundesämtern der Schweizerischen Koordinationskonferenz BNE den «Massnahmenplan 2007-2014 Bildung für Nachhaltige Entwicklung» als Beitrag an die UNO-Dekade für BNE 2005-2014. Er hat die Integration von BNE in die sprachregionalen Lehrpläne der Volksschule und in die Aus- und Weiterbildung von Lehrpersonen befördert. (siehe auch: Link)

 

Bikesharing vom Bundesamt für Energie:

 

Carsharing vom Bundesamt für Energie:

 

Asylzentren vom Bundesamt für Migration:

Thema “Energie” des Bundesamts für Energie auf map.geo.admin.ch (um einzelne Themenfelder zu sehen bitte in die Karte gehen)

Thema “Wasser” auf map.geo.admin.ch des Bundesamts für Umwelt (um einzelne Themenfelder zu sehen bitte in die Karte gehen)

oder evtl. FSME gemeldete Stichorte und Impfempfehlung “FSME”vom Bundesamt für Gesundheit:

 

Siehe auch die BNE-Unterrichtsskizze von imedias (PH FHNW) zum “Wasserschloss Schweiz”:

 

Unterrichtsskizze: Wasserschloss Schweiz

oder auch die BNE – Unterrichtsidee “Renaturierung der Gewässer”:

Unterrichtsidee: Renaturierung der Gewässer

oder weitere Layer des Bundesamtes für Energie: Link insbesodnere auch:

www.ich-tanke-strom.ch – Ladestationen für Elektroautos (Bundesamt für Energie)

Beitragsbilder- Coypright: /shutterstock.com




Weiterbildung zum Einsatz von digitalen Karten an der PH Bern

Digitale Karten und Satellitenbilder im RZG-Unterricht sinnvoll einsetzen

An der PH Bern werden im November und Dezember 2019 zwei Kurse für Lehrpersonen des 3. Zyklus angeboten. Dabei steht, neben anderen Tools, map.geo.admin.ch im Zentrum.

RZG – Digitale Medien: Impulsveranstaltung
Anhand von konkreten Unterrichtsbeispielen wird aufgezeigt, wie digitale Medien in Geografie, Geschichte und Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) eingesetzt werden können.

RZG – Digitale Medien: Unterricht planen und durchführen
Anhand von konkreten Unterrichtsbeispielen wird analysiert und erprobt, wie digitale Medien in Geografie, Geschichte und Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) eingesetzt werden können. Dieses Angebot baut auf der Impulsveranstaltung “RZG – Digitale Medien: Impulsveranstaltung” auf.

 

 




Thema Verkehr (Infra) (ASTRA) auf map.geo.admin.ch & Zeichnen/Messen am Beispiel Formula-E Bern 2019

Copyright Formula-e Logo im Blogbeitragsbild: Formula e-Race Veranstalter

 

 

 

sehen Sie auch z.B: Zeichnen und Messen mit map.geo.admin.ch am Beispiel des “Formula E-Rennens vom 22.06.19 in Bern” auf dem Layer “Amtliches Strassenverzeichnis” (swisstopo):

 

Mit Hintergrund s/w:

Im Vergleich hierzu die neue, performante Basiskarte auf dem neuen digitalen Kartenviewer des Bundes: test.map.geo.admin.ch:

Es gibt doch einige Möglichkeiten auch Ihre Veranstaltung mittels iFrame in ihre Webseite einzubetten!

 

 

Im Vergleich dazu die Karte des Veranstalters

Was ist Formula-E?

siehe auch: Ladestellen E-Mobilität (Bundesamt für Energie)




Unterrichtsentwicklungsprojekt: Bildung für nachhaltige Entwicklung mit den digtialen Karten des Bundes

Am 03.04.19 treffen sich 6 Lehrpersonen mit Experten der FHNW und swisstopo zur Initialisierung eines Projektes, in dessen Rahmen Unterrichtsideen und Unterrichtsvorschläge zu BNE-Themen unter Anwendung von Datensätzen auf map.geo.admin.ch entwickelt, getestet und auf sCHoolmaps.ch veröffentlicht werden.

Wann: 03.04.19 ab 13:30 Uhr
Wo: swisstopo, dem Bundesamt für Landestopografie: Seftigenstrasse 264 – Wabern

Das Projekt will …

  • … konkrete Vorschläge zur Integration von Bildung für nachhaltige Entwicklung in unterschiedlichen Fachbereichen bereitstellen.
  • … BNE als wichtiger Teil einer guten Volksschulbildung stärken, denn BNE kann zu verantwortungsvollen Entscheiden führen und ist deshalb in einer direkten Demokratie zentraler Bedeutung.
  • … BNE als Chance wahrnehmen, kritisches Denken in der Schule zu fördern und somit einen Teil dazu beitragen, wichtigen Anforderungen des 21. Jahrhunderts in der Schule gerecht zu werden.
  • … den sinnvollen Einsatz von digitalen Medien ermöglichen und so Möglichkeiten zur Erarbeitung der Anwendungskompetenzen Medien und Informatik aufzeigen.
  • … weitere Personen auf die wertvollen Datensätze auf map.geo.admin.ch aufmerksam machen.
  • … und last but not least: Weitere Unterrichtsideen auf sCHoolmaps veröffentlichen.

Eine solche Unterrichtsidee kann so aussehen: Renaturierung der Gewässer

 

So läuft es ab:

  • Interessierte Lehrpersonen ab 5. Klasse melden sich für das Projekt an bzw. haben sich bereits angemeldet.
  • Beim ersten Treffen werden Erfahrungen mit map.geo.admin.ch ausgetauscht und Unterrichtsideen skizziert und diskutiert. Das Programm bei diesem Treffen sieht etwa wie folgt aus:Unterrichtsideen und -vorschläge werden individuell entworfen und mit Unterstützung von Experten der PH FHNW und swisstopo ausgearbeitet.
  • Wenn möglich werden die Unterrichtseinheiten mit Schülerinnen und Schülern ausprobiert und allenfalls überarbeitet.
  • Die Unterrichtvorschläge werden auf sCHoolmaps.ch online gestellt.

 

Für Kurzentschlossene ist das Treffen offen. Weitere Informationen über lorenz.moeschler@fhnw.ch oder 032 628 66 86.

 

Link auf Beitrag im geowebforum.ch

 

 

 

 




Geologie News von swisstopo – Visualisierung auf map.geo.admin.ch – GeoTherm

geologie

Die aktuelle Ausgabe der «geologie-news» zeigt einen Überblick über die Ergebnisse aus dem Projekt «GeoTherm» (2015-2018). Es wird beschrieben, wie GeoTherm die Energiestrategie 2050 im Bereich der Tiefengeothermie unterstützt. Link zu den Geologienews von swisstopo

siehe auch Tiefengeothermieprojekte auf map.geo.admin.ch:

Tiefengeothermie und Bohrungen:

Studien der Geologie im Bereich Geothermie:

 




Neu: Ladestellen – E-Mobilität des Bundesamts für Umwelt im Aufbau

Ladestellen Elektromobilität (im Aufbau) (Bundesamt für Energie)
Rund 35% des Energieverbrauchs der Schweiz entfallen auf die Mobilität. Der Mobilitätsbereich ist aktuell zu über 95% von fossilen Energieträgern abhängig. Grundsätzlich strebt der Bundesrat im Bereich des motorisierten Individualverkehrs eine generelle und technologieneutrale Energieeffizienzsteigerung an, die jedoch in das übergeordnete Ziel einer nachhaltigeren Mobilität eingebettet sein muss. Die Elektromobilität bietet die Chance, einen Beitrag zu einer nachhaltigeren Mobilität zu leisten. Mit der Elektromobilität ist eine Schlüsseltechnologie zur Erreichung ambitionierter energie- und klimapolitischer Ziele vorhanden. Elektroantriebe sind effizient und der Einsatz von Strom erlaubt die Nutzung erneuerbarer Energien.Die nationale Daten-Infrastruktur Elektromobilität (DIEMO) bezweckt, dass Daten zur Ladeinfrastruktur der Schweiz im Sinne von Open Data einheitlich, in hoher Qualität und kostenlos zur Verfügung stehen. Dazu harmonisiert und aggregiert DIEMO Daten verschiedener Betreibenden von Ladeinfrastruktur und stellt ein Gesamtbild der Ladestellen zur Verfügung.

Weiterführende Informationen zur E-Mobilität:

Schreier




Unterrichtsidee: Renaturierung der Gewässer

Die Renaturierung von Flüssen und Bächen ist ein Auftrag des Bundes an die Kantone, welcher eine Aufwertung von Gewässern zum Ziel hat. Die Renaturierung beinhaltet Revitalisierung und Reduktion der negativen Auswirkungen der Wasserkraftnutzung. Revitalisierung bedeutet die Wiederherstellung von naturnahen Gewässern mit ihren charakteristischen Pflanzen und Tieren. Die negativen Auswirkungen von Wasserkraftwerken soll durch den Ausgleich der z.T. stark variierenden Wassermengen vermindert werden. Zudem soll die Fischgängigkeit verbessert werden.

Mehr Informationen dazu auf der Webseite des Bundesamtes für Umwelt BAFU.

Auf dem Kartenviewer können durch den Vergleich von alten und neuen Luftbildern im Datensatz SWISSIMAGE Zeitreise Renaturierungen von Gewässern sichtbar gemacht werden, wie die vier Beispiele zeigen:

Biberenbach bei Biberen, Kanton Solothurn:

Aare bei Rupperswil / Auenstein / Wildegg:

Emmebirne: Vergleich zwischen 1982 und 1998:

Emmebirne: Vergleich zwischen 1998 und 2014:

 

Vorgehen

Die Aufgabe kann sich als Einstieg in Themenbereiche wie „Veränderung der Landschaft“, „Veränderungen durch Strukturwandel“, „Aufwertung von Naherholungsgebieten“ oder „Ökosysteme“ eignen.

  • Die Schülerinnen und Schüler recherchieren nach Renaturierungsprojekten in ihrer Wohngemeinde bzw. ihrem Wohnkanton.
  • Sie suchen auf map.geo.admin.ch Orte der lokalen Renaturierungsprojekte.
  • Sie schauen sich mit der SWISSIMAGE Zeitreise und der Funktion «Vergleichen» die Veränderung vor und nach der Renaturierung an, wie im Beispiel «Biberenbach bei Biberen, Kanton Solothurn» oben gezeigt.
    Wenn die Renaturierung schon etwas länger zurück liegt, lassen sich sogar Entwicklungen und / oder Erweiterungen beobachten, wie in den beiden Beispielen «Emmenbirne bei Aefligen, Kanton Bern» oben gezeigt.
  • Die Schülerinnen und Schüler halten fest, was ihnen zwischen dem «Vor- und Nachher» auffällt bzw. welche Unterschiede sie zwischen dem Gewässerabschnitt vor und nach der Renaturierung erkennen. Die Beobachtungen können zum Beispiel mit den Funktionen «Zeichnen & Messen auf der Karte» direkt im Kartenviewer auf dem neueren Luftbild festgehalten werden.
    Folgende Stichworte können als Beobachtungshilfe dienen:

    • Breite / Durchmesser der Zone
    • Aussehen des Ufers
    • Form des Gewässers
    • Vegetation: Bäume, Büsche, …
    • Steine, Totholz, …
  • Zur Aktivierung bzw. Erhebung des Vorwissens halten die Lernenden ihre Gedanken zu folgenden Leitaufträgen fest:
    • An und in Gewässern leben viele verschiedene Pflanzen und Tiere. Überlege und schreibe auf, ob nach Renaturierung mehr oder weniger Pflanzen und Tiere in dieser Zone leben. Begründe deine Überlegungen.
    • Beschreibe, welchen Nutzen die Renaturierung für Menschen haben könnte.
    • Überlege und notiere, ob die Renaturierung gegen Hochwasser helfen könnte.

 

Wie weiter

An diesen Einstieg anschliessend drängt sich ein Besuch der beobachteten Stelle bzw. eines anderen renaturierten Gewässerabschnittes auf. Die Beobachtungen auf den Luftbildern und die Überlegungen zu den Leitaufträgen können zum Beispiel durch das Erstellen von Fotos und Skizzen bestätigt und erweitert werden.

 

Lehrplan 21

Neben dem Bezug zu Bildung für Nachhaltige Entwicklung können folgende Kompetenzen aus NMG, NT und RZG bzw. GGS teilweise erarbeitet werden:

NMG 8.1 Die Schülerinnen und Schüler können räumliche Merkmale, Strukturen und Situationen der natürlichen und gebauten Umwelt wahrnehmen, beschreiben und einordnen.
NMG 8.2 Die Schülerinnen und Schüler können die unterschiedliche Nutzung von Räumen durch Menschen erschliessen, vergleichen und einschätzen und über Beziehungen von Menschen zu Räumen nachdenken.
NMG 8.3 Die Schülerinnen und Schüler können Veränderungen in Räumen erkennen, über Folgen von Veränderungen und die künftige Gestaltung und Entwicklung nachdenken.
NT.9.2 Die Schülerinnen und Schüler können Wechselwirkungen innerhalb und zwischen terrestrischen Ökosystemen erkennen und charakterisieren.
NT.9.3 Die Schülerinnen und Schüler können Einflüsse des Menschen auf regionale Ökosysteme erkennen und einschätzen.
RZG/GGS 2.3 Die Schülerinnen und Schüler können die Dynamik in städtischen und ländlichen Räumen analysieren.
RZG/GGS 3.2 Die Schülerinnen und Schüler können wirtschaftliche Prozesse und die Globalisierung untersuchen.
RZG/GGS 4.1 Die Schülerinnen und Schüler können Orte lokalisieren.
RZG/GGS 5.1 Die Schülerinnen und Schüler können Entstehung und Entwicklung der Schweiz erklären.
RZG/GGS 5.3 Die Schülerinnen und Schüler können das Alltagsleben von Menschen in der Schweiz in verschiedenen Jahrhunderten vergleichen.

 

Zudem lassen sich aus den Anwendungskompetenzen Medien und Informatik bzw. informatische Bildung folgende Kompetenzen teilweise erarbeiten:

Handhabung

  • Dokumente so ablegen, dass auch andere sie wiederfinden.

Recherche und Lernunterstützung

  • Mit Hilfe von vorgegebenen Medien lernen und Informationen zu einem bestimmten Thema beschaffen (…).
  • Medien und Daten auswählen, auswerten und als Informationsquelle für das eigene Lernen nutzen (…).
  • Medien für den eigenen Lernprozess selbständig auswählen und einsetzen (…).

Produktion und Präsentation

  • Medien zum gegenseitigen Austausch sowie zum Erstellen und Präsentieren der eigenen Arbeiten einsetzen (…).
  • Grundfunktionen von Geräten und Programmen zur Erstellung, Bearbeitung, und Gestaltung von Texten, Tabellen, Präsentationen, Diagrammen, Bildern, Tönen, Videos und Algorithmen anwenden.



Storymaps in der Lehre – Artikelhinweise

StoryMaps: Datengeschichten

StoryMaps ist eine Darstellung intelligenter Webkarten zu interessanten Themen (storytelling): Information, Lehre, Unterhaltung und Inspiration zur Verwendung der Geodaten stehen im Mittelpunkt: Link

In der Lehre sind folgende Referenzartikel hilfreich:

Strachan, C. (2014). Teachers’ perceptions of Esri Story Maps as effective teaching tools (Doctoral dissertation, University of South Carolina).

Marta, M., & Osso, P. (2015). Story Maps at school: teaching and learning stories with maps. J-Reading-Journal of Research and Didactics in Geography, (2).

Lemke, C., Brenner, W., & Kirchner, K. (2017). Das Managementsystem zur Gestaltung im digitalen Zeitalter: Gestaltungstechniken. In Einführung in die Wirtschaftsinformatik(pp. 297-495). Springer Gabler, Berlin, Heidelberg.

Zudem hat esri.com die aktuellesten Beispiele: Link

Bat watching

siehe auch mit dem Kartenviewer des Bundes: Zeichnen und Messen: Link

Self-Made StoryMap: Waldreservate (BAFU): Link  

oder Lärm (BAFU): Link

Siehe auch:

 

Pandamobil

Ab August 2018 ist das Pandamobil wieder unterwegs – mit einer neuen Ausstellung und in klimaschonender Form: In einem Schiffscontainer, der auch per Bahn transportiert wird. Kinder des Kindergartens bis zur 4. Klasse entdecken die verborgene Tierwelt in der Nacht: «Wer wacht in der Nacht? Was funkelt im Dunkeln?» heisst die neue Ausstellung. Das Pandamobil kommt direkt auf dem Schulhof! Link zum Pandamobil

Link zum Beitrag von Nicolas Fahrni (PH FHNW) Artenvielfalt mit dem Kartenviewer festhalten!