«FILM AB!» Für den GEO-Beruf

«FILM AB!»

ORIGINAL-VERSION HD 22 MINUTEN

Der Film präsentiert die spannende GEO-Berufswelt. Interviews und Praxisbeispiele zeigen Ihnen die faszinierende Welt der Geomatiker und Geometerinnen. In der GEO-Branche finden viele nicht einfach einen Job, sondern ihre Berufung.

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«Vollladen, bitte!»

«Vollladen, bitte!»

Das Bundesamt für Energie BFE hat in Zusammenarbeit mit den Betreibenden von Ladeinfrastruktur und swisstopo eine Datengrundlage geschaffen, die eine schweizweite Übersicht der Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge ermöglicht – in Echtzeit.

 

Elektro auto

Elektrofahrzeuge sind umweltfreundlich, leise und weiter auf dem Vormarsch. Gemäss der «Roadmap Elektromobilität» des Bundesrats soll der Anteil an Elektrofahrzeugen bei den Neuwagen bis zum Jahr 2022 auf 15 Prozent erhöht werden. Diese Fahrzeuge tanken Strom – und dafür braucht es Tank- beziehungsweise Ladestellen.

Die Plattform ich-tanke-strom.ch zeigt eine Übersicht der Ladestationen der schweizweit grössten Ladenetzwerke. Dort sieht man die Verfügbarkeit in Echtzeit: Steckt jemand einen Stecker in die Station, wird das Signal innerhalb weniger Sekunden auf der Karte angezeigt. Derzeit sind beinahe 2000 Standorte in der ganzen Schweiz erfasst – und es werden laufend mehr.

Daten sind öffentlich verwendbar

Das Bundesamt für Energie BFE hat die Grundlage für diese Plattform in Zusammenarbeit mit swisstopo und der Branche geschaffen. Sie ist offen verwendbar – und das war eine Bedingung, wie Martin Hertach, Leiter Dienst Geoinformation beim BFE, erzählt: «Die Branche wünschte vom Bund, dass er diese Grundlage erstellt, und wir sagten, wir machen das – aber nur, wenn die Branche einverstanden ist, die Daten als Open Government Data zur Verfügung zu stellen. Dafür haben wir mit jedem Betreiber einer Ladestation, die abgebildet ist, eine schriftliche Vereinbarung getroffen.»

Dass die Daten öffentlich zugänglich sind, ermöglicht weitere Anwendungen. «Sie kommen auch in der Forschung zum Einsatz, die unter anderem den Fortschritt des Umbaus unseres Energiesystems ermittelt und analysiert, wie sich die Elektromobilität in der Schweiz entwickelt», berichtet Martin Hertach. Für die Wirtschaft eröffnen sich ebenfalls interessante Perspektiven: «Möglich ist zum Beispiel eine Analyse von Einzugsgebieten, in denen man die wirtschaftliche Wertschöpfung messen kann. Auch sozioökonomische Themen können behandelt werden. So kann eine grössere Dichte an Elektrofahrzeugen darauf hindeuten, dass in diesem Gebiet mehr Menschen mit höherem Einkommen wohnen.»

Hertach + Foletti

Echtzeit-Daten: eine Premiere

Die Verwendung von Echtzeit-Daten war sowohl für das BFE wie auch für swisstopo aus technologischer Sicht etwas Neues. «Mit fortschreitender Digitalisierung werden Echtzeit-Daten immer wichtiger», ist Martin Hertach überzeugt. «Für uns wie für swisstopo war das eine super Gelegenheit, Know-how zu sammeln und ein konkretes Projekt umzusetzen.» Herausforderungen gab es allerdings: «Wir haben viele verschiedene Datenquellen verwendet und Daten verschiedener Betreiber von Ladestationen. Da mussten wir eine gemeinsame Sprache finden.»

Roaming, wie beim Handy

Als Elektroautofahrer/in ist man Kundin oder Kunde von einem der grossen Ladenetzwerkbetreiber. Kann man in dem Fall nur an bestimmten Stationen Strom tanken? Martin Hertach: «Nein. Man hat die App seines Betreibers auf dem Handy sowie weitere Apps von anderen Betreibern. So findet man garantiert eine Station, an der man laden und bezahlen kann, meistens über das Roaming des eigenen Anbieters oder mit Kreditkarte. Welchen Preis man zahlt, ist abhängig von der App, die man benutzt.»

Roaming, das kennt man vom Handy. Wie funktioniert es bei den Ladestationen? «Eigentlich genau gleich», erklärt Martin Hertach. «Wenn ich swisscom-Kunde bin, mir aber gerade nur das sunrise-Netz zur Verfügung steht, kann ich trotzdem wie gewohnt telefonieren oder Daten austauschen. Das ist möglich dank dem Roaming unter den Anbietern. Ein ähnliches System besteht zwischen den Anbietenden von Ladeinfrastruktur. Die Anbietenden tauschen also bereits Daten untereinander aus und nutzen dafür eine gemeinsame Sprache. Das war ein echter Glücksfall. Ansonsten hätten wir mit allen Betreibern, teilweise internationalen Firmen, einen neuen Austauschstandard erarbeiten, vernehmlassen und implementieren müssen. Wir hätten zwei Jahre länger gebraucht, und es wäre auch viel teurer geworden.»

20 Jahre KOGIS, Koordination, Geoinformation und Services

Am 1. Januar 2000 nahm die Stabsstelle KOGIS, kurz für Koordination, Geoinformation und Services, ihren Betrieb auf. Ihre Aufgabe: Eine Koordination im Geoinformationsbereich zu schaffen, damit nicht jedes Amt und jeder Kanton eine eigene Infrastruktur aufbauen mussten. Unter dem Einfluss von KOGIS entwickelte sich swisstopo von einem Geodatenproduzenten zu einem Dienstleistungszentrum, von dessen Produkten und Leistungen jede Schweizerin und jeder Schweizer profitieren kann. Insbesondere mit dem Geoportal map.geo.admin.ch hat KOGIS etwas geschaffen, das grossen und vielfältigen Nutzen für alle stiftet.

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Amtliches Verzeichnis der Gebäudeadressen (swisstopo)

Amtliches Verzeichnis der Gebäudeadressen (swisstopo)

Neu kann im Kartenviewer des Bundes der Geobasisdatensatz Nr. 197: «Amtliches Verzeichnis der Gebäudeadressen» visualisiert werden, der sich unter der Zuständigkeit von swisstopo im Aufbau befindet. Der Datensatz beinhaltet sämtliche Adressen der Schweiz: Gebäude mit Wohnnutzung, Arbeitsstätten sowie Gebäude von allgemein öffentlichem Interesse müssen zwingend im amtlichen Verzeichnis der Gebäudeadressen erscheinen.

Link auf die Karte: map.geo.admin.ch

Die Adresse ist das im Alltag und in der Wirtschaft am häufigste genutzte Geolokalisierungsmittel. Im amtlichen Verzeichnis der Gebäudeadressen ist jeder Gebäudeeingang eindeutig identifiziert und mit einer ebenso eindeutigen Gebäudeadresse versehen. Die aktuell  auf map.geo.admin.ch sichtbaren Gebäudeadressen basieren auf Daten des Gebäude- und Wohnungsregister (GWR) und der amtlichen Vermessung

Mögliche Fehler im bestehenden Verzeichnis der Gebäudeadressen können über den Knopf “Problem melden” im Kartenviewer des Bundes gemeldet werden.

Der Zugang zu den Daten ist auch über die Webdienste des Geoportals Bund (Kartendienst WMS und API REST Services) möglich. Der Download von Daten für deren Nutzung ausserhalb von Webdiensten (Nutzung in offline Systemen, Datenbanken u.s.w.) und weitere Informationen finden Sie unter https://www.cadastre.ch/de/services/service/registry/building.html




Wissen, woher der Wind weht

Wissen, woher der Wind weht

MeteoSchweiz ist der nationale Wetter- und Klimadienst. Er erhebt wetterbezogene Daten und veröffentlicht sie auf der eigenen App und Website – und im Kartenviewer des Bundes «map.geo.admin».

 

Der Hauptsitz des Bundesamts für Meteorologie und Klimatologie am Flughafen Zürich
Der Hauptsitz des Bundesamts für Meteorologie und Klimatologie am Flughafen Zürich

Auf dem Grossen St. Bernhard beobachten die Mönche im Hospiz schon seit 200 Jahren das Wetter. Sie sind nicht die einzigen. Das Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie unterhält rund 150 automatische Wetterstationen, welche Niederschlag, Wind, Temperatur und andere Parameter messen, sowie zirka 400 weitere Stationen, die ausschliesslich Niederschlag messen. Knapp die Hälfte davon wird manuell bedient. An einem Subset der Stationen werden zusätzlich durch Beobachter Wolken, Sichtweite, Gesamtbewölkung und andere Wetterphänomene erfasst – zum Beispiel auf Flugplätzen, wo das Wetter halbstündlich neu beurteilt wird. Diese Wettermeldungen werden vor dem Start durch die Piloten konsultiert, damit sie wissen, was sie am Zielort erwartet. Auf Anfrage können sie diese aktualisierten Daten auch während des Fluges erhalten.

Der Stationswart mäht den Rasen

«Unsere Wetterstationen sind so aufgestellt, dass die ganze Schweiz abgedeckt wird», erzählt Joël Fisler, Partnernetz-Koordinator und Data Steward bei MeteoSchweiz. «Wir haben knapp einen Viertel unserer Stationen in alpinem Gelände. Teilweise sind das autonome Stationen mit Solarbetrieb, andere werden mit Strom betrieben, sind beheizt und belüftet.» Sie werden regelmässig gewartet. «Einerseits hat man den Stationswart, der vor Ort ist», berichtet Joël Fisler. «Er geht etwa alle zwei Wochen zur Station, mäht Rasen, putzt Geräte und schaut, dass Niederschlagsmesser und Lüftung nicht verstopft und die Kabel nicht von Tieren angeknabbert sind. Oft ist das der Landwirt, auf dessen Land unsere Station steht. Andererseits gibt es die Jahreswartung durch unsere Techniker. Sie besuchen die Station einmal im Jahr, nehmen die Geräte auseinander, kalibrieren oder eichen und reinigen sie und führen Vergleichsmessungen durch.»

Alle zehn Minuten neue Daten

Die automatischen Messstationen senden alle zehn Minuten neue Daten. Wo Niederschlag manuell gemessen wird, übermitteln die Zuständigen ihre Resultate einmal täglich per SMS an MeteoSchweiz. Oft sind dies Privatleute, die in ihrem Garten ein Messgerät stehen haben, in dem sie die Regenwassermenge pro 24 Stunden sammeln und messen, und die mit einem Zollstock die Neuschneehöhe bestimmen. Letzteres ist allerdings ein Auslaufmodell: «Bei den Niederschlagsstationen geht vieles in Richtung Automatisierung», sagt Joël Fisler.

Das Zentrum für meteorologische Messtechnik in Payerne
Das Zentrum für meteorologische Messtechnik in Payerne

Wissen, wie das Klima sich entwickelt

Die gesammelten Daten nutzt das Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie MeteoSchweiz für vielfältige Zwecke – nicht nur für die Wettervorhersage. «Das Monitoring von Wetter und Klima ist aber nur eine unserer zahlreichen Aufgaben. Unsere Messdaten fliessen auch ein in Modelle, die für Klimaszenarien verwendet werden.» sagt Estelle Grüter, Leiterin Datenintegration bei MeteoSchweiz. Diese Szenarien nehmen vorweg, wie das Klima in der Schweiz sich entwickeln könnte – und welche Folgen sich daraus ergeben. «Wir entwickeln zum Beispiel Adaptionsstrategien in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Umwelt BAFU. Dort geht es unter anderem darum, wie die Landwirtschaft sich den Klimaveränderungen anpassen kann.» Eine Voraussetzung dafür sind lange meteorologische Referenzreihen wie diejenigen vom Grossen Sankt Bernhard. Sie liefern äusserst wichtige Informationen darüber, wie sich das Klima verändert.

Dank map.geo.admin mehr Sichtbarkeit – und Mehrwert für alle

MeteoSchweiz veröffentlicht die wetterbezogenen Daten auf der eigenen App und Website – und auf dem Kartenviewer des Bundes «map.geo.admin.ch». Von dort können sie auch in andere Websites integriert werden, zum Beispiel in diejenigen von Nachrichtenportalen. Joël Fisler erinnert sich: «Als es im Sommer diese Hitzewarnungen gab, hat der Tages-Anzeiger unsere Daten über iFrame in seinen Artikel eingebunden, und die Leute bei swisstopo sahen dann, wie die Zugriffsraten explodierten.»

Für MeteoSchweiz ist map.geo.admin ein weiterer Distributionskanal, der den Daten mehr Sichtbarkeit verschafft – und der Bevölkerung einen Mehrwert. Die Zusammenarbeit mit swisstopo trägt noch weitere Früchte: «Für die Berechnung der Solarpotenziale von Dächern und Fassaden haben wir unsere Globalstrahlungskarte mit den Gebäudedaten von swisstopo, swissBUILDINGS3D, kombiniert», berichtet Estelle Grüter. «Die Resultate werden in Kooperation mit dem Bundesamt für Energie BFE auf der Plattform sonnendach.ch publiziert. So können Bürgerinnen und Bürger ganz einfach herausfinden, wie viel Solarstrom sie auf ihrem Dach oder an ihrer Fassade produzieren könnten.»

20 Jahre KOGIS, Koordination, Geoinformation und Services

Am 1. Januar 2000 nahm die Stabsstelle KOGIS, kurz für Koordination, Geoinformation und Services, ihren Betrieb auf. Ihre Aufgabe: Eine Koordination im Geoinformationsbereich zu schaffen, damit nicht jedes Amt und jeder Kanton eine eigene Infrastruktur aufbauen mussten. Unter dem Einfluss von KOGIS entwickelte sich swisstopo von einem Geodatenproduzenten zu einem Dienstleistungszentrum, von dessen Produkten und Leistungen jede Schweizerin und jeder Schweizer profitieren kann. Insbesondere mit dem Geoportal map.geo.admin.ch hat KOGIS etwas geschaffen, das grossen und vielfältigen Nutzen für alle stiftet.

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Mit Permakultur die Zukunft gestalten – 20 Jahre Geokoordination

Mit Permakultur die Zukunft gestalten

Permakultur-Designer Marcus Pan nutzt als Grundlage für seine Planungen und Beratungen map.geo.admin – auch für sein eigenes Herzensprojekt: In Feldbach/ZH entsteht mit dem Auenhof der erste Schweizer Lern- und Demonstrationshof für regenerative Landwirtschaft.

 

Permakultur

Die Permakultur ist ein Gestaltungsprinzip für zukunftsfähige, ökologisch und ökonomisch wirtschaftliche Systeme, die sich weitgehend selbst regulieren und erhalten. Man kennt es vor allem aus dem Gartenbau und aus der Landwirtschaft – doch die Anwendungen sind vielfältig: Auch Siedlungen, Unternehmen, Gemeinschaften, Projekte und Gebäude können nach permakulturellen Kriterien organisiert werden.

An der Akademie für Permakultur-Gestaltung «Down to Earth» lernen Studierende, wie man Permakultur-Systeme erfolgreich plant und umsetzt. Gründer und Leiter der Akademie ist Permakultur-Designer Marcus Pan. Im Interview erzählt er, wie er die Karten und Daten von swisstopo für seine Arbeit nutzt.

Trix Barmettler und Marcus Pan
Trix Barmettler und Marcus Pan

Was brauchst du genau? Luftbilder oder Karten?

In erster Linie arbeite ich mit Luftbildern. Sehr praktisch sind für mich auch die Siegfriedkarten. Dort kann man schauen, wie es früher auf dem Land aussah.

Warum ist es wichtig, dass du die Vergangenheit kennst?

Ich muss wissen, wie das Land früher genutzt wurde. Das hilft mir zu entscheiden, welche Strategie ich wähle. Wenn ich sehe, dass in den letzten Jahren immer starkzehrende Kulturen auf dem Acker waren, dann weiss ich, dass der Boden ziemlich sicher ausgelaugt und womöglich auch belastet ist. In dem Fall muss man zunächst einmal den Boden sanieren, bevor man wieder intensiv kultiviert.

Wie war das früher, als es map.geo.admin noch nicht gab?

Man hat deutlich mehr Zeit investiert, um an die Informationen zu kommen, hat das ganze Land ausgemessen und ausnivelliert. Wir machten viel mehr Spatenproben, weil wir die Informationen über die Böden und das Wasser brauchten, und buddelten überall Löcher, oft sogar mit dem Kleinbagger. Es war einfach alles viel aufwändiger.

Dein eigenes Projekt ist der Auenhof. Was hast du dank der Karten über ihn erfahren?

Der Auenhof war bis in die achtziger Jahre ein Gemüse- und Obstbetrieb. Wenn man die Karten von früher anschaut, sieht man, dass jeder Quadratmeter bepflanzt wurde. Auf späteren Karten ist erkennbar, dass das nach und nach aufgehört hat. Es wurde zwar gemäht, aber der Boden konnte sich regenerieren. Somit weiss ich: Ich kann jetzt anfangen zu kultivieren, weil das Land sich erholt hat. Auf den Siegfriedkarten um 1800 herum sieht man auch, dass dies alles einmal Feuchtland war. Es gibt eine Quelle, von der man das Wasser gut nach unten führen kann, und darunter liegt eine Senke. Das ist ideal für Wassergärten – aber niemals für Obst oder Gemüse. Das steht gerne etwas höher.

Permakultur

Ihr betreibt hier Keyline-Farming. Was heisst das?

Wir kultivieren generell alles entlang von Höhenlinien und legen gleichzeitig Sickergräben an. Die Pflanzen halten das Erdreich zusammen, und in den Gräben versickert das Wasser langsam in den Boden und geht nicht verloren. Heutzutage gibt es ja die Problematik von entweder zu viel oder zu wenig Wasser. Im heissen Sommer ist es zu trocken, und bei Starkniederschlägen regnet es zu viel auf einmal. Mit Keyline-Farming halte ich das Wasser am Land. Und die Höhenlinien für die Planung des Ganzen kann man auch den Karten von swisstopo entnehmen.

Wie könnte man deiner Meinung nach map.geo.admin noch besser machen?

Die eingezeichneten Gehölze sind nicht ganz aktuell; die sehen wir dann erst mit den Drohnen. Ich persönlich würde gerne wissen, wie man zum Beispiel Daten für tiefere Schichten des Bodens ermitteln kann, sprich bis zu einem Meter Tiefe. Und tagesaktuelle Satellitenbilder wären natürlich perfekt!

20 Jahre KOGIS, Koordination, Geoinformation und Services

Am 1. Januar 2000 nahm die Stabsstelle KOGIS, kurz für Koordination, Geoinformation und Services, ihren Betrieb auf. Ihre Aufgabe: Eine Koordination im Geoinformationsbereich zu schaffen, damit nicht jedes Amt und jeder Kanton eine eigene Infrastruktur aufbauen mussten. Unter dem Einfluss von KOGIS entwickelte sich swisstopo von einem Geodatenproduzenten zu einem Dienstleistungszentrum, von dessen Produkten und Leistungen jede Schweizerin und jeder Schweizer profitieren kann. Insbesondere mit dem Geoportal map.geo.admin.ch hat KOGIS etwas geschaffen, das grossen und vielfältigen Nutzen für alle stiftet.

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Freizeitvergnügen in der Schweiz – Draussen! auf Openschoolmaps.ch

Blogbeitragsbild: Abenteuerspielplatz im Breitenrain

Stefan Keller, Prof. der HSR, stellt in seinem Blogpost zum Thema “Dream now, travel later” ein paar Freizeitaktivitäten auf OpenStreetMaps dar:

  • Feuerstellen und Grillplätze (Brätlistellen, Brötlistellen): Karten-Demo auf Overpass-Turbo Schweiz (OSM-Tags “leisure=firepit oder amenity=bbq”).
  • Burgen und Schlösser: Burgen-Dossier-Karte der Schweiz und Umgebung.
  • Brunnen (Ziehbrunnen, Sodbrunnen): Brunnen-Karte der Schweiz.
  • Wasserfälle: Karten-Demo auf Overpass-Turbo Schweiz (OSM-Tags “waterway=waterfall” mit Namen).
  • Höhlen und Grotten: Karte tbd. Siehe Taginfo (OSM-Tag “natural=cave_entrance”).
  • Aussichtstürme: Karte tbd. (OSM-Tags "man_made=tower and tourism=viewpoint" oder "tower:type=observation|watchtower").
  • Tischtennistische: Siehe diesen Tweet. (OSM-Tags leisure=pitch mit “sport=table_tennis” oder: “leisure=table_tennis_table”).
  • Kunst im öffentlichen Raum: Karte auf uMap. (OSM-Tags tourism=artwork, artwork_type=installation, name).

 

Siehe auch Stefan`s Projekt: www.openschoolmaps.ch

Und den Blogpost aus welchem obige Stichpunkteliste stammen: Link

Wasserfälle im Tessin: Link

Bild: Wasserfall im Maggiatal – Tessin

 

 

 

siehe auch die Wanderwege auf map.geo.admin.ch als mögliches Freizeitvergnügen:

 

oder aber UNESCO-Welterbe Kulturstätten (Bundesamt für Kultur):




Zusammenfassung der Unterrichtsideen

In dieser Tabelle sind auf einen Blick alle Unterrichtsideen und Unterrichtsskizzen zu sehen, die von Lehrpersonen erstellt wurden. Sie sind nach Zyklus sortiert, aber oft ist es möglich, eine Idee oder Skizze auch in anderen Zyklen umzusetzen.

 

 

 

Fachbereich Titel Zyklus
 1 Mathematik Sich Flächen vorstellen  2
 2 RZG Orte finden – Einstieg in die Bedienung des Kartenviewers  2
 3 RZG Meine Freizeit in meiner Umgebung  2
 4 RZG Wo waren die Stadtmauern früher sichtbar?  2
 5 RZG Stadt- und Landentwicklung – Historischer Vergleich  2
 6 Mathematik, RZG Wie viel Eis hätte ich über meinem Kopf gehabt?  2/3
 7 NMG / NT Renaturierung der Gewässer  2/3
 8 NMG / NT Wer lebt bei uns ums Schulhaus? Artenvielfalt auf digitalen Karten festhalten.  2/3
 9 RZG Wasserschloss Schweiz  2/3
 10 RZG Was weiss der Kartenviewer über meinen Schulweg?  2/3
 11 RZG Die Gemeinden meines Kantons  2/3
 12 RZG Unsere Schule von oben – Einsatz einer Fotodrohne  2/3
 13 RZG Collage – Wir erkunden unseren Kanton  2/3
 14 Mathematik Hoch hinaus, steil bergauf: Weiterführende Aufgaben zum Mathbuch 3+.  3
 15 RZG Wetterkarte mit KML  3
 16 RZG Vorbereitung einer Exkursion – im Beispiel zur Festung Reuenthal  3
 17 RZG, Deutsch Flur- und Ortsnamen als Zeugen der Vergangenheit  3
 18 RZG, MI Daten einer Tracking-App in den Kartenviewer integrieren  3
 19 RZG, MI Meinen Wohnort erkunden – Einstieg in die Bedienung des Kartenviewers  3



sCHoolmaps.ch im “Folio” der swisstopo!

Copyright Blogbeitragsbilder: swisstopo, Bundesamt für Landestopografie

swisstopo Folio

Das “Folio” von swisstopo erscheint jährlich und widmet sich jeweils einem Schwerpunktthema. Für 2020 dreht sich alles um das Thema «Mehrwert» und die 20 Jahre Koordination der Geoinformation beim Bund.

Ergänzend zur Print-Ausgabe des Folios finden sich auf der Website von swisstopo die Folio-Artikel in einer ausführlichen Version.

 

Wenn Schulkinder forschen

10.06.2020 | DKW (Kommunikationsabteilung der swisstopo)

map.geo.admin.ch

Copyright: swisstopo

Die Theorie haben sie schon hinter sich; heute geht es ans Praktische: In einem Raum der Pädagogischen Hochschule HEP-BEJUNE in Biel blicken zehn Lehrpersonen konzentriert auf den Bildschirm und hauen in die Tasten. Sie entwickeln Unterrichtsideen für die Plattform sCHoolmaps.ch . Damit lässt sich zum Beispiel die Schulreise planen, der eigene Schulweg berechnen, die Lage der Stadtmauern in früherer Zeit eruieren oder eine coole OL-Selfie-Challenge durchführen. Grundlage für die Arbeit mit diesen digitalen (Schul-)Karten ist der Kartenviewer des Bundes map.geo.admin.ch.

Perfekt für Gruppenarbeiten und Projekte

sCHoolmaps sind unter anderem hervorragend geeignet für Gruppenarbeiten und Projekte – und diese kommen bei den Jungen gut an: «Jugendliche wollen Unabhängigkeit und Freiheit, und die meisten arbeiten gerne gemeinsam an einem Projekt», weiss Philippe Herter, Sekundarlehrer und Erwachsenenbildner an der HEP-BEJUNE. Er unterstützt die anwesenden Lehrpersonen an diesem Nachmittag bei der Arbeit an ihren sCHoolmaps und hat auch selbst Erfahrung in der Anwendung: «Unter anderem haben wir einmal mit einer elften Klasse untersucht, wie es im Jahr 1940 in Biel bezüglich Grünflächen ausgesehen hat. Das hat den meisten richtig Spass gemacht.»

Beliebt: die Zeitreisen-Funktion

Den Blick in die Vergangenheit ermöglicht die integrierte Zeitreisen-Funktion. Sie ist bei den jungen Forscherinnen und Forschern besonders beliebt. Sie zeigt zum Beispiel, wie es vor hundert Jahren am Standort des Elternhauses oder des Schulhauses ausgesehen hat. Auch der Schwund der Gletscher wird mittels Zeitreise eindrücklich dokumentiert und entlockt den Schülerinnen und Schülern manches überraschte «Wow!».

Spielerischer Ansatz

Der spielerische Ansatz der sCHoolmaps macht die Arbeit mit Geodaten attraktiv. Im Kartenviewer map.geo.admin.ch lassen sich Höhenunterschiede, Volumen und Distanzen berechnen, Höhenprofile erstellen oder mit der «Zeichnen»-Funktion eigene Karten kreieren. Zudem können Luftbilder aus verschiedenen Jahren betrachtet und Themenkarten mit zahlreichen Daten aus diversen Bundesämtern kombiniert werden.

Zusammenhänge verstehen

Die Kombinations- und Vergleichsmöglichkeiten kommen den Lehrplänen (LP21, PER) entgegen. Ihm gemäss sollen Schülerinnen und Schüler die Zusammenhänge zwischen ökonomischen, ökologischen und gesellschaftlichen Prozessen verstehen. sCHoolmaps fördert dieses Verständnis, denn hier trifft Geografie auf Themen der Fächer Geschichte, Biologie, Mathematik und Informatik. Selbst die Hauswirtschaft profitiert: Warum nicht einmal nachschauen, wo welche Käsesorten mit geschützten Ursprungsbezeichnungen hergestellt werden?

Ab dem vierten Schuljahr

sCHoolmaps bietet eine Vielzahl von Unterrichtsideen und Beispielen für die Arbeit mit dem Kartenviewer für fast jede Schulstufe. So lernen und üben schon Kinder des vierten Schuljahrs den Umgang mit digitalen, amtlichen Karten – eine wichtige Voraussetzung für den Aufbau von Kartenkompetenz. Der Zugang ist öffentlich, kostenlos und ohne Registrierung über map.geo.admin.ch möglich.

Das Projekt sCHoolmaps wurde 2015 lanciert und in den darauf folgenden Jahren in der gesamten Schweiz umgesetzt. Gemäss einer aktuellen Studie von LerNetz.ch nutzen derzeit rund 50 Prozent aller Schweizer Lehrpersonen den Kartenviewer bereits im Unterricht.

Autorin Artikel: Claudia Fahlbusch (Journalistin)

 

Weitere Informationen




Open Data Show Room der Forschungsstelle DN (Universität Bern)

Der Open Data Show Room der Forschungsstelle Digitale Nachhaltigkeit präsentiert Applikationen zur interaktiven Datenvisualisierung. Studierende haben die meist D3.js-basierten Web-Anwendungen im Rahmen der Open Data Vorlesung entwickelt. Diese öffentlich zugängliche Veranstaltung der Universität Bern findet jeweils im Frühlingssemester am Institut für Wirtschaftsinformatik statt und hat seit 2014 Dutzende aussagekräftiger Open Data Visualisierungen hervorgebracht. Die Apps befassen sich mit Themen wie Finanzen, Umwelt, Verkehr, Bildung etc. und verschaffen durch kreative Darstellungsarten einen verständlichen und transparenten Zugang zu komplexen Daten.

https://opendata.iwi.unibe.ch/?orderBy=-date_publish

siehe auch: opendata.swiss




Niederschlagssummen auf map.geo.admin.ch!

Messwerte Niederschlag, Summe der letzten 72 Stunden (Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie MeteoSchweiz)

Aktuelle Messwerte Niederschlagsumme, 72 h [mm]. Daten werden stündlich aktualisiert. Der Datensatz enthält alle Stationen des automatischen Bodenmessnetz SwissMetNet der MeteoSchweiz, welches 160 vollausgerüstete automatische Wetterstationen umfasst. Diese Messstationen liefern alle zehn Minuten eine Vielzahl an aktuellen Daten zu Wetter und Klima in der Schweiz. Rund 140 automatische Niederschlagsstationen ergänzen das SwissMetNet auf total 300 automatische Messstationen.

link auf map.geo.admin.ch