Wir basteln ein Wackelbild!

Ein Wackelbild ist ein Bild, das sich verändert, wenn man den Blickwinkel verändert. Man sieht also abwechselnd zwei verschiedene Darstellungen, obwohl nur ein einziges Bildobjekt vorhanden ist.
Ein Wackelbild kann beispielsweise zeigen wie:

  • eine Sommerlandschaft, zu einer Winterlandschaft wird.
  • ein trauriges Gesicht zu einem Lachen wird.
Ein Wackelbild selber basteln
Ein Wackelbild selber basteln

Ein Wackelbild eignet sich nicht nur für den Fachbereich «Bildnerisches Gestalten», sondern lässt sich auch im NMG einsetzen. Insbesondere, um Veränderungen darzustellen:

  • Wie hat sich ein Gletscher in 100 Jahren verändert?
  • Wie viel verbaute Fläche ist in einer Agglomerations-Gemeinde in 50 Jahren dazugekommen?
  • Welche Gebiete wurden beim letzten Hochwasser überschwemmt?

Einbettung ins Thema

Die Schülerinnen und Schüler nutzen die Zeitreise auf map.geo.admin.ch und schauen die Entwicklung des eigenen Dorfes / der eigenen Stadt der letzten 100 Jahre an.

  • Welche Veränderungen sind festzustellen (Gebäude, Infrastruktur, ÖV, Landwirtschaft, Wald etc.)?

Erarbeitung

Auftrag:

  • Die SuS suchen selbst ein spannedes Thema / eine deutliche Veränderung zweier Orte / Szenen.
  • Dabei kann wiederum die Zeitreise auf map.geo.admin.ch als Recherchetool verwendet werden.
  • Aus zwei aussagekräftigen Fotos (ausgedruckt) soll nun das eigene Wackelbild entstehen.

Video Anleitung Version mit Papier:

Aufwändigere Version mit Kunststoffleisten, Anleitung und Material: https://gingeredthings.de/wackelbild-aus-leisten

Einfache Materialliste für ein Wackelbild (mit Holzleisten):

Materialien

    • Holzleisten (schmale Leisten, alle gleich breit)
    • Holzplatte oder Karton als Untergrund
    • 2 ausgedruckte Bilder (gleich groß)
    • Holzleim oder Bastelkleber

Werkzeuge

    • Schere oder Japanmesser
    • Lineal
    • Bleistift
    • Schneidunterlage

Transfer

Als mögliche Transferarbeiten lässt sich ein Klassen-Wackelbild erstellen:

  • Eine Seite zeigt das Klassenfoto, die andere Seite zeigt Porträtfotos der Schülerinnen und Schüler.
  • Eine Seite zeigt das Klassenfoto, die andere Seite zeigt ein grafisch gestaltetes Motto.

Dabei werden die Aufgaben gleichmässig in der Klasse verteilt.

Bezug zum Lehrplan 21

Es kann an folgenden Kompetenzen aus BG, NMG, RZG und ÜfK gearbeitet werden:

BG.2.A

Materialien, Dinge und Bilder aus eigenen und fremden Kontexten kriteriengeleitet sammeln und ordnen sowie damit experimentieren

Sammlungen und Experimente als Inspirationsquellen für ihren weiteren bildnerischen Prozess nutzen

erkennen, dass Bilder verändert und manipuliert werden können (z.B. Blickwinkel, Bildausschnitt, Proportion, Farbwirkung, Kontrast, Verzerrung)

NMG.9

historische Bilder aus der Umgebung mit der heutigen Situation vergleichen. Was ist gleich? Was ist anders? (z.B. Häuser, Strassen in der eigenen Umgebung)

NMG.8

in der Umgebung vertraute räumliche Elemente mithilfe von Karten, bzw. Objekte im Gelände in Karten auffinden und dabei Darstellungsformen lesen und anwenden (z.B. Massstabs- und Richtungsangaben, ausgewählte Signaturen)

mithilfe von einfachen Orientierungsmitteln (z.B. Skizzen, Schularealkarten, Schatzkarten, Plan mit Bildern und Piktogrammen) Orte im Gelände auffinden sowie Richtungen und Lagebezüge von Objekten im eigenen Wohnquartier bzw. am eigenen Wohnort beschreiben

RZG.5.2

die Entwicklung der Erwerbssektoren am Beispiel der Schweiz aufzeigen und erläutern (z.B. Veränderungen der Anzahl Bauernhöfe in der Schulgemeinde, Entwicklung der Anzahl Beschäftigten in den drei Erwerbssektoren im 19. und 20. Jahrhundert in der Schweiz)

RZG.5.3

die Veränderungen eines Ortes im Verlaufe der Zeit dokumentieren und erklären (z.B. Schulhaus, Dorfplatz, Stadtbild, Strasse, Tal)

Auch werden überfachliche Kompetenzen angewendet, so etwa Dialog- und Kooperationsfähigkeit: Sich mit Menschen austauschen, zusammenarbeiten.