Der Wohnort – damals und heute

Was hat sich am eigenen Wohnort in den letzten Jahrzehnten verändert? Welche Gebäude sind wann neu dazugekommen? Welche Häuser sind verschwunden? Wo hat sich der Ort am stärksten ausgedehnt? Diesen und weiteren Fragen können mit der vorliegenden Unterrichtsidee nachgegangen werden. Die Unterrichtsidee zeigt einen möglichen Einstieg in den Kartenviewer und insbesondere in die Zeitreisefunktion.

 

Einbettung ins Thema

Der Vergleich von historischen Karten mit der heutigen Situation eignet sich besonders für den Einstieg in die Verwendung des Kartenviewers auf map.geo.admin.ch. Mit der Zeitreisefunktion kann die historische Entwicklung eines Ortes untersucht und Veränderungen im Laufe der Zeit herausgearbeitet werden. Die vorliegende Unterrichtsidee ist ab der 3. Klasse umsetzbar, wenn die entsprechenden Zeitreisekarten bzw. die entsprechende Zeitreise von der Lehrperson vorbereitet und den Schülerinnen und Schülern zur Verfügung gestellt werden.

Beschreibung der Unterrichtseinheit

Voraussetzungen / Vorwissen / Präkonzepte
Für die Bedienung der Zeitreisefunktion benötigen die Schüler:innen keine Vorkenntnisse. Wird die Zeitreise von den Lernenden selber erstellt, so ist eine Einführung in die Bedienung von map.geo.admin.ch nötig.

Zur inhaltlichen Bearbeitung der Unterrichtsidee sind keine speziellen Vorkenntnisse nötig. Die Schüler:innen verfügen sicher über Vorstellungen, wie ihr Wohnort früher ausgesehen haben könnte, welche Gebäude es vor hundert Jahren schon gab und welche nicht. Durch geeignete, dem Wohnort entsprechende Fragestellungen kann dieses Vorwissen sichtbar und bewusst gemacht werden. Dadurch wird die Einbettung der neuen Erkenntnisse erleichtert, die im Laufe der Unterrichtsidee entstehen.

Art der Aufgabe
Die Aufgabe eignet sich als Einführung oder Ergänzung in die Themen «Raumnutzung und Veränderung von Räumen», «Orientierung in Räumen» oder «Wirtschaftliche Veränderung und die Auswirkungen auf die Gesellschaft» oder bietet hervorragende Anknüpfungspunkte, um weitere Fragestellungen rund um oben genannte Themen zu bearbeiten. Ausserdem lassen sich Bezüge zu Themen aus BNE schaffen, z. B. zu nachhaltiger Raumentwicklung, zu Renaturierung von Gewässern oder zu Aufforstung von Wäldern bzw. allgemein zu Themen des Landschaftsschutzes.

 

Einstieg / Konfrontation
Die Schüler:innen erhalten einen Link bzw. einen QR-Code, der zu einer ihrem Wohnort entsprechenden Zeitreise führt. Unten der Link, der QR-Code und die entsprechende Zeitreise auf map.geo.admin.ch:

 

Zeitreise Männedorf zwischen 1854 und heute
https://s.geo.admin.ch/9487174021

Zuerst können die folgenden Fragen gestellt werden:

Auftrag 1

  1. Lasst einmal die ganze Zeitleiste durchlaufen. Was fällt euch auf?
  2. Aus welcher Zeit ist die erste Karte von Männedorf? (1854)

Auf der Karte können mit der Funktion «Zeichnen & Messen auf der Karte» bestimmte Gebäude markiert werden. Dies kann eine Hilfe für folgende Fragen sein:

Auftrag 2

  1. Seit wann gibt es das Spital in Männedorf? (1884)
  2. Seit wann gibt es das Primarschulhaus? (1975)

 

Erarbeitung
Im weiteren Verlauf suchen mehrere Gruppen Unterschiede zwischen Karten aus unterschiedlichen Jahren. Dabei kann wie folgt vorgegangen werden:

Entweder werden die entsprechenden Karten-Vergleiche von der Lehrperson vorbereitet und den Lernenden zur Verfügung gestellt oder die Schüler:innen erstellen die Kartenvergleiche selber, wobei nach folgender Kurzanleitung vorgegangen werden kann:

  1. In der Suchleiste nach «Zeitreise – Kartenwerke» suchen
  2. Unter «Dargestellte Karten» in «Zeitreise – Kartenwerke» die erste Jahreszahl (z. B. 1854) einstellen
  3. Auf das Zahnradsymbol klicken und «Zeitreise – Kartenwerke» kopieren
  4. In der Kopie die zweite Jahreszahl (z. B. 1900) einstellen
  5. Unter «Erweiterte Werkzeuge» die Funktion «Vergleichen» einschalten
Zeitvergleiche können z. B. von folgenden «Zeitfenstern» gemacht werden:
Gruppe 1: 1854 – 1900
Gruppe 2: 1900 – 1940
Gruppe 3: 1940 – 1980

Gruppe 4: 1980 – 2021

Der dritte Auftrag kann offen gestaltet werden, indem die Schüler:innen z. B. aufgefordert werden, fünf grosse / auffällige Veränderungen selber zu finden und zu beschreiben. Es können aber auch spezifischere Fragen gestellt werden, wie im folgenden Beispiel:
Auftrag 3

Vergleicht die Karten aus den verschiedenen Zeiten.

  1. Beschreibt, welche Gebäude neu dazu gekommen sind.
  2. Beschreibt, wie sich das Strassen- und Schienennetz verändert hat.
  3. Beschreibt, wie sich die Wälder, Weisen und Flüsse / Bäche verändert haben.
Abschliessend können die Gruppen ihre Erkenntnisse im Plenum vorstellen, in einem Dokument festhalten und allen zur Verfügung stellen.

 

Hinweise und Bemerkungen
Einstieg in map.geo.admin.ch
Um sich mit der Bedienung von map.geo.admin.ch vertraut zu machen, ist eine Einführung von ca. einer Lektion zu empfehlen. Die Schülerinnen und Schüler lernen dabei die wichtigsten Funktionen und können anschliessend selbständiger mit dem Tool umgehen:

  1. Film «Erste Schritte mit map.geo.admin.ch»
  2. Sehr niederschwelliger Einstieg in die Bedienung mit der Suche ungewöhnlicher Ortsnamen: Orte finden
  3. Ein weiterer Einstieg in die Bedienung des Kartenviewers: Meinen Wohnort erkunden

Zeitreisefunktion
Die Zeitreisefunktion ist einfach zu erstellen:

  1. Im Suchfeld «Zeitreise» eingeben
  2. Im Dropdown-Menu «Zeitreise – Kartenwerke» auswählen
  3. Rechts oben am Rand auf das Uhrensymbol klicken.
  4. Den Hintergrund allenfalls auf leer einstellen, damit keine Karte angezeigt wird, wenn für eine bestimmte Zeit keine Karte zur Verfügung steht

Detailliertere Infos gibts hier: Zeitregler

Vergleichen
Eine detaillierte Anleitung gibts hier

 

Bezug zum Lehrplan 21

Neben dem Bezug zu Bildung für Nachhaltige Entwicklung wird an folgenden Kompetenzen aus NMG und RZG / GGS und MI / IB gearbeitet:

NMG8

Menschen nutzen Räume – sich orientieren und mitgestalten

NMG9 Zeit, Dauer und Wandel verstehen – Geschichte und Geschichten unterscheiden
RZG4 / GGS4 Sich in Räumen orientieren
RZG5 / GGS5 Schweiz in Tradition und Wandel verstehen
MI / IB 1.2 Die Schülerinnen und Schüler können Medien und Medienbeiträge entschlüsseln, reflektieren und nutzen.

 

Zudem wird aus den Anwendungskompetenzen Medien und Informatik bzw. informatische Bildung an folgenden Kompetenzen gearbeitet:

Recherche und Lernunterstützung Mit Hilfe von vorgegebenen Medien lernen und Informationen zu einem bestimmten Thema beschaffen (…).
Medien und Daten auswählen, auswerten und als Informationsquelle für das eigene Lernen nutzen (…).
Medien für den eigenen Lernprozess selbständig auswählen und einsetzen (…).
Produktion und Präsentation Medien zum gegenseitigen Austausch sowie zum Erstellen und Präsentieren der eigenen Arbeiten einsetzen (…).
Grundfunktionen von Geräten und Programmen zur Erstellung, Bearbeitung, und Gestaltung von Texten, Tabellen, Präsentationen, Diagrammen, Bildern, Tönen, Videos und Algorithmen anwenden



Zusammenfassung der Unterrichtsideen

In dieser Tabelle sind auf einen Blick alle Unterrichtsideen und Unterrichtsskizzen zu sehen, die von Lehrpersonen erstellt wurden. Sie sind nach Zyklus sortiert, aber oft ist es möglich, eine Idee oder Skizze auch in anderen Zyklen umzusetzen. Neue Unterrichtsideen sind fett hervorgehoben.

 

Fachbereich Titel Zyklus
 1 Mathematik Sich Flächen vorstellen  2
 2 RZG Orte finden – Einstieg in die Bedienung des Kartenviewers  2
 3 RZG Meine Freizeit in meiner Umgebung  2
 4 RZG Wo waren die Stadtmauern früher sichtbar?  2
 5 RZG Stadt- und Landentwicklung – Historischer Vergleich  2
 6 Mathematik, RZG Wie viel Eis hätte ich über meinem Kopf gehabt?  2/3
 7 NMG / NT Renaturierung der Gewässer  2/3
 8 NMG / NT Wer lebt bei uns ums Schulhaus? Artenvielfalt auf digitalen Karten festhalten.  2/3
 9 RZG Wasserschloss Schweiz  2/3
 10 RZG Was weiss der Kartenviewer über meinen Schulweg?  2/3
 11 RZG Die Gemeinden meines Kantons  2/3
 12 RZG Unsere Schule von oben – Einsatz einer Fotodrohne  2/3
 13 RZG Collage – Wir erkunden unseren Kanton  2/3
 14 RZG und BNE Raumplanung erlebbar machen: Warum kann ich nicht ein Haus bauen, wo ich will?  2/3
 15 RZG und BNE Der Wohnort – Damals und heute  2/3
 16 RZG, M und BNE Gletscherschwund sichtbar machen  2/3
 17 Mathematik Hoch hinaus, steil bergauf: Weiterführende Aufgaben zum Mathbuch 3+.  3
 18 RZG Wetterkarte mit KML  3
 19 RZG Vorbereitung einer Exkursion – im Beispiel zur Festung Reuenthal  3
 20 RZG, Deutsch Flur- und Ortsnamen als Zeugen der Vergangenheit  3
 21 RZG, MI Daten einer Tracking-App in den Kartenviewer integrieren  3
 22 RZG, MI Meinen Wohnort erkunden – Einstieg in die Bedienung des Kartenviewers  3
 23 RZG, NT, BNE und MI Windenergie in der Schweiz  3



Unterrichtsidee: Raumplanung erlebbar machen

Wo in deiner Gemeinde würdest du dir gerne ein Haus bauen? Was würde geschehen, wenn alle da bauen würden, wo sie möchten?
Ausgehend von diesen lebensnahen Fragestellungen lernen die Schülerinnen und Schüler den Kartenviewer map.geo.admin.ch kennen. Sie profitieren dabei von den Visualisierungsmöglichkeiten der Veränderungen ihrer vertrauten Umgebung.

Diese Unterrichtseinheit wurde von Mathias Riser, Schule Suhr, entwickelt und mit einer Klasse erprobt.

Abb: Ob man dort sein Traumhaus bauen darf?

Einbettung ins Thema

Seit 1969 wird in der Schweiz aktiv Raumplanung betrieben. In besagtem Jahr wurde der Verfassungsartikel zur Raumordnung verabschiedet, welcher die Raumplanung zur Bundeskompetenz machte. Seit 1980 ist das Raumplanungsgesetz in Kraft. Dieses soll die unterschiedlichen Nutzungsansprüche koordinieren und dadurch auch zur Schonung von Natur und Landschaft beitragen. Eine Nachhaltige Entwicklung der Naturlandschaft der Schweiz wird angestrebt. Mehr Informationen dazu auf der Webseite des Bundesamtes für Raumentwicklung ARE.

Mit dieser Unterrichtseinheit erkennen die Schülerinnen und Schüler, welche räumlichen Veränderungen in den letzten 100 Jahren in ihrer nahen Umgebung stattgefunden haben und welchen Nutzen die Raumplanung für den Menschen und insbesondere für die Umwelt haben kann. So werden Themen aus RZG und Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) verbunden.

Beschreibung der Unterrichtseinheit

Voraussetzungen / Vorwissen / Präkonzepte
Für die Bearbeitung der Aufträge sind keine spezifischen Vorkenntnisse notwendig.
Allgemeine Kenntnisse eines Webbrowsers sind von Vorteil. Die Einführung in die Bedienung des Kartenviewers kann situativ während des Unterrichts stattfinden.

Art der Aufgabe
Die Aufgabe ist geeignet als Einstieg in die Themenbereiche «Veränderung der Landschaft», «Veränderung durch Strukturwandel» oder «Bauen nach Regeln». Die Unterrichtseinheit bietet eine hervorragende Grundlage, um weitere Fragestellungen rund um oben genannten Themenbereiche und Themen aus BNE zu bearbeiten und zu vertiefen.

Vorgehen
Zuerst tragen die Schülerinnen und Schüler auf einer analogen Karte der Gemeinde ein, wo ihr Wunschhaus stehen soll. Danach halten sie ihr Vorwissen fest, indem sie ihre Gedanken zu folgenden Leitfragen aufschreiben:

Auftrag 1
Schreibe deine Gedanken zu den folgenden Fragen auf. Lass zwischen jeder Antwort einige Zeilen frei, so dass du später die Antworten ergänzen oder korrigieren kannst.

  1. Was wäre, wenn alle ihr Haus dort bauen würden, wo es ihnen passt?
  2. Wie würde die Landschaft dann aussehen?
  3. Was denkst du, wo in unserer Gemeinde noch gebaut werden darf?
  4. Wie hat sich die Bebauung in unserer Gemeinde in den letzten Jahrzehnten verändert?

 

Mit Auftrag 2 vergleichen die Schülerinnen und Schüler Karten von früher und heute und halten fest, was ihnen zwischen dem «Früher und Heute» auffällt bzw. welche Unterschiede sie zwischen den Gemeindeausschnitten von früher und heute erkennen.
Ergänzend zu den Beschreibungen können die Beobachtungen zum Beispiel durch Einzeichnen der neu bebauten Gebiete (Funktionen «Zeichnen & Messen auf der Karte») direkt im Kartenviewer auf dem neueren Luftbild festgehalten werden.

Auftrag 2
Suche auf map.geo.admin.ch deine Gemeinde.

  1. Betrachte mit Hilfe der «Zeitreise-Kartenwerke» die Entwicklung in den letzten 100 oder mehr Jahren. Beschreibe, was du feststellst.
  2. Betrachte mit der SWISSIMAGE Zeitreise und der Funktion «Vergleichen» die Veränderungen der Bebauung rund um das Schulhaus und deinem Zuhause. Beschreibe, was sich in den letzten 30 – 40 Jahren verändert hat. Folgende Fragen können dir helfen:
    1. Wo liegen die Gebiete, wo neue Häuser gebaut wurden?
    2. Haben sich die Grenzen der bebauten und unbebauten Gebiete verändert?
    3. Hat es mehr oder weniger Flächen mit Pflanzen (z. B. Wiesen, Parks, Wäldchen, …)
    4. Hat es mehr oder weniger landwirtschaftliche Flächen?

 

Anschliessend gewinnen die Schülerinnen und Schüler die Erkenntnis, dass es in einer Gemeinde verschiedene Zonen (Wohnzone, Industriezone, Landwirtschaftszone, …) gibt.

Auftrag 3
Betrachte die aktuellste Karte deiner Gemeinde auf map.geo.admin.ch. Suche nach Gebieten mit Gebäuden, welche den gleichen Zweck haben. Achte dabei zum Beispiel auf Wohnhäuser, Industriegebäude oder Einkaufsmöglichkeiten. Suche auch nach Gebieten ohne Häuser, zum Beispiel Wiesen oder Wälder.

  1. Markiere und beschrifte die Gebiete in der Karte.
  2. Beschreibe, was dir auffällt.

 

Die Lernenden schliessen die Sequenz ab, indem sie ihre Antworten auf die Fragen zur Erhebung des Vorwissens überarbeiten und so einen Teil ihres Lernfortschritts sichtbar machen. Anschliessend werden die folgenden Behauptungen diskutiert:

Auftrag 4
Mit der «Raumplanung» wird geregelt, wo in einer Gemeinde gebaut werden darf. Begründe, warum die folgenden Behauptungen stimmen:

  1. Die Raumplanung nützt den Menschen.
  2. Die Raumplanung hilft der Natur.

Die Schülerinnen und Schüler diskutieren z. B. die beiden Behauptungen in Gruppen und die Resultate aus der Diskussion können im Plenum zusammengetragen werden. Daraus entstehen wahrscheinlich neue Fragen, die für die Weiterarbeit verwendet werden können.

 

Wie weiter
An diesen Einstieg anschliessend könnte der Zonenplan der eigenen Gemeinde beschafft und die Zonen vor Ort besichtigt werden.
Die Beobachtungen auf den Luftbildern und die Überlegungen zu den Leitaufträgen können zum Beispiel durch das Erstellen von Fotos und Skizzen bestätigt und erweitert werden.
Zudem können die Bauzonen «Bauzonen + Zeitreise – Kartenwerk (Suhr AG)» mit den Fotos der Zeitreise verglichen und so strukturelle Änderungen der letzten Jahrzehnte festgestellt werden. Was in der Frage der zukünftigen Raumentwicklung münden könnte (Stichwort: Verdichtung).

Hinweise und Bemerkungen
Einstieg in map.geo.admin.ch
Um sich mit der Bedienung von map.geo.admin.ch vertraut zu machen, ist eine Einführung von ca. einer Lektion zu empfehlen. Die Schülerinnen und Schüler lernen dabei die wichtigsten Funktionen und können anschliessend selbständiger mit dem Tool umgehen:

  1. Film «Erste Schritte mit map.geo.admin.ch»
  2. Sehr niederschwelliger Einstieg in die Bedienung mit der Suche ungewöhnlicher Ortsnamen: Orte finden
  3. Ein weiterer Einstieg in die Bedienung des Kartenviewers: Meinen Wohnort erkunden

Die Funktionen “Zeitreise” und “Karten Vergleichen”
Für Auftrag 2 wird die Zeitreise- und die Vergleichen-Funktion von map.geo.admin.ch benötigt. Die Zeitreise kann von den Schülerinnen und Schülern selber aktiviert werden. Alternativ wird den Lernenden eine entsprechend vorbereitete Karte durch einen Link zur Verfügung gestellt.

  1. Wie die Zeitreise aktiviert wird, ist hier beschrieben.
  2. Wie ein Link einer bestimmten Karte erstellt wird, ist hier beschrieben.

Ein Beispiel für die Zeitreisefunktion Suhr (AG) ist folgend gezeigt:

Luftbilder
Ebenfalls für Auftrag 2 werden Luftbilder der «SWISSIMAGE Zeitreise» und die Vergleichsfunktion von map.geo.admin.ch benötigt. Auch hier können die Lernenden die Funktion selber aktivieren oder eine entsprechende Karte kann vorbereitet und per Link zur Verfügung gestellt werden.

  1. Die Luftbilder «SWISSIMAGE Zeitreise» sind auf dieser Karte aktiviert.
    Hinweis: Es stehen nicht für jeden Zeitraum Luftbilder zur Verfügung. Welche Luftbilder es für welchen Zeitraum gibt und wie dies festgestellt werden kann, wird in diesem Video gezeigt.
  2. Wie die Funktion «Vergleichen» aktiviert wird, ist hier beschrieben.

Unten zwei Beispiele, wie das für Suhr (AG) aussehen kann:

In die Karten zeichnen und schreiben
Werden Merkmale direkt in die Karte gezeichnet und geschrieben, wird die Funktion “Zeichnen und Messen” verwendet. Diese Funktion kann bei Bedarf individuell bzw. Gruppenweise kurz eingeführt werden. Die Funktion «Zeichnen und Messen» verwendet wird, wird hier beschrieben.

Bauzonen anzeigen
Um die Bauzonen anzuzeigen, wird der Datensatz «Bauzonen Schweiz» benötigt. Dieser Datensatz befindet sich in der Kategorie «Geokatalog» wird am einfachsten über das Suchfeld von map.geo.admin.ch gesucht und ausgewählt.
Wie das für Suhr (AG) aussieht, ist unten gezeigt:

Wie es aussieht, wenn die Bauzonen mit Karte hinterlegt und mit aktuellen Luftbildern verglichen werden, ist an diesem Beispiel gezeigt:

Bezug zum Lehrplan 21

Neben dem Bezug zu Bildung für Nachhaltige Entwicklung wird an folgenden Kompetenzen aus NMG und RZG gearbeitet:

NMG 8.3 Die Schülerinnen und Schüler können über die Auswirkungen von Veränderungen im Raum für die Menschen und die Natur nachdenken (z.B. im Verkehr, bei Freizeitanlagen, an Gewässern) und über Gestaltungs- und Verhaltensmöglichkeiten in der Zukunft nachdenken.
RZG 2.3c Die Schülerinnen und Schüler können Entwicklungen und Veränderungen in städtischen und ländlichen Räumen untersuchen und benennen.

Zudem wird aus den Anwendungskompetenzen Medien und Informatik bzw. informatische Bildung an folgenden Kompetenzen gearbeitet:

Recherche und Lernunterstützung Mit Hilfe von vorgegebenen Medien lernen und Informationen zu einem bestimmten Thema beschaffen (…).
Medien und Daten auswählen, auswerten und als Informationsquelle für das eigene Lernen nutzen (…).
Medien für den eigenen Lernprozess selbständig auswählen und einsetzen (…).
Produktion und Präsentation Medien zum gegenseitigen Austausch sowie zum Erstellen und Präsentieren der eigenen Arbeiten einsetzen (…).
Grundfunktionen von Geräten und Programmen zur Erstellung, Bearbeitung, und Gestaltung von Texten, Tabellen, Präsentationen, Diagrammen, Bildern, Tönen, Videos und Algorithmen anwenden



Weiterbildung an der PH FHNW

Im Rahmen der kursorischen Weiterbildung findet nächstes Jahr der Kurs “Digitale Karten im Unterricht verwenden” statt. In dieser Weiterbildung lernen die Teilnehmenden den Kartenviewer des Bundes und seine Funktionen kennen. Sie erhalten Einblick in das Projekt sCHoolmaps, in welchem Lehrpersonen gemeinsam mit Experten von Swisstopo, Fachdidaktikern und Medienpädagogen Unterrichtsideen rund um geo.admin.ch entwickeln und erproben. So haben die Teilnehmenden die Möglichkeit, bestehende Unterrichtsideen kennen zu lernen und mit der eigenen Klasse umzusetzen, selbst eigene Unterrichtsideen zu entwickeln und Erfahrungen mit anderen Lehrpersonen auszutauschen. Mit geo.admin.ch lassen sich unzählige aktuelle Daten aus der Bundesverwaltung und zugewandten Stellen auf Kartenbasis abrufen, die sich für die Arbeit im Fachbereich RZG/NMG eignen. Zudem können so die Anwendungskompetenzen für «Medien und Informatik» bzw. «Informatische Bildung» des Lehrplans 21 sinnvoll im Unterricht erarbeitet werden. Der Kurs findet an zwei Mittwochnachmittagen (29.4. und 24.6.20 zwischen 13:30 und 17:00 Uhr) statt. Interessierte melden sich hier an. Anmeldeschluss ist der 29.2.2019 und es hat noch freie Plätze!




Unterrichtsskizze: Wasserschloss Schweiz

Das Wasserschloss Schweiz mit Hilfe der digitalen Landeskarte entdecken.

Aare_-_Limmat_(Limmatspitz)_IMG_6765

 

Beschreibung:

“Obschon die Schweiz flächenmässig nur knapp vier Promille am Kontinent ausmacht, befinden sich auf ihrem Boden sechs Prozent der Süsswasservorräte der Alten Welt”. (NZZ 2012)

Diese Satz kann als Konfrontationsaufgabe verstanden werden und zu einer Unterrichtseinheit führen, bei der die SuS mit dem Kartenviewer die grossen Flüsse der Schweiz suchen. Sie zeichnen mit dem Zeicheninstrument auf map.geo.admin.ch die Fliessrichtung ein und schreiben an, wo die Flüsse münden und in welches Meer sie schliesslich fliessen. Zudem können die Wasserscheiden in die Karte eingezeichnet werden. Dabei lernen sie die Schweiz als Wasserschloss Europas zu verstehen.

Mögliche Aufgabenstellung:

  • Welche sind die grossen Flüsse der Schweiz?
  • Welche Flüsse fliessen wo zusammen?
  • In welche grossen Ströme Europas münden die grossen Flüsse der Schweiz?
  • In welchen Meeren enden die grossen Flüsse der Schweiz schliesslich?

Zielsetzung / Kompetenzen:

Das Ziel dieser Unterrichtseinheit ist es, mit Hilfe der Geodaten die Schweiz als Wasserschloss zu begreifen.

Materialien für den Unterricht:

map.geo.admin.ch

Materialien für die Unterrichtsvorbereitung:

Der Artikel “Wasserschloss Schweiz” aus der NZZ vom 18.5.2012.

Die Schweizer Alpen sind Quelle und kontinentale Wasserscheide: Der Rhein fliesst in die Nordsee, die Rhone ins westliche Mittelmeer, der Tessin (Po) in die Adria und der Inn (Donau) ins Schwarze Meer. Die Schweiz ist somit das Wasserschloss Europas.

Weiterführende Ideen:

  • Woher kommt das Wasser in den Bergen?
  • Wie wird das Wasser in unseren Flüssen genutzt?
  • Wie werden die grossen Flüsse genutzt?
  • Welche Chancen und Problem ergeben sich aus dem “Wasserschloss Schweiz”?

Lehrplanbezug:

  • NMG 8.1: Die Schülerinnen und Schüler können räumliche Merkmale, Strukturen und Situationen der natürlichen und gebauten Umwelt wahrnehmen, beschreiben und einordnen.
  • NMG 8.4: Die Schülerinnen und Schüler können Elemente und Merkmale von Räumen in Darstellungsmitteln auffinden sowie raumbezogene Orientierungsraster aufbauen und anwenden.
  • (RZG 3.1: Die Schülerinnen und Schüler können natürliche Systeme und deren Nutzung erforschen.)
  • RZG 4: Sich in Räumen orientieren

 

 

Karten auf map.geo.admin.ch:

Gewässer / Flussgebiet / Gewässernetz 1:2 Mio / Gewässernetz VECTOR 25




Wer lebt bei uns ums Schulhaus? Artenvielfalt auf digitalen Karten festhalten

Die Schülerinnen und Schüler suchen z.B. auf dem Schulareal nach Pflanzen und Tieren. Die Fundorte werden anschliessend auf dem Kartenviewer eingetragen. Mit einfachen html-Bausteinen können die SuS, Bilder und Links in die Beschreibung des Standorts einfügen.

Dieser Artikel wurde revidiert und ergänzt von Dr. Esther Bäumler, Dozentin an der PH FHNW in der Professur für Didaktik des Sachunterrichts im Institut Primarstufe

Aufgabenstellung

Die Lernenden suchen z.B. auf dem Schulareal nach Pflanzen und Tieren, die dort vorkommen. Dies kann als Klassenarbeit – oder auch in mehreren Gruppen geschehen.

Die Fundorte werden auf der Karte eingetragen. Je nach Ausstattung direkt auf dem Kartenviewer – oder aber zuerst auf einem Luftbild, das anschliessend auf die Karte übertragen wird.

Die Fundorte werden mit einer Beschreibung versehen. In die Beschreibung kommen:

  • Name des Tieres / Pflanze
  • Kurzbeschrieb
  • Foto
  • Link auf Wikipedia

Das Beispiel ansehen: Um zusehen, wie das Ganze in die Beschreibung eingeführt werden muss, klickt ihr auf “Zeichnen & Messen auf der Karte”. Dann kann der Punkt weiter editiert werden.

Videotutorial zum Zeichnen mit dem Kartenviewer:

Für aktuelle Tutorials und eine Hilfe zum Zeichnen und Messen siehe auch: help.geo.admin.ch

Ziele / Kompetenzen

Die Schülerinnen und Schüler …

  • können mit Unterstützung durch die Lehrperson Pflanzen und Tiere in einem definierten Gebiet finden und bestimmen.
  • können Standorte auf dem Kartenviewer (mit Hilfe des Luftbilds) eintragen.
  • können einfache html-Bausteine verwenden, um z.B. Bilder direkt im Kartenviewer einzufügen.
  • können Fotos im Internet freigeben.
  • können die selbsterstellte Karte den Kollegen via Permalink freigeben und gemeinsam daran arbeiten.

Ergebnisse der Tagung zu Biodiversität

PH Solothurn, 13. Mai 2016 – Link zur Karte auf map.geo.admin.ch

Ergebnisse Tagung der Biodiversität an der PH Solothurn, Mai 2016

Ergebnisse Tagung der Biodiversität an der PH Solothurn, Mai 2016

Voraussetzungen

Die Lernenden sind mit den Grundfunktionen des Kartenviewers vertraut.

Die Lernenden können ein Foto schiessen und dieses auf den Computer übertragen.

Die Lernenden verfügen über einfache HTML-Kenntnisse, um ein Bild oder ein Link in die Beschreibung einzufügen. Eine gute Referenz inklusive Tutorials bietet http://www.w3schools.com/. Ein deutschsprachiges HTML Nachschlagewerk bietet: wiki.selfhtml.org/wiki/Referenz:HTML

Ideen und Weiterführendes

Das Projekt kann in unterschiedlichen Richtungen erweitert werden oder vertieft werden.

Wandel Jahreszeiten:

  • Im Laufe des Jahres sind unterschiedliche Pflanzen- und Tierarten sichtbar. So könnten über das Jahr verschiedene Erhebungen durchgeführt werden und die entsprechenden Karten dann verglichen werden.
  • Baumbeobachtungen über ein Jahr. Alle SuS wählen sich einen Baum auf dem Schulareal aus und machen über das Jahr Beobachtungen und Einträge in ein Forscherheft. Die ausgewählten Bäume und allenfalls monatliche Beobachtungen dazu werden in eine digitale Karte eingetragen.

Auswahl von Arten und Objekte

  • Die Auswahl der Arten kann auch eingeschränkt werden, also z.B. nur Vögel, Spinnen oder nur Baumarten. Damit ergibt sich eine Verfeinerung oder Vertiefung, je nach thematischem Schwerpunkt in NMG. Bei einer Beschränkung auf eine Artengruppe, kann das Sammeln, Beschreiben und Bestimmen der Arten vertieft werden.
  • neben Pflanzen- oder Tierarten können auch andere interessante Objekte wie z.B. Lieblingsorte der SuS, spezielle Gebäude in der Gemeinde, historische Orte usw. fotografisch erfasst, beschrieben und in digitalen Karten festgehalten werden.

Ausdehnung Fläche

  • Wird das Areal ausgeweitet z.B. auf das Gemeindegebiet, kann mit besonderen oder seltenen Arten oder auch mit Lebensräumen gearbeitet werden. Damit tragen die SuS zu einer eigentlichen Kartierung bei. Beispielsweise könnten alle Standorte von Wiesensalbei, Orchideen oder Blumenwiesen im Gemeindegebiet eingetragen werden. Auch im Zusammenhang mit Brutvögeln könnten in Zusammenarbeit mit dem lokalen Natur- und Vogelschutzverein interessante Erhebungen gemacht werden.
  • Wird das Projekt über mehrere Jahre durchgeführt, könnten unter Umständen auch Veränderungen festgestellt werden, beispielsweise an wenig überwachsene Flächen wie in Steinbrüchen oder an Ruderalstandorten.

Lehrplanbezug und Lehrmittel

Medien und Informatik (MI)

Die Schülerinnen und Schüler…

  • können unterschiedliche Darstellungsformen für Daten verwenden (z.B. Symbole, Tabellen, Grafiken). MI 2.1
  • können lokale Geräte, lokales Netzwerk und das Internet als Speicherorte für private und öffentliche Daten unterscheiden. MI 2.3
  • können Medien zum Erstellen und Präsentieren ihrer Arbeiten einsetzen. MI 1.3

Natur, Mensch, Gesellschaften (NMG)

Die Schülerinnen und Schüler…

  • können die Artenvielfalt von Pflanzen und Tieren erkennen und sie kategorisieren. NMG 2.4
  • Die Schülerinnen und Schüler können räumliche Merkmale, Strukturen und Situationen der natürlichen und gebauten Umwelt wahrnehmen, beschreiben und einordnen. NMG 8.1
  • Die Schülerinnen und Schüler können Elemente und Merkmale von Räumen in Darstellungsmitteln auffinden sowie raumbezogene Orientierungsraster aufbauen und anwenden. NMG 8.4

Lehrmittel aus der NMM Reihe des Schulverlags

  • Karussell, 1./2. Schuljahr: Kapitel Wald, Wiese, Dorf und Stadt und Jahresheft
  • Riesenrad, 3./4. Schuljahr: Kapitel Teich und Weiher, Wald, Dorf und Stadt, Jahresheft
  • Feldbuch naturspur (zu Karussell und Riesenrad) : Einfache Ordnungssysteme zu Pflanzen und Tieren und Bestimmungshilfen, Lebensräume mit einige charakteristischen Arten
  • Panorama, ab 2. Schuljahr: Kapitel In unserer Umgebung.

Weitere Lehrmittel und Websites

  • Globe Schweiz  Verschiedene Angebote zur Natur- und Umweltbeobachtung mit Meldemöglichkeiten und nationaler oder internationaler Vernetzung
  • Umweltdetektive Baumbeobachtungen über ein Jahr als Aufträge für SuS und weitere Materialien
  • Biofotoquiz Fotos und Quiz zum Kennenlernen von Arten

Würdigung von Dr. Esther Bäumler

Das Schulhausareal als einfach erreichbarer ausserschulischer Lernort wird hier genutzt, um die Wahrnehmung von Biodiversität (NMG Unterricht) mit Medienbildung zu verbinden.

Die SuS führen unterschiedliche Arbeitsschritte aus: sie suchen die Pflanzen- und Tierarten im Schulareal, dokumentieren diese fotografisch, bestimmen sie und verarbeiten sie dann weiter zu einer digitalen Karte. So können sie die Verbindung zwischen einer originalen Begegnung (Pflanzen und Tiere oder Tierspuren im Schulareal) zu einer digitalen Karte erfahren und nachvollziehen.

Die Anforderung sowohl zur Bestimmung von Arten, als auch zum korrekten Eintragen auf einer Karte und der digitalen Verarbeitung sind recht hoch. Hilfestellung zur digitalen Verarbeitung gibt das Videotutorial, welches die einzelnen Arbeitsschritte genau erläutert und auch Schwierigkeiten anspricht.

WerlebtbeiunsumsSchulhaus2
WerlebtbeiunsumsSchulhaus2
WerlebtbeiunsumsSchulhaus2.docx
2.7 MiB
545 Downloads
Details




Ideenskizze: Wieviel Eis hätte ich über meinem Kopf gehabt

Man kann sich kaum vorstellen, wieviel Eis über unseren Köpfe während des letzteiszeitlichen Maximums (LGM) war. Die grösste Gletscherausdehnung in der Schweiz war während des Höhepunkts der letzten Eiszeit vor rund 24`000 Jahren. Aufbau und Rückschmelzen der Gletscher sind Ausdruck bedeutender klimagesteuerter Umweltveränderungen in der jüngeren erdgeschichtlichen Vergangenheit.

Um das Ausmass der Vergletscherung zu bestimmen, reicht es aus, auf der aktuellen Karte ein Ort zu bestimmen, seine Höhe abzulesen und danach in der maximale Eiszeitkarte zu wechseln und anhand der Isohypse die Höhe der Gletscheroberfläche abzulesen.

Beispiele für Lektion :
A) Mathematik (Differenz suchen)

Definieren der heutigen Höhe

Laden der Karte letzteiszeitlichen Maximum

Differenz zu Gletscheroberfläche vor 24’000 Jahren von 2000 müM zu Chur heute 585müM =1415 m!

 

B) Geschichte

Wo waren die Eiszeiten? Wieso ist die Region Basel während der letzten Eiszeit eisfrei gewesen?

Nunataker: Berge die über die Gletscher hinausragten – wie zum Beispiel die Churfirsten – sind heute sehr gut im Luftbild sichtbar: Sie weisen keine Gletscherschleifspuren auf.

Geografie

Konzept der Höhenlinien erklären zum Beispiel Anhand der durch den Gletscher geformten Drumlin Ruetschberg

Dazu mittels der Messenfunktion das Profil darstellen

profil

Höhenprofil von Golfacher nach Hasenacher

 

Die 3D Funktion hilft ebenfalls, die Höhenlinie zu zeigen: dazu muss zusätzlich die Karte LK 25 hinzugefügt werden, da der Standardhintergrund in 3D keine Höhenlinie hat. Siehe auch die Hilfe von map.geo.admin.ch, um ein Höhenprofil zu Erhalten: help.geo.admin.ch

 

Le glaciazioni

Quanto ghiaccio avrei avuto sopra la testa




Unterrichtsskizze: Sich Flächen vorstellen

Vorstellungen von Flächenmassen

In allen Mathematiklehrmitteln kommt die Berechnung von Flächen, deren Masseinheiten und Umwandlungen vor. Dabei ist die Vorstellung von der Grösse von Flächen eine ideale Voraussetzung, um diese Anforderungen zu bewältigen. Der Kartenviewer kann helfen, eine Vorstellung von der Grösse von Flächen aufzubauen.

Beispiel: Vergleich von 100 m2 zu 10’000 m2

 

Zusätzlich bietet sich die Möglichkeit, Mathematik mit Geschichte und Geografie zu verbinden, indem historische Karten mit heutigen verglichen werden.

Beispiel: Zunahme der Stadtfläche von Solothurn.

Zuerst wird in einer aktuellen Karte die Fläche eines Ortes eingezeichnet.

Danach wird eine historische Karte gewählt und die Fläche des historischen Ortes eingezeichnet. Anschliessend können die beiden Flächen verglichen werden.

Zyklen: 2 und 3

Herausforderung: Nicht selbsterklärend -Wahl und Bedienung der Tools.

Hilfen: Messen, historische Karten anzeigen

 




Ideenskizze: digitale Karte des römischen Reichs

Das Pelagios Projekt bietet eine interaktive digitale Karte zum Römischen Reich. Das liesse sich wunderbar zum Thema Römer verwenden. Schonend bereits für die Primarschule geeignet und gegen oben beliebig offen.

Da es sich dabei um eine GNU General Public License v3.0 handelt, müsste es aber auch möglich sein, die Daten mit dem Kartenviewer zu verknüpfen?

Mehr Informationen zum Projekt:

http://pelagios-project.blogspot.ch/

http://pelagios.dme.ait.ac.at/maps/greco-roman/




Die Gemeinden meines Kantons

Die Schülerinnen und Schüler erkunden mit Hilfe des Kartenviewers die Gemeinden ihres Wohnkantons (in diesem Beispiel den Kanton Freiburg).

Dieser Artikel wurde revidiert und ergänzt von Daniel Siegenthaler, Dozent für Geographie an der PH FHNW am Institut für Sekundarstufe I und II.

Die SuS erarbeiten während 3 Doppellektionen verschiedene Arbeitsblätter, so dass sie im Anschluss eigenständig mit dem Kartenviewer arbeiten können. Um zu überprüfen, ob sie mit dem Kartenviewer arbeiten können, beschäftigen sie sich mit einer spezifischen Gemeinde ihrer Wahl aus dem Kanton Freiburg. Sie arbeiten einerseits mit digitalen Karten (swisstopo), können aber auch den Atlas gebrauchen um analoge Kartenwerke zu benutzen und diese miteinander zu vergleichen. Sie analysieren eine Gemeinde: Lage im Gradnetz, Lage in der Schweiz, Vegetation, Kulturgüter, Zeitreise usw. Sie benutzen die Hintergrundinformationen der verschiedenen Bundesämter, um Fragen zu ihrer Gemeinde zu beantworten.

Aufgabenstellungen

  • Die Schülerinnen und Schüler lernen Anhand von vier Niveaus den Kartenviewer kennen. Sie erkunden dazu ihren Schul- bzw. Wohnort.
  • Die SuS stellen eine Gemeinde ihres Wohnkantons exemplarisch vor. Idealerweise haben sie zu dieser Gemeinde einen persönlichen Bezug (Wohnort, Verwandte und Bekannte, Zugang zu Freizeitaktivitäten). Die SuS transferieren so ihre erworbenen Kompetenzen auf ein konkretes Beispiel mit mehr Gestaltungsfreiraum.
  • Die SuS präsentieren ihre Erkenntnisse anhand von Postern der Klasse vor.
  • Das Musterbeispiel “Estavayer-le-Lac” dient als Orientierungshilfe. Das Beispiel kann gleich zu Beginn gezeigt werden, um das Ziel der Aufgabe zu illustrieren. Wenn die SuS gut mit solchen Aufgaben zurechtkommen, sollte das Beispiel nur bei Bedarf genutzt werden, um die Kreativität nicht einzuschränken.

Zielsetzung/Kompetenzen

Die Schülerinnen und Schüler …

  • können Karten und Orientierungsmittel auswerten.
  • können sich im Realraum orientieren.
  • kennen die zentralen Funktionen des Kartenviewers und können diesen produktiv nutzen.
  • kennen relevante Datensätze für das Erkunden ihres Wohnkantons und können die Informationen interpretieren.

Weitere Etappenziele werden in den Arbeitsaufträgen formuliert.

Hinweise zur Beurteilung

  • Die Selbstbeurteilung wird mit den Lernzielen gefördert.
  • Die Produkte zu den Gemeinden (Poster, Präsentationen) können formativ und summativ beurteilt werden.
  • Verschiedene Produkte im Rahmen der einzelnen Aufgaben ermöglichen eine Diagnose und gezielte Rückmeldungen.

Materialien für die Unterrichtsvorbereitung der Lehrperson

  • Die Lehrperson sollte sich zuerst selbst gut mit dem Kartenviewer beschäftigen. Funktionen mit Kartenviewer kennen lernen, Speicheroptionen, Druckoptionen und Möglichkeiten von Einzeichnen, Messen, Berechnen.
  • Damit die SuS das genaue Ziel vor Augen haben, stellt die Lehrperson selbst, eine ihr bekannte (persönlicher Bezug) Gemeinde vor. Anhand eines Posters oder einer Präsentation wissen die SuS was auf sie zukommt.

Weiterführende Ideen

  • Die SUS können im Bildnerischen Gestalten eine Reliefkarte ihres Gebietes erstellen.
  • Die SuS können die Gemeinde besuchen und Fotos mitbringen (GPS, Kartenarbeit)

Beispiele aus dem Unterricht

bspsm1

Arbeiten von Schülerinnen und Schüler der 9B2 aus Wünnewil.

Es hat super funktioniert und war sehr spannend. (Franziska Gassmann)

Lehrplanbezug

Die Verknüpfung mit dem Lehrplan21 (NMG RZG.4.1-3) kann unter diesem Link als PDF heruntergeladen werden.

Würdigung durch Daniel Siegenthaler

Der Zugang zur Wohngemeinde über den Kartenviewer ist ein geeigneter Weg, sowohl die Wohngemeinde besser kennen zu lernen wie auch sinnvoll in den Kartenviewer einzuführen und ihn anzuwenden.

Die Aufgabenstellungen sind vielfältig und auf verschiedenen Anspruchsniveaus angesiedelt.

Die Produktorientierung der Aufgaben ist zu begrüssen und erhöht die Lernwirksamkeit.

Die konsequente Lernzielorientierung erhöht die Verbindlichkeit der Aufgaben und damit auch die Lernwirksamkeit.

Die Aufgaben werden sinnvoll mit dem Lehrplan verknüpft. Die Unterrichtseinheit fördert den Kompetenzbereich “Räumliche Orientierung”.

Die Voraussetzungen der Lehrperson werden sinnvollerweise beschrieben (“Materialien für die Lehrperson”).

->Der nicht überarbeitete Beitrag als PDF

Die Gemeinden Meines Kantons
Die Gemeinden Meines Kantons
Die-Gemeinden-meines-Kantons.docx
3.9 MiB
728 Downloads
Details