«Vollladen, bitte!»

«Vollladen, bitte!»

Das Bundesamt für Energie BFE hat in Zusammenarbeit mit den Betreibenden von Ladeinfrastruktur und swisstopo eine Datengrundlage geschaffen, die eine schweizweite Übersicht der Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge ermöglicht – in Echtzeit.

 

Elektro auto

Elektrofahrzeuge sind umweltfreundlich, leise und weiter auf dem Vormarsch. Gemäss der «Roadmap Elektromobilität» des Bundesrats soll der Anteil an Elektrofahrzeugen bei den Neuwagen bis zum Jahr 2022 auf 15 Prozent erhöht werden. Diese Fahrzeuge tanken Strom – und dafür braucht es Tank- beziehungsweise Ladestellen.

Die Plattform ich-tanke-strom.ch zeigt eine Übersicht der Ladestationen der schweizweit grössten Ladenetzwerke. Dort sieht man die Verfügbarkeit in Echtzeit: Steckt jemand einen Stecker in die Station, wird das Signal innerhalb weniger Sekunden auf der Karte angezeigt. Derzeit sind beinahe 2000 Standorte in der ganzen Schweiz erfasst – und es werden laufend mehr.

Daten sind öffentlich verwendbar

Das Bundesamt für Energie BFE hat die Grundlage für diese Plattform in Zusammenarbeit mit swisstopo und der Branche geschaffen. Sie ist offen verwendbar – und das war eine Bedingung, wie Martin Hertach, Leiter Dienst Geoinformation beim BFE, erzählt: «Die Branche wünschte vom Bund, dass er diese Grundlage erstellt, und wir sagten, wir machen das – aber nur, wenn die Branche einverstanden ist, die Daten als Open Government Data zur Verfügung zu stellen. Dafür haben wir mit jedem Betreiber einer Ladestation, die abgebildet ist, eine schriftliche Vereinbarung getroffen.»

Dass die Daten öffentlich zugänglich sind, ermöglicht weitere Anwendungen. «Sie kommen auch in der Forschung zum Einsatz, die unter anderem den Fortschritt des Umbaus unseres Energiesystems ermittelt und analysiert, wie sich die Elektromobilität in der Schweiz entwickelt», berichtet Martin Hertach. Für die Wirtschaft eröffnen sich ebenfalls interessante Perspektiven: «Möglich ist zum Beispiel eine Analyse von Einzugsgebieten, in denen man die wirtschaftliche Wertschöpfung messen kann. Auch sozioökonomische Themen können behandelt werden. So kann eine grössere Dichte an Elektrofahrzeugen darauf hindeuten, dass in diesem Gebiet mehr Menschen mit höherem Einkommen wohnen.»

Hertach + Foletti

Echtzeit-Daten: eine Premiere

Die Verwendung von Echtzeit-Daten war sowohl für das BFE wie auch für swisstopo aus technologischer Sicht etwas Neues. «Mit fortschreitender Digitalisierung werden Echtzeit-Daten immer wichtiger», ist Martin Hertach überzeugt. «Für uns wie für swisstopo war das eine super Gelegenheit, Know-how zu sammeln und ein konkretes Projekt umzusetzen.» Herausforderungen gab es allerdings: «Wir haben viele verschiedene Datenquellen verwendet und Daten verschiedener Betreiber von Ladestationen. Da mussten wir eine gemeinsame Sprache finden.»

Roaming, wie beim Handy

Als Elektroautofahrer/in ist man Kundin oder Kunde von einem der grossen Ladenetzwerkbetreiber. Kann man in dem Fall nur an bestimmten Stationen Strom tanken? Martin Hertach: «Nein. Man hat die App seines Betreibers auf dem Handy sowie weitere Apps von anderen Betreibern. So findet man garantiert eine Station, an der man laden und bezahlen kann, meistens über das Roaming des eigenen Anbieters oder mit Kreditkarte. Welchen Preis man zahlt, ist abhängig von der App, die man benutzt.»

Roaming, das kennt man vom Handy. Wie funktioniert es bei den Ladestationen? «Eigentlich genau gleich», erklärt Martin Hertach. «Wenn ich swisscom-Kunde bin, mir aber gerade nur das sunrise-Netz zur Verfügung steht, kann ich trotzdem wie gewohnt telefonieren oder Daten austauschen. Das ist möglich dank dem Roaming unter den Anbietern. Ein ähnliches System besteht zwischen den Anbietenden von Ladeinfrastruktur. Die Anbietenden tauschen also bereits Daten untereinander aus und nutzen dafür eine gemeinsame Sprache. Das war ein echter Glücksfall. Ansonsten hätten wir mit allen Betreibern, teilweise internationalen Firmen, einen neuen Austauschstandard erarbeiten, vernehmlassen und implementieren müssen. Wir hätten zwei Jahre länger gebraucht, und es wäre auch viel teurer geworden.»

20 Jahre KOGIS, Koordination, Geoinformation und Services

Am 1. Januar 2000 nahm die Stabsstelle KOGIS, kurz für Koordination, Geoinformation und Services, ihren Betrieb auf. Ihre Aufgabe: Eine Koordination im Geoinformationsbereich zu schaffen, damit nicht jedes Amt und jeder Kanton eine eigene Infrastruktur aufbauen mussten. Unter dem Einfluss von KOGIS entwickelte sich swisstopo von einem Geodatenproduzenten zu einem Dienstleistungszentrum, von dessen Produkten und Leistungen jede Schweizerin und jeder Schweizer profitieren kann. Insbesondere mit dem Geoportal map.geo.admin.ch hat KOGIS etwas geschaffen, das grossen und vielfältigen Nutzen für alle stiftet.

Mehr über KOGIS




Wie viel Energie steckt in einem Speichersee? Jetzt «Storymap» entdecken!

Haben Sie sich bei einer Wanderung entlang eines idyllischen Bergsees bereits einmal gefragt, wie viel Energie in diesem Gewässer steckt? Oder war Ihre Aufmerksamkeit vielleicht eher auf die gewaltige Bergkulisse, auf die faszinierende Flora und Fauna gerichtet?

Schauen Sie doch bei der nächsten Wanderung anstelle der Sonnen- durch die Energiebrille. Dann werden Sie erkennen, dass die Bergkulisse eine gigantische Batterie mit schier unvorstellbarem Energieinhalt beherbergt. Diese Batterie wartet nur darauf, dass irgendwo in der Schweiz der Strombedarf steigt. Dann geht die Wasserkraftanlage in Betrieb: Das Wasser stürzt sich ungestüm in der Druckleitung zu Tale, schiesst durch die Düse und lässt die Turbine auf schwindelerregende Weise um ihre Achse drehen. Der daran angeschlossene Generator verwandelt diese ungeheure Energie in elektrischen Strom, der ganz unscheinbar den entstandenen Bedarf an Energie rasch und zuverlässig deckt.

Speicherseen können Wasser zurückhalten und es erst dann zur Stromproduktion nutzen, wenn Strom benötigt wird; auch dann, wenn die Sonne nicht scheint und der Wind nicht bläst. In Zusammenspiel mit diesen erneuerbaren Energieformen ist somit die speicherbare Wasserkraft ein wichtiges Element für eine nachhaltige und sichere Stromversorgung der Schweiz.

Sämtliche Energieinformationen zu den Schweizer Speicherseen können Sie ab sofort auf der neuen Storymap des Bundesamts für Energie (BFE) abrufen. Diese interaktive Karte zeigt Ihnen, welche Speicherseen wie viel Energie speichern können. Auch finden Sie auf der Karte die jährliche Stromproduktion der dazugehörigen Wasserkraftanlagen; das Verhältnis zwischen Produktion und speicherbaren Energie wird grafisch dargestellt.

Gianni Semadeni, Fachspezialist Wasserkraft, BFE




www.ich-tanke-strom.ch – Ladestationen für Elektroautos (Bundesamt für Energie)

Ladestationen für Elektroautos (Bundesamt für Energie)Ladestationen für Elektroautos (Bundesamt für Energie)

Copyright auch vom Blogbild: /shutterstock.com

Die Elektromobilität ist eine Schlüsseltechnologie für eine nachhaltigere Mobilität und trägt zur Erreichung ambitionierter energie- und klimapolitischer Ziele bei. Elektroantriebe sind effizient und der Einsatz von Strom erlaubt die Nutzung erneuerbarer Energien. ich-tanke-strom.ch zeigt die Verfügbarkeit von Ladestellen für Elektrofahrzeuge in Echtzeit an. Aktuell werden die Ladestationen der grössten Ladenetzwerke angezeigt. Das BFE lädt weitere interessierte Anbietende von öffentlichen Ladestationen für Elektrofahrzeuge ein, sich anzuschliessen.

 

 




Geologie News von swisstopo – Visualisierung auf map.geo.admin.ch – GeoTherm

geologie

Die aktuelle Ausgabe der «geologie-news» zeigt einen Überblick über die Ergebnisse aus dem Projekt «GeoTherm» (2015-2018). Es wird beschrieben, wie GeoTherm die Energiestrategie 2050 im Bereich der Tiefengeothermie unterstützt. Link zu den Geologienews von swisstopo

siehe auch Tiefengeothermieprojekte auf map.geo.admin.ch:

Tiefengeothermie und Bohrungen:

Studien der Geologie im Bereich Geothermie:

 




NEU: www.windatlas.ch – Wie stark weht der Wind in der Schweiz? (BFE)

Blogbild: Copyright /shutterstock.com

www.windatlas.ch zeigt gute Verhältnisse für Windenergie-Standorte

In vielen Regionen der Schweiz weht der Wind so stark und regelmässig, dass er zur Stromproduktion genutzt werden kann. Dies zeigt der neue Windatlas Schweiz, der im Auftrag des Bundesamts für Energie entwickelt worden ist. Er gibt Auskunft über die Windrichtung und -stärke an jedem Standort in der Schweiz und zwar mit einer Auflösung von 100×100 Meter auf fünf Höhenstufen über Grund. Der Windatlas ist damit ein wichtiges Planungsinstrument für Kantone und Investoren zum weiteren Ausbau der Windenergie.

Windatlas Schweiz Bild geo.admin.ch

Der neue Windatlas zeigt, dass nicht nur im Jurabogen und den Voralpen, sondern auch in anderen Regionen der Schweiz Windverhältnisse herrschen, die für die energetische Nutzung interessant sind. Windenergie könnte gemäss den Energieperspektiven 2050 bis 2050 7-10% des Schweizer Stromkonsums decken.

 

Für die Standortplanung von Windenergieanlagen sind die Kantone zuständig. Sie legen in ihren Richtplänen fest, wo Windenergieanlagen gebaut werden dürfen und wo nicht. Der Windatlas Schweiz ist eine wichtige Grundlage für diese Planungsarbeiten. Insbesondere in Kombination mit den Geodaten zu Ausschluss- und Vorbehaltsgebieten sowie zur Erschliessung durch Strasse und Stromnetz lässt sich auf der Basis von www.windatlas.ch das Potenzial der Windenergie in der Schweiz genauer berechnen.

 

Windatlas2

 

Der neue Windatlas Schweiz deckt die gesamte Schweiz ab. Er basiert auf langjährigen Klimadaten und lokalen Windmessungen mit einer Auflösung von 100×100 Metern. In fünf Höhenstufen über Grund (50m, 75m, 100m, 125m und 150m) sind Angaben über Windstärke und Windrichtung verfügbar. Gegenüber der Windkarte aus dem Jahre 2011 konnte die Genauigkeit wesentlich verbessert werden, insbesondere im Jurabogen, im Mittelland und in der Ostschweiz.

Windatlas auf map.geo.admin.ch

Die Applikation Windatlas

 

 




Cleantechprojekte (Bundesamt für Energie) … Technologien, Produkte, Verfahren und Dienstleistungen

Blogbild: Copyright /shutterstock.com

Cleantech: Pilot-, Demonstrations- und Leuchtturmprojekte (Bundesamt für Energie)

Weiter Layer zum Thema “Energie” (vom Bundesamt für Energie): Energieregionen, Energiestädte, Stauanlagen, Windenergieanlagen und vieles mehr!




Wasserkraft in der Schweiz

Blogbild: Copyright /shutterstock.com

Die Schweiz bietet dank ihrer Topographie und beträchtlichen durchschnittlichen Niederschlagsmengen ideale Bedingungen für die Wasserkraftnutzung. Mehr als die Hälfte (55%) der Stromproduktion in der Schweiz stammt aus Wasserkraft. Teste die neuen Storymaps zum Thema Wasserkraft in der Schweiz:

Die bedeutendsten Wasserkraftanlagen der SchweizWasserkraft2
Die 25 grössten Stauanlagen der SchweizStauanlagen

 

Weiterführende Informationen auch unter: Bundesamt für Energie

Kartenmaterial zum Thema Energie: www.bfe.admin.ch/geoinformation