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Wer lebt bei uns ums Schulhaus? Artenvielfalt auf digitalen Karten festhalten

Die Schülerinnen und Schüler suchen z.B. auf dem Schulareal nach Pflanzen und Tieren. Die Fundorte werden anschliessend auf dem Kartenviewer eingetragen. Mit einfachen html-Bausteinen können die SuS, Bilder und Links in die Beschreibung des Standorts einfügen.

Dieser Artikel wurde revidiert und ergänzt von Dr. Esther Bäumler, Dozentin an der PH FHNW in der Professur für Didaktik des Sachunterrichts im Institut Primarstufe

Aufgabenstellung

Die Lernenden suchen z.B. auf dem Schulareal nach Pflanzen und Tieren, die dort vorkommen. Dies kann als Klassenarbeit – oder auch in mehreren Gruppen geschehen.

Die Fundorte werden auf der Karte eingetragen. Je nach Ausstattung direkt auf dem Kartenviewer – oder aber zuerst auf einem Luftbild, das anschliessend auf die Karte übertragen wird.

Die Fundorte werden mit einer Beschreibung versehen. In die Beschreibung kommen:

  • Name des Tieres / Pflanze
  • Kurzbeschrieb
  • Foto
  • Link auf Wikipedia

Das Beispiel ansehen: Um zusehen, wie das Ganze in die Beschreibung eingeführt werden muss, klickt ihr auf “Zeichnen & Messen auf der Karte”. Dann kann der Punkt weiter editiert werden.

Videotutorial zum Zeichnen mit dem Kartenviewer:

Für aktuelle Tutorials und eine Hilfe zum Zeichnen und Messen siehe auch: help.geo.admin.ch

Ziele / Kompetenzen

Die Schülerinnen und Schüler …

  • können mit Unterstützung durch die Lehrperson Pflanzen und Tiere in einem definierten Gebiet finden und bestimmen.
  • können Standorte auf dem Kartenviewer (mit Hilfe des Luftbilds) eintragen.
  • können einfache html-Bausteine verwenden, um z.B. Bilder direkt im Kartenviewer einzufügen.
  • können Fotos im Internet freigeben.
  • können die selbsterstellte Karte den Kollegen via Permalink freigeben und gemeinsam daran arbeiten.

Ergebnisse der Tagung zu Biodiversität

PH Solothurn, 13. Mai 2016 – Link zur Karte auf map.geo.admin.ch

Ergebnisse Tagung der Biodiversität an der PH Solothurn, Mai 2016

Ergebnisse Tagung der Biodiversität an der PH Solothurn, Mai 2016

Voraussetzungen

Die Lernenden sind mit den Grundfunktionen des Kartenviewers vertraut.

Die Lernenden können ein Foto schiessen und dieses auf den Computer übertragen.

Die Lernenden verfügen über einfache HTML-Kenntnisse, um ein Bild oder ein Link in die Beschreibung einzufügen. Eine gute Referenz inklusive Tutorials bietet http://www.w3schools.com/. Ein deutschsprachiges HTML Nachschlagewerk bietet: wiki.selfhtml.org/wiki/Referenz:HTML

Ideen und Weiterführendes

Das Projekt kann in unterschiedlichen Richtungen erweitert werden oder vertieft werden.

Wandel Jahreszeiten:

  • Im Laufe des Jahres sind unterschiedliche Pflanzen- und Tierarten sichtbar. So könnten über das Jahr verschiedene Erhebungen durchgeführt werden und die entsprechenden Karten dann verglichen werden.
  • Baumbeobachtungen über ein Jahr. Alle SuS wählen sich einen Baum auf dem Schulareal aus und machen über das Jahr Beobachtungen und Einträge in ein Forscherheft. Die ausgewählten Bäume und allenfalls monatliche Beobachtungen dazu werden in eine digitale Karte eingetragen.

Auswahl von Arten und Objekte

  • Die Auswahl der Arten kann auch eingeschränkt werden, also z.B. nur Vögel, Spinnen oder nur Baumarten. Damit ergibt sich eine Verfeinerung oder Vertiefung, je nach thematischem Schwerpunkt in NMG. Bei einer Beschränkung auf eine Artengruppe, kann das Sammeln, Beschreiben und Bestimmen der Arten vertieft werden.
  • neben Pflanzen- oder Tierarten können auch andere interessante Objekte wie z.B. Lieblingsorte der SuS, spezielle Gebäude in der Gemeinde, historische Orte usw. fotografisch erfasst, beschrieben und in digitalen Karten festgehalten werden.

Ausdehnung Fläche

  • Wird das Areal ausgeweitet z.B. auf das Gemeindegebiet, kann mit besonderen oder seltenen Arten oder auch mit Lebensräumen gearbeitet werden. Damit tragen die SuS zu einer eigentlichen Kartierung bei. Beispielsweise könnten alle Standorte von Wiesensalbei, Orchideen oder Blumenwiesen im Gemeindegebiet eingetragen werden. Auch im Zusammenhang mit Brutvögeln könnten in Zusammenarbeit mit dem lokalen Natur- und Vogelschutzverein interessante Erhebungen gemacht werden.
  • Wird das Projekt über mehrere Jahre durchgeführt, könnten unter Umständen auch Veränderungen festgestellt werden, beispielsweise an wenig überwachsene Flächen wie in Steinbrüchen oder an Ruderalstandorten.

Lehrplanbezug und Lehrmittel

Medien und Informatik (MI)

Die Schülerinnen und Schüler…

  • können unterschiedliche Darstellungsformen für Daten verwenden (z.B. Symbole, Tabellen, Grafiken). MI 2.1
  • können lokale Geräte, lokales Netzwerk und das Internet als Speicherorte für private und öffentliche Daten unterscheiden. MI 2.3
  • können Medien zum Erstellen und Präsentieren ihrer Arbeiten einsetzen. MI 1.3

Natur, Mensch, Gesellschaften (NMG)

Die Schülerinnen und Schüler…

  • können die Artenvielfalt von Pflanzen und Tieren erkennen und sie kategorisieren. NMG 2.4
  • Die Schülerinnen und Schüler können räumliche Merkmale, Strukturen und Situationen der natürlichen und gebauten Umwelt wahrnehmen, beschreiben und einordnen. NMG 8.1
  • Die Schülerinnen und Schüler können Elemente und Merkmale von Räumen in Darstellungsmitteln auffinden sowie raumbezogene Orientierungsraster aufbauen und anwenden. NMG 8.4

Lehrmittel aus der NMM Reihe des Schulverlags

  • Karussell, 1./2. Schuljahr: Kapitel Wald, Wiese, Dorf und Stadt und Jahresheft
  • Riesenrad, 3./4. Schuljahr: Kapitel Teich und Weiher, Wald, Dorf und Stadt, Jahresheft
  • Feldbuch naturspur (zu Karussell und Riesenrad) : Einfache Ordnungssysteme zu Pflanzen und Tieren und Bestimmungshilfen, Lebensräume mit einige charakteristischen Arten
  • Panorama, ab 2. Schuljahr: Kapitel In unserer Umgebung.

Weitere Lehrmittel und Websites

  • Globe Schweiz  Verschiedene Angebote zur Natur- und Umweltbeobachtung mit Meldemöglichkeiten und nationaler oder internationaler Vernetzung
  • Umweltdetektive Baumbeobachtungen über ein Jahr als Aufträge für SuS und weitere Materialien
  • Biofotoquiz Fotos und Quiz zum Kennenlernen von Arten

Würdigung von Dr. Esther Bäumler

Das Schulhausareal als einfach erreichbarer ausserschulischer Lernort wird hier genutzt, um die Wahrnehmung von Biodiversität (NMG Unterricht) mit Medienbildung zu verbinden.

Die SuS führen unterschiedliche Arbeitsschritte aus: sie suchen die Pflanzen- und Tierarten im Schulareal, dokumentieren diese fotografisch, bestimmen sie und verarbeiten sie dann weiter zu einer digitalen Karte. So können sie die Verbindung zwischen einer originalen Begegnung (Pflanzen und Tiere oder Tierspuren im Schulareal) zu einer digitalen Karte erfahren und nachvollziehen.

Die Anforderung sowohl zur Bestimmung von Arten, als auch zum korrekten Eintragen auf einer Karte und der digitalen Verarbeitung sind recht hoch. Hilfestellung zur digitalen Verarbeitung gibt das Videotutorial, welches die einzelnen Arbeitsschritte genau erläutert und auch Schwierigkeiten anspricht.

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Hoch hinaus, steil bergauf : Weiterführende Aufgaben zum mathbuch3+

In der Lernumgebung 6 vom mathbuch 3, bzw. die Lernumgebung 7 des mathbuch 3+ (Niesenbahn) werden verschiedene Aufgaben zur Steigung, Massstabsrechnung, Profilzeichnung und weiteren mit der Geografie verwandten Themen bearbeitet. Die Unterrichtseinheit bezieht sich jedoch auf die Niesenregion. Mit dem Kartenviewer können die Übungen der Lernumgebung auf ein oder mehrere Gebirge transferiert werden, zu welchem die Schülerinnen und Schüler einen persönlichen Bezug haben.

Zielsetzungen/ Kompetenzen

Die Schülerinnen und Schüler …

  • üben den Umgang mit dem Kartenviewer und lernen dabei das Umsetzen von mathematischen Aufgabenstellungen in einer digitalen Karte.
  • erproben und lernen die sinnvolle Anwendung des Kartenviewers und können ihre Ergebnisse im Bezug zur mathematischen Fragestellung kritisch betrachten und überprüfen.
  • können Begriffe wie “Projektion“, “Höhendifferenz“, “Luftlinie“ und “Profil“ mit Hilfe des Kartenviewers erklären und graphisch darstellen.
  • können Koordinaten und entsprechende Höhenangaben aus der Karte herauslesen (vergleiche Aufgabe 3 im mathbuch3+)

Voraussetzungen

Falls die SuS das erste Mal mit dem Kartenviewer arbeiten, sollte die Lehrperson die wichtigsten Funktionen präsentieren oder die SuS an einem einfachen Beispiel erkunden lassen (z.B. Unterrichtsidee Mein Schulweg).

Mögliche Aufgaben-/Fragestellungen

Die Schülerinnen und Schüler …

  • suchen drei (ihnen bekannte) Berge, die höher als 2000 m ü. M. sind, bei welchen eine Bahn zum Gipfel fährt.
  • recherchieren, um welche Arten von Bahnen es sich handelt. (Tipp: mit Hilfe der Daten zu den ÖV-Haltestellen)
    bildsm1
  • berechnen die Höhendifferenz zwischen Tal- und Bergstation.
  • berechnen die durchschnittliche Steigung.
  • erstellen das Profil ihrer Bahn erstellen und lesen daraus Informationen (z.B. steilste Teilstrecke).bildsm2
  • suchen mögliche Wanderrouten auf den Berggipfel und vergleichen dieses mit der Bahnstrecke  (Länge, durchschnittliche Steigung, benötigte Zeit usw.)
  • wählen zwei Punkte auf dem Profil aus und bestimmen, ob  dazwischen eine Sichtverbindung besteht (vergleiche Aufgabe 5 der LU 6 mathbuch 3+)

Materialien für den Unterricht

Weiterführende Ideen

  • Die SuS können eigene Aufgabenstellungen erfinden und mit Hilfe des Kartenviewers lösen.
  • Der Kartenviewer könnte auch zur Bearbeitung einer sogenannten Fermi-Frage einbezogen werden.
  • In der Mathematik ergeben sich weitere Möglichkeiten zum Einsatz des Kartenviewers, z.B. zur Veranschaulichung von verschiedenen Flächeneinheiten.



Was weiss der Kartenviewer über meinen Schulweg?

Die Schülerinnen und Schüler (SuS) lernen die Grundfunktionen des Kartenviewers kennen, in dem sie ihren Wohnort und den Schulweg erkunden.

 

SchulwegSissach

Das Beispiel wurde mit einer 7. Klasse der Sekundarschule Sissach getestet, die aus einem Einzugsgebiet von bis zu 15 km rund um Sissach anreist. Die Unterrichtsidee eignet sich gut als Einstieg für die Arbeit mit dem Kartenviewer.  Die Lernenden erkunden ihre Umgebung mit einer offenen Aufgabenstellung und lernen so die Grundfunktionen des Kartenviewers kennen.

Ziele / Kompetenzen

Die Schülerinnen und Schüler

  • können ihren Schulweg mit dem Kartenviewer einzeichnen.
  • können die Messfunktion nutzen, um das Höhenprofil zu generieren.
  • können mit der Zeitreise-Funktion Veränderungen zwischen Wohn- und Schulort beschreiben.
  • können durch die Nutzung von weiteren Datensätzen (z.B. Kulturgüterschutz, Handy-Antennenstandorte, Reisezeit zu Zentren, Bodeneignung für Kulturpflanzen usw.) auf Besonderheiten ihres Wohnortes – bzw. Schulweges hinweisen.

Aufgabenstellung:

  1. Vorwissen aktivieren: Was wissen die Lernenden bereits über ihren Schulweg. In 2-3er Gruppen diskutieren sie zusammen mit anderen aus dem selben Wohnort, was sie über diesen und über den Schulweg bereits wissen.
  2. Austausch im Plenum.
  3.  Die SuS erkunden ohne klare Vorgaben ihren Wohnort und den Weg zur Schule. Im Plenum werden dann die Entdeckungen der Lernenden zusammengetragen. Die SuS erhalten danach den Auftrag, in Partnerarbeit ein Plakat zu erstellen.
  4. Die Lernenden messen ihren Schulweg, erstellen ein Höhenprofil und finden heraus, wie hoch ihr Haus oder ihre Wohnung gelegen ist. Der eingezeichnete Schulweg und das Höhenprofil werden als PDF gespeichert / oder gleich ausgedruckt.
  5. Alleine oder in Partnerarbeit erkunden die SuS weitere Datensätze zu ihrem Schulweg. Die Lehrperson hilft individuell mit Anregungen, falls die SuS überfordert sind.
  6. Die SuS fassen ihre Erkenntnisse auf einem Plakat zusammen. Eventuell drucken sie weitere Karten aus, um die Erkenntnisse zu illustrieren.
  7. Die SuS stellen ihr Plakat im Plenum vor.

Weiterführende Ideen

Anstatt eines offenen Einstiegs illustriert die LP ihren eigenen Schulweg am Beamer, nutzt dabei das Zeichnen&Messen-Werkzeug und zeigt drei mögliche Datensätze, mit denen sich zusätzliche Infos gewinnen lassen. Dadurch verhindert sie, dass die SuS mit dem Kartenviewer gänzlich verloren sind.

Statt auf einem Plakat könnten die SuS ihre Erkenntnisse gleich live am Kartenviewer präsentieren.

Dieses Miniprojekt ist jederzeit ausbaufähig. Doch zuerst möchte ich mal so vorgehen und zu einem späteren Zeitpunkt könnte ich mir  eine grössere Gruppenarbeit mit dem Thema ” mein Wohnort” vorstellen.

Lehrplanbezug

Die Schülerinnen und Schüler…

…können die Lage von ausgewählten Orten mithilfe von Raummerkmalen geografisch charakterisieren (z.B. am Meer, im Alpenvorland, in aridem Gebiet). (zum Lehrplan)

… können verschiedene Karten und Orientierungsmittel zur Beantwortung von Fragestellungen nutzen und auswerten. (zum Lehrplan)

 

map.geo.admin.ch (4) (1)




Die Gemeinden meines Kantons

Die Schülerinnen und Schüler erkunden mit Hilfe des Kartenviewers die Gemeinden ihres Wohnkantons (in diesem Beispiel den Kanton Freiburg).

Dieser Artikel wurde revidiert und ergänzt von Daniel Siegenthaler, Dozent für Geographie an der PH FHNW am Institut für Sekundarstufe I und II.

Die SuS erarbeiten während 3 Doppellektionen verschiedene Arbeitsblätter, so dass sie im Anschluss eigenständig mit dem Kartenviewer arbeiten können. Um zu überprüfen, ob sie mit dem Kartenviewer arbeiten können, beschäftigen sie sich mit einer spezifischen Gemeinde ihrer Wahl aus dem Kanton Freiburg. Sie arbeiten einerseits mit digitalen Karten (swisstopo), können aber auch den Atlas gebrauchen um analoge Kartenwerke zu benutzen und diese miteinander zu vergleichen. Sie analysieren eine Gemeinde: Lage im Gradnetz, Lage in der Schweiz, Vegetation, Kulturgüter, Zeitreise usw. Sie benutzen die Hintergrundinformationen der verschiedenen Bundesämter, um Fragen zu ihrer Gemeinde zu beantworten.

Aufgabenstellungen

  • Die Schülerinnen und Schüler lernen Anhand von vier Niveaus den Kartenviewer kennen. Sie erkunden dazu ihren Schul- bzw. Wohnort.
  • Die SuS stellen eine Gemeinde ihres Wohnkantons exemplarisch vor. Idealerweise haben sie zu dieser Gemeinde einen persönlichen Bezug (Wohnort, Verwandte und Bekannte, Zugang zu Freizeitaktivitäten). Die SuS transferieren so ihre erworbenen Kompetenzen auf ein konkretes Beispiel mit mehr Gestaltungsfreiraum.
  • Die SuS präsentieren ihre Erkenntnisse anhand von Postern der Klasse vor.
  • Das Musterbeispiel “Estavayer-le-Lac” dient als Orientierungshilfe. Das Beispiel kann gleich zu Beginn gezeigt werden, um das Ziel der Aufgabe zu illustrieren. Wenn die SuS gut mit solchen Aufgaben zurechtkommen, sollte das Beispiel nur bei Bedarf genutzt werden, um die Kreativität nicht einzuschränken.

Zielsetzung/Kompetenzen

Die Schülerinnen und Schüler …

  • können Karten und Orientierungsmittel auswerten.
  • können sich im Realraum orientieren.
  • kennen die zentralen Funktionen des Kartenviewers und können diesen produktiv nutzen.
  • kennen relevante Datensätze für das Erkunden ihres Wohnkantons und können die Informationen interpretieren.

Weitere Etappenziele werden in den Arbeitsaufträgen formuliert.

Hinweise zur Beurteilung

  • Die Selbstbeurteilung wird mit den Lernzielen gefördert.
  • Die Produkte zu den Gemeinden (Poster, Präsentationen) können formativ und summativ beurteilt werden.
  • Verschiedene Produkte im Rahmen der einzelnen Aufgaben ermöglichen eine Diagnose und gezielte Rückmeldungen.

Materialien für die Unterrichtsvorbereitung der Lehrperson

  • Die Lehrperson sollte sich zuerst selbst gut mit dem Kartenviewer beschäftigen. Funktionen mit Kartenviewer kennen lernen, Speicheroptionen, Druckoptionen und Möglichkeiten von Einzeichnen, Messen, Berechnen.
  • Damit die SuS das genaue Ziel vor Augen haben, stellt die Lehrperson selbst, eine ihr bekannte (persönlicher Bezug) Gemeinde vor. Anhand eines Posters oder einer Präsentation wissen die SuS was auf sie zukommt.

Weiterführende Ideen

  • Die SUS können im Bildnerischen Gestalten eine Reliefkarte ihres Gebietes erstellen.
  • Die SuS können die Gemeinde besuchen und Fotos mitbringen (GPS, Kartenarbeit)

Beispiele aus dem Unterricht

bspsm1

Arbeiten von Schülerinnen und Schüler der 9B2 aus Wünnewil.

Es hat super funktioniert und war sehr spannend. (Franziska Gassmann)

Lehrplanbezug

Die Verknüpfung mit dem Lehrplan21 (NMG RZG.4.1-3) kann unter diesem Link als PDF heruntergeladen werden.

Würdigung durch Daniel Siegenthaler

Der Zugang zur Wohngemeinde über den Kartenviewer ist ein geeigneter Weg, sowohl die Wohngemeinde besser kennen zu lernen wie auch sinnvoll in den Kartenviewer einzuführen und ihn anzuwenden.

Die Aufgabenstellungen sind vielfältig und auf verschiedenen Anspruchsniveaus angesiedelt.

Die Produktorientierung der Aufgaben ist zu begrüssen und erhöht die Lernwirksamkeit.

Die konsequente Lernzielorientierung erhöht die Verbindlichkeit der Aufgaben und damit auch die Lernwirksamkeit.

Die Aufgaben werden sinnvoll mit dem Lehrplan verknüpft. Die Unterrichtseinheit fördert den Kompetenzbereich “Räumliche Orientierung”.

Die Voraussetzungen der Lehrperson werden sinnvollerweise beschrieben (“Materialien für die Lehrperson”).

->Der nicht überarbeitete Beitrag als PDF

Die Gemeinden Meines Kantons
Die Gemeinden Meines Kantons
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Stadt- und Landentwicklung – historischer Vergleich

Blogbild (Stadt-Land): Copyright: Shutterstock.com (siehe Impressum)

Die Schülerinnen und Schüler vergleichen historisches Kartenmaterial mit aktuellen Karten und entdecken die unterschiedlichen Entwicklungen ihres Wohnorts und der nahegelegenen Stadt.

Dieser Artikel wurde von Dr. Esther Bäumler revidiert und ergänzt. Sie ist Dozentin an der PH FHNW, Institut Primarstufe an der Professur für Didaktik des Sachunterrichts.

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Die SuS suchen Erklärungen auf der Basis eines aktuellen Unterrichtsthemas, z.B. der Industrialisierung. Zudem untersuchen sie die schrittweise Entstehung der Stadt oder des Dorfes anhand historischer Fotos oder Texte und können diese mithilfe des Kartenviewers geografisch einordnen. Sie machen sich Gedanken über den weiteren Verlauf dieser Entwicklung und wie sich diese auf das Verhältnis zwischen Stadt und Land auswirken könnte.

Aufgabenstellung

  • Die Lernenden machen sich zuerst mit dem Schieberegler vertraut. Sie suchen ihr Schulhaus und beginnen von da aus, die beiden Karten zu erkunden und achten auf Unterschiede.
  • Mithilfe der Funktion “Vergleichen” des Kartenviewers können die Lernenden diese Entwicklung gut nachvollziehen.
  • Auf der linken Seite der Karte befindet sich die Dufour-Karte, auf der rechten Seite die heutige Karte in schwarzweiss.
    • Beispiel 1: Magadino Ebene: von der Sumpflandschaft zum Industriegebiet. Vergleich der Dufourkarte von 1858 und der 1:100’000 Landeskarte: Einfluss der Flusskorrektur. http://s.geo.admin.ch/ff622f531
    • Beispiel 2: Die St. Petersinsel – eine Halbinsel? In der 1. Juragewässerkorrektur (1868-1891) erfolgte die Absenkung des Seespiegels, die Insel wurde zur Halbinsel. Der Bau des Hagneckkanals wird gut sichtbar. http://s.geo.admin.ch/609382c04
  • Die Lernenden haben nun den Auftrag, Unterschiede der alten und neuen Karten zu erklären (z.B. Stadtgrenzen von damals und heute).
  • Der Kartenviewer beinhaltet auch ein Zeitreise-Kartenwerk. Hier kann historisches Kartenmaterial im Zeitraffer betrachtet werden. So können Veränderungen der Landschaft besonders schön nachverfolgt werden. Dieser kann mithilfe der Ebene “Zeitreise-Kartenwerke” hinzugefügt werden.

Historischer Vergleich mit aktiviertem Zeitreise-Tool.

Historischer Vergleich mit aktiviertem Zeitreise-Tool (Quelle: swisstopo)

Zielsetzung / Kompetenzen

Die Schülerinnen und Schüler …

  • können historische Veränderungsprozesse in Wohngebieten und Landschaften erläutern.
  • können erklären, weshalb Veränderungsprozesse in Stadt- und Landregionen unterschiedlich verlaufen.
  • kennen die Entstehungsgeschichte des eigenen Dorfes und können diese darlegen und illustrieren.
  • können unterschiedliche Karten miteinander vergleichen.

Hinweise zur Beurteilung

Für die Beurteilung kommen verschiedene Aspekte in Frage, insbesondere:

  • Beschreiben und vergleichen unterschiedlicher Kartenausschnitte.
  • Ableiten von wesentlichen Unterschieden und auf Zusammenhänge schliessen.

Materialien für den Unterricht

Lehrmittel aus der NMM Reihe des Schulverlags

  • Riesenrad, 3./4. Schuljahr: Kapitel Dorf und Stadt, S. 86 Freiflächen in der Stadt Baden
  • Panorama, ab 2. Schuljahr: Kapitel In unserer Umgebung und Heute -früher
  • Spuren-Horizonte, ab 5.Schuljahr: verschiedene Kapitel, viele Bezüge möglich

Weitere Lehrmittel, Fachbücher und Websites:

  • Tanner Karl Martin, 2001: Augen-Blicke: Bilder zum Landschaftswandel im Baselbiet. Verlag des Kantons Basel-Landschaft, 2001 (Fotosammlung, auch geeignet zur Arbeit mit SuS)
  • Ewald, Klaus, 2010: Die ausgewechselte Landschaft : vom Umgang der Schweiz mit ihrer wichtigsten natürlichen Ressource. Haupt, 2010 (Fachbuch zum Landschaftswandel)
  • Heimatkunden von Gemeinden und Städten
  • Zeitraum Aargau 
    historische Filmbeispiele zu unterschiedlichen Aspekten des Raumes
  • Natur und Landschaft in der Region Basel: Unterschiedliche Kartenwerke und Texte sowie Bildergalerien zu zahlreichen Themenfeldern.

Weiterführende Ideen

Die Aufgabestellungen können in unterschiedliche Richtungen erweitert oder vertieft werden.

  • Entscheid für eine ausgewählte Kategorie von Landschaftsentwicklung, Beschrieb des Wandels und Frage nach den Zusammenhängen und Faktoren hinter dem Wandel
    (Kategorieneinteilung z.B. nach Arealstatistik der Schweiz)
    – Bestockte Flächen, z.B. Entwicklung der Waldareale
    – Landwirtschaftliche Nutzflächen, z.B. Entwicklung Obstbau, Rebberge
    – Siedlungsflächen, z.B. Siedlungsentwicklung, Verkehrsflächen, Industrieareale
    – Unproduktive Flächen, z.B. Gletscher, Gewässer
    Die zu untersuchende Kategorie soll sich auch nach lokal oder regional interessanten Veränderungen richten. Spannend sind in der Regel: Fluss- und Bachläufe, Hecken und Feldgehölze, Gletscher, Strassen und Autobahnen, Siedlungs- und Industrieflächen, touristische Entwicklungen.
  • Interessant ist der Vergleich des Wandels unterschiedlicher Orte wie z.B. Grossstadt, Agglomeration, Dörfer in Jura, Mittelland und den Alpen (siehe dazu Kapitel Landschaften und Lebensräume, Wo wir leben, in Spuren-Horizonte)
  • In Verbindung mit den Vergleichen auf dem Kartentool ist die eigene Umgebung in der Gemeinde oder in der weiteren Region sowohl auf der Karte als auch vor Ort zu erkunden. An geeigneten Orten mit guter Übersicht kann der aktuelle Zustand mit Karten aus der Zeitreise verglichen werden.
  • Als zusätzlicher Rechercheauftrag eignet sich die Suche und der Vergleich von Fotos ausgewählter Objekte oder Landschaften (siehe z.B. Buch Augenblicke) sowie das Führen von Interviews mit älteren Leuten. Wie haben sich die Landschaftsveränderungen auf das Leben der Menschen ausgewirkt oder umgekehrt, welche Entwicklungen wirkten sich wie auf die Landschaft aus?

Lehrplanbezug

Der Lehrplanbezug liegt hauptsächlich im NMG Kompetenzbereich 8

Die Schülerinnen und Schüler …

  • können räumliche Merkmale, Strukturen und Situationen der natürlichen und gebauten Umwelt wahrnehmen, beschreiben und einordnen. (NMG 8.1)
  • können die unterschiedliche Nutzung von Räumen durch Menschen erschliessen, vergleichen und einschätzen und über Beziehungen von Menschen zu Räumen nachdenken. (NMG 8.2)
  • können Veränderungen in Räumen erkennen, über Folgen von Veränderungen und die künftige Gestaltung und Entwicklung nachdenken. (NMG 8.3)

Weitere Lehrplanbezüge

Die Schülerinnen und Schüler …

  •  können Spuren der Entwicklung der Landschaft und von Lebewesen in der Wohnregion erkunden sowie diese räumlich und zeitlich einordnen (z.B. Prozess, Veränderung, Abfolge). (NMG 2.5 f)
  • können zu Einflüssen des Menschen auf die Natur mögliche Folgen abschätzen, Erkenntnisse dazu ordnen und über eigene Verhaltens- und Handlungsweisen nachdenken. (NMG 2.6. h)
  • können Vergleiche zur Mobilität und zum Verkehr früher und heute anstellen, Veränderungen beschreiben sowie Beispiele von Nutzen und Folgen für die Lebensqualität der Menschen und für die Natur einschätzen. (NMG 7.3 g)
  • können historische Bilder aus der Umgebung mit der heutigen Situation vergleichen. Was ist gleich? Was ist anders? (z.B. Häuser, Strassen in der eigenen Umgebung). (NMG 9.2 d)
  • können sich aus Sachtexten, Karten, Quellen ein differenziertes Bild einer historischen Epoche erarbeiten(Sachtext, Karte, Quelle). (NMG 9.3. e)

Würdigung von Dr. Esther Bäumler

Das Tool mit der Zeitreise und dem Schieberegler zum Vergleich ist ein tolles Werkzeug, um Landschaftsentwicklungen sichtbar zu machen.

Das Tool lässt sich leicht bedienen und aus der Zeitreise können nach Bedarf auch Karten für vertieftes Arbeiten ausgedruckt werden.

Die Vorschläge zu den beiden Beispielen sind einleuchtend, insbesondere die Veränderung der Magadinoebene sind sehr augenfällig.

Stadt- und Landentwicklung - historischer Vergleich
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Flur- und Ortsnamen als Zeugen der Vergangenheit

Der Mensch nutzt, gestaltet und verändert die Landschaft – und er gibt ihr Namen. Ob Cholholz, Schattenloch oder Rebacker. Aus Flurnamen lassen sich oft biologische oder historische Bezüge herstellen. Der Kartenviewer bietet tolles Anschauungsmaterial, um Flurnamen zu erkunden. Dank der Zeitreise können gar gewisse Veränderungen der Flurnamen festgestellt werden.

Dieser Artikel wurde revidiert und ergänzt von Dr. Peter Keller, Dozent der Professur Didaktik des Sachunterrichts, Institut für Primarschule an der PH FHNW.

Ein Flurname ist die namentliche Bezeichnung eines kleinräumigen Landschaftsteils, in dem sich keine Häuser befinden. Im Gegensatz dazu bezeichnet ein Ortsname immer einen Landschaftsteil mit Häusern. (Wikipedia.de)

Ob auf der Galgenrüti früher mal eine grosse Eiche stand?

Aufgabenstellung

  1. Zur Aktivierung des Vorwissens werden Orts- und Landschafts- oder Strassennamen gesammelt. Gemeinsam wird diskutiert, weshalb diese wohl so heissen. Alternativ können die SuS einer Landschaft, einer Siedlung einen eigenen Namen geben und diesen begründen.
  2. Die SuS erkunden die Flurnamen rund um ihren Wohn- oder Schulort auf einer ausgedruckten Karte. Namen, deren Bedeutung sie kennen, unterstreichen sie mit blau – Namen, welche sie nicht einordnen können werden rot unterstrichen.
  3. Mit der Zeitreise des Kartenviewers prüfen, ob sich die Flurnamen über die Zeit verändert haben – oder ob sich daraus evtl. erkennen, weshalb ein Ort diesen Namen trägt? Falls in der näheren Umgebung keine ergiebigen Flurnamen zu finden sind, können die SuS auch in einem grösseren Umkreis nach interessanten Flurnamen suchen. Alternativ können die unterschiedlichen Karten ebenfalls ausgedruckt werden. Evtl. auch die Luftbilder verwenden.
  4. Jede Gruppe sendet 3-5 Ausschnitte von interessanten Flurnamen als Permalink, die sie erklären können und senden diese an die Lehrperson. Alternativ kann ein Screenshot erstellt werden und die Lernenden beschreiben die Flurnamen in einem Textverarbeitungsprogramm.

Durch die Zeitreise bestätigt: Tatsächlich wurden in Humlikon am Rebberg einst Reben angepflanzt.

Zielsetzung / Kompetenzen

Die Schülerinnen und Schüler …

  • können die erkundeten Flurnamen mit verwandten Begriffen verbinden und Bezüge herstellen.
  • können sich aufgrund der Flurnamen bewusster in ihrer vertrauten Umgebung orientieren.
  • schärfen ihr historisches Bewusstsein in Bezug auf Wandel.
  • können die Suchfunktion wie auch die Zeitreise des Kartenviewers produktiv bedienen.

Hinweise zur Unterrichtsvorbereitung

Häufig können Flurnamen gar nicht gänzlich belegt werden – z.B. „Güggelrain“: die Bedeutung ist klar, jedoch nicht der Grund, weshalb der Ort so heisst. Daher müssten SuS angeregt werden Vermutungen zu äussern.

Die Aufgabe sollte unbedingt mit einem Folgeauftrag zur Ortsbegehung verbunden werden. Sind Elemente der Flurnamenbedeutung vor Ort feststellbar und dokumentierbar?

Hinweise zur Beurteilung

Das Festhalten der Erkundungsaufträge mittels Screenshot und Texterläuterungen führt zu messbaren Lernspuren der SuS, die bewertet werden können. Wichtig wäre hierzu, dass die SuS auch dokumentieren, woher sie Ihre Informationen haben und wo sie (eventuell auch vergeblich) gesucht haben.

Lehrplanbezug

Die Schülerinnen und Schüler…

  • können Thesen aus Karten und Orientierungsmittel formulieren.
  • können verschiedene Karten und Orientierungsmittel zur Beantwortung von Fragestellungen nutzen und auswerten. (RZG.4.2.b)
  • können die Bedeutung von unbekannten Wörtern aus dem Kontext erschliessen, erfragen oder mit geeigneten Hilfsmitteln (z.B. Wörterbuch, Sachbuch, Internet) nachschlagen und damit ihren rezeptiven Wortschatz erweitern. (D.1.B.1.f)

 

Würdigung von Dr. Peter Keller

Flurnamen verraten etwas über Vergangenheit und Beschaffenheit eines Ortes

Mit der Thematisierung des Wandels von Flurnamen sowie der Landschaft werden zwei wichtige Fachkonzepte der Geschichtswissenschaft einerseits und der Geografie andererseits. Es ist dies die historische Kategorie des Wandels (Historizität) ganz generell, sowie derjenige von Landschaftsveränderungen im Speziellen. Lernende gewinnen die Einsicht, dass die Welt, die uns umgibt, in vielem das Resultat von menschlichem Tun in der Vergangenheit darstellt.

Alte Karten als landschaftsgeschichtliche historische Quellen werden bearbeitet.

FlurnamenZeugenVergangenheit
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Meine Freizeit in meiner Umgebung

Wozu in die Ferne schweifen? Es ist reizvoll, die Freizeit in der eigenen Umgebung zu verbringen. Schülerinnen und Schüler erforschen Freizeitorte in ihrer Wohnumgebung, halten diese als Text, mit Bildern und auf der Karte fest.

Dieser Artikel wurde revidiert und ergänzt von Dr. Peter Keller, Dozent am Institut für Primarschule, Professur Didaktik des Sachunterrichts an der PH FHNW.

Aufgabenstellungen

  • Gemeinsam wird in einem ersten Schritt diskutiert und z.B. an der Wandtafel festgehalten, was Freizeitorte sind und sein können.
  • Die SuS erkunden ihren Wohnort und tragen auf dem Ortsplan diejenigen Orte ein, wo sie ihre Freizeit verbringen. Zudem fotografieren sie diese, notieren die Aktivitäten und deren persönliche Bedeutung.
  • Die SuS zeichnen ihre Freizeitorte im Kartenviewer ein und speichern diese als PDF ab.
  • Das pdf-Dokument wird in ein Worddokument umgewandelt. Die SuS fügen Texte mittels Textfeldern und Bilder ein und gestalten das Dokument weiter aus zu einem Plakat.
  • Das Plakat wird als pdf-Dokument abgespeichert und im A3-Format ausgedruckt.
  • SuS reflektieren über die Freizeitmöglichkeiten in ihrer Umgebung: Sie vergeben ein Prädikat aus sehr gut – gut – genügend – ungenügend mit einer Begründung und schreiben Wünsche und Verbesserungsvorschläge auf.

Zielsetzungen/Kompetenzen

Die Schülerinnen und Schüler …

  • können sich in bekannter Umgebung auf der Karte orientieren.
  • erkunden ausserschulische Lernorte.
  • gestalten ihre Freizeitorte mit Text, Bild und als Karte zu einem Plakat.
  • stellen das Plakat in der Klasse vor.

Benötigtes Material für den Unterricht

  • Kopien des Ortsplans

Materialien zur Vorbereitung für die Lehrperson

  • Realienlehrmittel “Leben im Aargau” S. 110,111 Arbeitsblatt 4.8

Weiterführende Ideen

  • Erweiterung für schnelle LernerInnen: Standorte automatisch einzeichnen (mit KML) gemäss der Anleitung von Matthias Giger
  • Plakat vor der Klasse, vor den Eltern, vor Behörden präsentieren
  • Überlegungen anstellen, wie Wünsche und Verbesserungsvlrschläge realisiert werden können. Evtl. Einreichen von Wünschen und Verbesserungsvorschlägen bei den Behörden

Lehrplanbezug

  • Mensch und Raum: Sich orientieren lernen (Schulweg, Schulhaus)
  • Die unmittelbare Umgebung erkunden und sich darin orientieren
  • Sich im Raum bewegen (Quartierplan, Dorfplan)

Würdigung von Dr. Peter Keller

Schöne Verbindung von Karte, Dokumentation vor Ort und persönlicher Auseinandersetzung.

Mehrperspektivischer Zugang zur Erschliessung von Aspekten der Lebenswelt (räumliche, politische, soziologische Perspektive).

MeineFreizeitinmeinerUmgebung
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Wo waren die Stadtmauern früher sichtbar?

Die Klasse mit einer historisch-geographischen Frage konfrontiert, die sie mit dem Kartenviewer und realem Erkunden zu lösen versuchen. In diesem Fallbeispiel geht es um die Frage: “Wo waren die alten Mauern der Stadt Chur früher sichtbar?”

Dieser Artikel wurde revidiert und ergänzt von Dr. Peter Keller, Dozent der Professur Didaktik des Sachunterrichts, Institut für Primarschule an der PH FHNW.

Mit dem Kupferstich von Matthäus Merian und dem Datensatz “Zeitreise-Kartenwerke” versuchen die SuS die alten Stadtmauern zu entdecken und auf der aktuellen Karte wiederzufinden.

Chur 1642 Merian Helvetiae.jpg

Matthäus Merian the Elder [Public domain], via Wikimedia Commons

Aufgabenstellung

Die SuS müssen zuerst eine Vorstellung von (mittelalterlichen) Stadtmauern und deren Veränderungen bis heute haben. Eine vorbereitende Diskussion im Unterricht ist deshalb wichtig. Um das Ganze besser nachvollziehbar bietet sich idealerweise ein Ausflug zur Stadtmauer, aktuelle Bilder davon oder oder Merians Kupferstich dienen.

Danach sollen die SuS mit der Zeitreise des Kartenviewers nach der Lage der Stadtmauer suchen. Dazu eignet sich unter anderem die “Vergleichsfunktion” um “Zeitreise-Kartenwerke” mit der heutigen Landeskarte zu vergleichen:

Im Rahmen einer Exkursion sollen die SuS die vorgängig auf der Karte bestimmten Punkte suchen und diese (falls dort Spuren der Stadtmauer zu finden sind) fotografieren.

Die Fotos können anschliessen im Kartenviewer eingebunden werden. Dazu müssen die Fotos auf einer Bildplattform wie instagram oder google photos im Web verfügbar sein. Die Bilder werden dann im Beschreibungsfeld des Symbols verlinkt.

Die Anleitung dazu gibt’s bei: http://help.geo.admin.ch/?id=91&lang=de

Zielsetzung / Kompetenzen

Die Schülerinnen und Schüler …

  • können die Ausdehnung ihrer Stadt nachvollziehen. Sie erkennen, dass diese sich ausdehnt aber gleichzeitig alte Bauwerke verschwinden.
  • können die Funktion “Vergleichen” nutzen um zwei Datensätze zu vergleichen.
  • können mit Unterstützung die auf der Karte bestimmten Standorte in der Stadt finden und mit dem Fotoapparat protokollieren.
  • können die Standorte der Fotos mit dem “Zeichnen”-Werkzeug im Kartenviewer einzeichnen und mit Unterstützung die Bilder verlinken.

Bezug zu Lehrplan und Lehrmitteln

Lehrplan:

  • NMG 8.1: Die Schülerinnen und Schüler können räumliche Merkmale, Strukturen und Situationen der natürlichen und gebauten Umwelt wahrnehmen, beschreiben und einordnen.
  • NMG 8.2: Die Schülerinnen und Schüler können die unterschiedliche Nutzung von Räumen durch Menschen erschliessen, vergleichen und einschätzen und über Beziehungen von Menschen zu Räumen nachdenken.
  • NMG 8.5: Die Schülerinnen und Schüler können sich in ihrer näheren und weiteren Umgebung orientieren, sicher bewegen und dabei Orientierungsmittel nutzen und anwenden.
  • RZG 2.3: Die Schülerinnen und Schüler können die Dynamik in städtischen und ländlichen Räumen analysieren.
  • RZG 5.3: Die Schülerinnen und Schüler können das Alltagsleben von Menschen in der Schweiz in verschiedenen Jahrhunderten vergleichen.

Lehrmittel:

  • Spuren Horizonte. Mensch – Raum – Zeit – Gesellschaft: ab 5. Schuljahr. Urs Bräm u.a. Lehrmittelverlag des Kantons Zürich. 2014

Würdigung von Dr. Peter Keller

Stadtarchitektur bewusst wahrzunehmen ist eine Thematik, die immer stärker ins Bewusstsein rückt. Die Aufgabe leistet einen schönen Beitrag, Gebäude einer Stadt auf ihr unterschiedliches Alter hin zu untersuchen sowie Einzelbetrachtungen in einem grösseren Rahmen einer Karte zu verbinden.

Es werden die historische, architektonische sowie räumliche Perspektiven des Sachunterrichts angesprochen und sinnvoll aufeinander bezogen.

Hinweise zur Beurteilung

Für die Beurteilung wäre es hilfreich, wenn die Fotos bzw. die Stadtmauerabschnitte ausgewertet und beschrieben würden.




Vorbereitung Exkursion Festung Reuenthal

Die Schülerinnen und Schüler nutzen den Kartenviewer zur Vorbereitung einer Exkursion der Festung Reuenthal, einem Artilleriewerk, welches ab 1939 bis 1988 den Rheinübergang von deutscher Seite verhindern sollte.

Dieser Artikel wurde revidiert und ergänzt von Daniel Siegenthaler, Dozent für Geographie an der PH FHNW am Institut für Sekundarstufe I und II.

Nach einer Einführung durch die Lehrperson über strategische Gedanken zur Situation im 2. Weltkrieg und über die Bedeutung von Festungen und Hindernissen in dieser Zeit, erkunden die SuS mit Hilfe des Kartenviewers die Gegend rund um die Festung Reuenthal.

Mögliche Aufgabenstellungen

Die Schülerinnen und Schüler erhalten die Koordinaten der ehemaligen Stellungen und haben den Auftrag, diese in den Kartenviewer einzuzeichnen. Die Stellungen finden die Schülerinnen und Schüler mit Hilfe der Suchfunktion. Im Anschluss können die SuS mit der Zeitreisefunktion nachverfolgen, wann und aus welchen Gründen die Stellungen offiziell in die Schweizer Landeskarten eingezeichnet wurden.

Die detaillierte Aufgabenstellung zum Ausdrucken kann unter folgendem Link heruntergeladen werden:

Die Festung Reuenthal geo.map Aufgaben

Die LP diskutiert mit den SuS über die gefundenen Orte. Dazu kann folgende PowerPoint mit Bildern der entsprechenden Stellen verwendet werden:

PPP Reuenthal Koordinatenübungen

reuenthal

Gegend um Reuenthal mit eigezeichneten Festungspunkten

Zielsetzungen/Kompetenzen

Die Schülerinnen und Schüler …

  • kennen die Anlagen von Reuenthal.
  • kennen die Grundsätze bei der Erstellung von befestigten Hindernissen/Sperren.
  • kennen die Situation der Schweiz im 2. Weltkrieg.
  • kennen den Réduitgedanken von General Guisan.
  • können mit dem Kartenviewer map.geo.admin.ch umgehen und kennen die Funktionen „Zeitreise“ und „Koordinaten“
  • kennen die Gründe, warum Festungen und Geländehindernisse bis in die späten 80er Jahre eine Bedeutung für die Landesverteidigung hatten.

Bezug zum Lehrplan / Lehrmitteln

  • Der Bezug zum Lehrplan 21 besteht im Fachbereich Räume, Zeiten, Gesellschaften einerseits zum Kompetenzbereich “Sich in Räumen orientieren”, andererseits zum Kompetenzbereich “Schweiz in Tradition und Wandel verstehen”, dort insbesondere zur Kompetenz RZG 5.1c.

 

 

Materialien für den Unterricht

Die Festung Reuenthal geo.map Aufgaben

PPP Reuenthal Koordinatenübungen

PPP Bedeutung Geländehindernisse und Bunker red Vers

Würdigung durch Daniel Siegenthaler

Die Unterrichtseinheit befasst sich mit einer eindrücklichen Festungsanlage im Nahraum der Schülerinnen und Schüler, die die damalige Bedrohungslage fast greifbar macht.

Der Aufbau der Unterrichtseinheit ist gut durchdacht und plausibel. Die Schülerinnen und Schüler werden auf geeignete Art und Weise in das Thema eingeführt.

Die Auswertung ist der Aufgabe angemessen. Hier kann der Bezug zwischen den einzelnen Standorten zum Festungsplan gemacht werden.

Die Materialien sind informativ und gut gestaltet. Die genannten Filme sind eindrücklich und bieten eine gute Ergänzung zum Karten- und Bildmaterial sowie zur Exkursion.

Weiterführende Ideen

Eventuell könnten die gesuchten Orte in der Aufgabenstellungen speziell aufgelistet werden. Zudem könnte die konkrete Aufgabenstellung für die Recherche mit der Zeitleiste ergänzt werden.

Die Festung Reuenthal könnte auf der Basis von weiteren Informationen (z.B. dem Film “Schweizer Festungen”) mit anderen Festungen verglichen werden.

Film „Schweiz im zweiten Weltkrieg“ (Youtube)

Film “Schweizer Festungen” (Youtube)

ExkursionFestungReuenthal
ExkursionFestungReuenthal
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