Vorbereitung Exkursion Festung Reuenthal

Die Schülerinnen und Schüler nutzen den Kartenviewer zur Vorbereitung einer Exkursion der Festung Reuenthal, einem Artilleriewerk, welches ab 1939 bis 1988 den Rheinübergang von deutscher Seite verhindern sollte.

Dieser Artikel wurde revidiert und ergänzt von Daniel Siegenthaler, Dozent für Geographie an der PH FHNW am Institut für Sekundarstufe I und II.

Nach einer Einführung durch die Lehrperson über strategische Gedanken zur Situation im 2. Weltkrieg und über die Bedeutung von Festungen und Hindernissen in dieser Zeit, erkunden die SuS mit Hilfe des Kartenviewers die Gegend rund um die Festung Reuenthal.

Mögliche Aufgabenstellungen

Die Schülerinnen und Schüler erhalten die Koordinaten der ehemaligen Stellungen und haben den Auftrag, diese in den Kartenviewer einzuzeichnen. Die Stellungen finden die Schülerinnen und Schüler mit Hilfe der Suchfunktion. Im Anschluss können die SuS mit der Zeitreisefunktion nachverfolgen, wann und aus welchen Gründen die Stellungen offiziell in die Schweizer Landeskarten eingezeichnet wurden.

Die detaillierte Aufgabenstellung zum Ausdrucken kann unter folgendem Link heruntergeladen werden:

Die Festung Reuenthal geo.map Aufgaben

Die LP diskutiert mit den SuS über die gefundenen Orte. Dazu kann folgende PowerPoint mit Bildern der entsprechenden Stellen verwendet werden:

PPP Reuenthal Koordinatenübungen

reuenthal

Gegend um Reuenthal mit eigezeichneten Festungspunkten

Zielsetzungen/Kompetenzen

Die Schülerinnen und Schüler …

  • kennen die Anlagen von Reuenthal.
  • kennen die Grundsätze bei der Erstellung von befestigten Hindernissen/Sperren.
  • kennen die Situation der Schweiz im 2. Weltkrieg.
  • kennen den Réduitgedanken von General Guisan.
  • können mit dem Kartenviewer map.geo.admin.ch umgehen und kennen die Funktionen „Zeitreise“ und „Koordinaten“
  • kennen die Gründe, warum Festungen und Geländehindernisse bis in die späten 80er Jahre eine Bedeutung für die Landesverteidigung hatten.

Bezug zum Lehrplan / Lehrmitteln

  • Der Bezug zum Lehrplan 21 besteht im Fachbereich Räume, Zeiten, Gesellschaften einerseits zum Kompetenzbereich “Sich in Räumen orientieren”, andererseits zum Kompetenzbereich “Schweiz in Tradition und Wandel verstehen”, dort insbesondere zur Kompetenz RZG 5.1c.

 

 

Materialien für den Unterricht

Die Festung Reuenthal geo.map Aufgaben

PPP Reuenthal Koordinatenübungen

PPP Bedeutung Geländehindernisse und Bunker red Vers

Würdigung durch Daniel Siegenthaler

Die Unterrichtseinheit befasst sich mit einer eindrücklichen Festungsanlage im Nahraum der Schülerinnen und Schüler, die die damalige Bedrohungslage fast greifbar macht.

Der Aufbau der Unterrichtseinheit ist gut durchdacht und plausibel. Die Schülerinnen und Schüler werden auf geeignete Art und Weise in das Thema eingeführt.

Die Auswertung ist der Aufgabe angemessen. Hier kann der Bezug zwischen den einzelnen Standorten zum Festungsplan gemacht werden.

Die Materialien sind informativ und gut gestaltet. Die genannten Filme sind eindrücklich und bieten eine gute Ergänzung zum Karten- und Bildmaterial sowie zur Exkursion.

Weiterführende Ideen

Eventuell könnten die gesuchten Orte in der Aufgabenstellungen speziell aufgelistet werden. Zudem könnte die konkrete Aufgabenstellung für die Recherche mit der Zeitleiste ergänzt werden.

Die Festung Reuenthal könnte auf der Basis von weiteren Informationen (z.B. dem Film “Schweizer Festungen”) mit anderen Festungen verglichen werden.

Film „Schweiz im zweiten Weltkrieg“ (Youtube)

Film “Schweizer Festungen” (Youtube)

ExkursionFestungReuenthal
ExkursionFestungReuenthal
ExkursionFestungReuenthal.docx
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Hausaufgabe Praxislehrpersonen

Die Praxislehrpersonen lernen den Kartenviewer kennen und verfassen ihren ersten Beitrag im internen Bereich von sCHoolmaps.ch

Beschreibung

In einem ersten Schritt, müssen die Praxislehrpersonen den Kartenviewer kennenlernen. Dazu erkunden Sie ihre Heimatregion und lernen die Vielfalt an Datensätze kennen. Gleichzeitig loggen sie sich das erste Mal auf sCHoolmaps.ch ein, passen die Benutzerdaten an und verfassen ihren ersten Beitrag. Zudem soll eine Bedarfsabklärung bezüglich Infrastruktur geschehen.

Aufgabenstellung

  1. Die LP loggt sich bei sCHoolmaps.ch ein und ändert ihr Passwort.
  2. Die LP erkunden ihren Wohn- oder Schulort mit dem Kartenviewer. Es geht darum, herauszufinden, welche Informationen aus dem Kartenviewer zu ziehen sind.
  3. Die LP verfassen im internen Bereich (Kategorie Praxistest) ihre Beobachtungen und illustrieren dies mit einem Permalink oder binden die Karte als iFrame ein.
  4. Die Lehrpersonen beantworten die Google-Umfrage zur ICT-Infrastruktur an ihrer Schule.

Kompetenzen / Ziele

  • Die Lehrpersonen können den Kartenviewer bedienen und verschaffen sich einen Überblick über die verfügbaren Datensätze.
  • Die Lehrpersonen kennen die Navigation von sCHoolmaps.ch und können Beiträge verfassen und kommentieren.
  • Die Projektleitung erhält konkrete Angaben zu den ICT-Bedürfnissen der Praxislehrpersonen.

Materialien

Der Kartenviewer (Geoportal des Bundes)

Google-Umfrage

Weiterführende Informationen

Bei Fragen wendet euch bitte an Nicolas (Plattform sCHoolmaps), Daniela oder David (Kartenviewer)

Lehrplanbezug

RZG.2.3

 




Vorlage für einen Unterrichtsvorschlag

In der Sitzung mit den Fachexperten wurde deutlich, dass die Unterrichtsvorschläge eine einheitliche Struktur haben sollten. Zwar wurde ein Vorschlag skizziert, dieser darf durchaus noch umgestellt oder ergänzt werden. Schreibt eure Anregungen und Bemerkungen dazu bitte in die Kommentare.

Titel Kurz, knackig, unterscheidbar
Lead 1 Satz als Überblick
Beschreibung Detaillierte Beschreibung, so dass ich mir vorstellen kann, worum es geht. 
Mögliche Aufgabenstellungen Skizziert, wie die Umsetzung im Unterricht aussehen könnte.
Zielsetzung/Kompetenzen
Gibt Anregungen (wo möglich und sinnvoll), um ein Thema kritisch zu betrachten.
Materialien für den Unterricht Hinweis auf Materialien für den Download, mit den Schülerinnen und Schüler arbeiten können, Links, Arbeitsblätter usw.
Materialien für die Unterrichtsvorbereitung der Lehrperson Hinweis auf weiterführende Materialien, Links, Hintergrundwissen
Weiterführende Ideen Hinweise, wie die Übung erweitert werden könnte, Querverweise zu andern Unterrichtsbeispielen
Beitragsbild Ein Foto, das die Unterrichtsidee illustriert.
Lehrplanbezug Fotos, Kartenmaterial und Ergebniss – dies nicht am Schluss des Unterrichtsbeispiel, sondern im internen Bereich beschreiben.



Meinen Wohnort erkunden

In diesem Teil lernst du mit dem Kartenviewer des Bundes umzugehen und darin zu navigieren.

  1. Öffne den Kartenviewer des Bundes: http://map.geo.admin.ch
  2. Navigiere zum Ort, in dem du wohnst oder arbeitest.
    Du kannst entweder über das Suchfeld navigieren oder direkt in die Karte hineinzoomen.
  3. Auf der linken Seite des Fensters hast du verschiedene Kataloge und Werkzeuge. Welche verschiedenen Kataloge gibt es? Was ist der Unterschied zwischen den verschiedenen Katalogen? Welche Daten findest du in welchem Katalog?
  4. Verschaffe dir eine Übersicht über die verschiedenen Datenlayer im Geokatalog, die du einschalten kannst. Die Datenlayers sind darin thematisch in drei Ordner geordnet: „Grundlagen und Planung“, „Natur und Umwelt“ und „Bevölkerung und Wirtschaft“. Klicke zum Öffnen der Kategorien auf die Oberbegriffe. Um einzelne Datenlayer einzuschalten, musst du ein Häkchen in das viereckige Symbol setzen. Mit dem Informationsbutton (i) erhältst du Angaben zu Inhalt, Art, Symbolisierung und Bezug der entsprechenden Daten.

Unter Auswahl kannst du eingeschaltete Layers mit Hilfe des Schiebereglers transparent erscheinen lassen. Je nach Art der Daten erhältst du Informationen zu einem Feature, indem du es in der Karte anklickst oder auf das kleine i neben dem Layernamen klickst.

Auswahlmenue

  1. Schalte die Gemeindegrenzen ein. Du findest sie entweder im Geokatalog auf der linken Seite unter Grundlagen und Planung à Grenzen à Gemeindegrenzen oder via das Suchfenster. Dort kannst du stichwortartig Begriffe eingeben, zu welchen du Daten visualisieren möchtest.
  2. Klicke auf der Karte auf die Gemeinde um detaillierte Angaben zu erhalten. Wie gross ist die Gemeinde (Fläche in ha)?



Orte finden

Mithilfe eines unterstützenden Arbeitsblattes suchen die Lernenden aussergewöhnliche Ortsnamen und lernen dabei die Suchfunktion und die Navigation des Kartenviewers kennen.

Die Lernenden haben den Auftrag, die beiden Aufgaben aus dem Arbeitsblatt Aussergewöhnliche Ortschaften auszufüllen. In einem ersten Schritt müssen sie von drei Ortsnamen denjenigen finden, den es tatsächlich in der Schweiz gibt. Die zweite Aufgabe besteht darin, die gefundenen Orte auf der Schweizer Karte möglichst genau einzuzeichnen.

Chäs und Brot

© Daten: swisstopo

 

 




Ideenskizze: Pilatus – Die nördlichste Spitze der Alpen (aus das “Geheimnis der Steine” von swisstopo)

Das Geheimnis der Steine – Beispiel: “Pilatus – Die nördlichste Spitze der Alpen”

Pilatus_360_Panorama

(Quelle: 360° Panorama vom Pilatus Wikipedia)

“Wettermacher, Drachensitz, Riesenheimat und Herrschergrab: Der Luzerner Hausberg Pilatus ist einer der sagenumwobensten Orte der Zentralschweiz. Und einer der schönsten. An klaren Tagen bietet er ein Panorama mit 73 Alpengipfeln. Ein Drachenstein sei anno 1420 vom Himmel gefallen, der römische Statthalter Pontius Pilatus sei im Pilatussee bestattet und vor einer Höhle wache ein versteinerter Mann. Das mit 2128 Metern Höhe die Region überragende Bergmassiv des Pilatus regt zweifellos die Fantasie an.  Auch heute birgt der Pilatus viele mystische Entdeckungen und sagenhafte Fleckchen Natur” so schreibt Schweiztourismus auf seiner Webseite: Link.

Drache_Luzern

Pilatusdrache und Luzerner Drachenstein auf einer Abbildung von Johann Leopold Cysat, Luzern 1661. Quelle: Zentral- und Hochschulbibliothek Luzern Sondersammlung (sowie: Link)

Nun jedoch zur geologischen “Wahrheit” über die Entstehung des Berges und zur Entstehungsgeschichte des “Pilatus” fernab von Sagen und Schweizer Mythenwelt:

Die Gesteine dieses eindrucksvollen Bergmassivs sind vor 145 Millionen Jahren entstanden. Sie sind ein Zeitdokument für die umfangreichen tektonischen Aktivitäten, die zur Herausbildung der Alpen geführt haben. Sie veranschaulichen aufs Schönste, wie die Erosion diese charakteristischen Felswände der Zentralalpen gebildet hat.

Vor 145 bis 65 Millionen (Mio.) Jahren befand sich diese Region viel weiter südlich und war von einem warmen, ruhigen und flachen Meer, der Tethys, bedeckt, ähnlich wie heute das Gebiet der Bahamas.

Bahamas

Unter diesen klimatischen Bedingungen, welche die Entwicklung von Korallenriffen begünstigen, lagerten sich Sedimente biologischen Ursprungs ab und schafften eine imposante Felsplattform aus Karbonaten (Kalk). Auch andere sehr feine Sedimente – Mergel – lagerten sich in dieser Zeit ab. (…weiteres zur Entstehung des Pilatus im Arbeitsblatt “Pilatus – Die nördlichste Spitze der Alpen” in der Reihe “Das Geheimnis der Steine” von swisstopo).

Heute:

Die schroffen Wände des Pilatus sind eine charakteristische Eigenschaft des mächtigen und sehr harten Kalksteins, die sanften Hänge eine typische Eigenschaft des erosionsanfälligen Mergels:

Mögliche Arbeitsvorschläge:

1 Wie sieht der Pilatus aus?

  • Zeigen Sie den Schülerinnen und Schülern das Foto des Pilatus. Welche besonderen Merkmale sind zu erkennen?

2 Wie bildete sich dieser markante Berggipfel heraus?

  • Lassen Sie die Schülerinnen und Schüler Vermutungen anstellen, wie dieser Berg seine typische Form erhielt

 3 Verteilen Sie den Schülerinnen und Schülern die Grafiken und lassen Sie sie schildern, was darauf erkennbar ist.

  • Die Klasse soll versuchen, die Grafiken zu beschreiben, zu interpretieren, in eine Reihenfolge zu bringen und selbst Erklärungen zu finden, wie sich das Gebirge entwickelt hat. Lesen Sie anschliessend den Erläuterungstext in der Klasse oder in Einzelarbeit.

Natürlich eignet sich map.geo.admin.ch auf dem Tablet oder Handy auch gut für eine Exkursion zum Pilatus mit den SuS. Besuchen Sie den Pilatus und entdecken Sie nebst der überwältigenden Aussicht schöne Wanderwege, einen Seilpark, die Sommerrodelbahn und weitere attraktive Angebote. Entdecken Sie die fabelhafte Sagen- und Mythenwelt rund um den Pilatus und allgemeine Informationen rund um die Geschichte des Berges. Erkunden Sie die geologische Karte auf map.geo.admin.ch! Geben Sie auf map.geo.admin.ch die Begriffe «Pilatus» und «Geologischer Atlas GA25» ins Suchfeld ein. Entdecken Sie, wo sich rund um den Pilatus-Kulm Kalksteine, Mergel und Hangschuttkegel befinden. (siehe auch: “Dragon Ride” Luftseilbahn)

 

Erfahren Sie mehr über das “Geheimnis der Steine” in der Schweiz und dazugehörenden Unterrichtseinheiten von swisstopo. Die pädagogische Umsetzung des komplexen Themas Geologie zeigt die Inhalte an einem konkreten und einfachen Beispiel aus jedem Kanton. 27 Erläuterungs- und Arbeitsblätter mit Aufgaben und Antworten führen Schülerinnen und Schüler der späten Primar- und Sekundarstufe I in die Welt der Gebirge und die Geschichte der Steine. Dabei wird aber nicht bloss erklärt, wie ein Kristall entsteht, sondern man kann ihn mit Hilfe eines einfachen Experiments gleich selber wachsen lassen.

Das neue Lehrmittel der Geologie ergänzen das bereits bestehende und viel genutzte Angebot, das swisstopo den Schulen unterschiedlicher Stufen zur Verfügung stellt: www.swisstopo.admin.ch/school