Ideenskizze: Wanderwege erkunden

Anlässlich eines Workshops an der Lehrplaneinführung im Kanton Solothurn ist die folgende Ideenskizze zum Kartenviewer entstanden und auch gleich als Ideenskizze formuliert worden.

Arbeitet zu zweit.

  1. Plant eine Wanderung von A nach B.
  2. Erarbeitet den Wanderweg mithilfe von map.geo.admin.ch, zum Beispiel mit Wanderwege von Swisstopo.
  3. Zeichnet die Wanderung auf einer separaten Karte ein (inklusive Start- und Endpunkt), erstellt ein Höhenprofil des Wanderweges und sammelt alle möglichen Informationen (Höhenmeter, Distanz etc.).

 

Beispiel:

 

Kompetenzen Lehrplan 21:

  • RZG 4.1 a/b (Orte lokalisieren)
  • RZG 4.2 b/c (Karte auswerten)
  • RZG 4.3 a (im Realraum orientieren)
  • Anwendungskompetenzen informatische Bildung:
    • Recherche
    • Medien und Daten auswählen, auswerten



Kurzeinstieg in die Unterrichtseinheiten auf sCHoolmaps.ch – Arbeitsblatt der KommSchau17

Basics – Kartenviewer des Bundes:

Wir arbeiten mit dem Kartenviewer des Bundes: map.geo.admin.ch!

map.geo.admin.ch = der Kartenviewer der (gesamten) Bundesverwaltung (siehe auch: www.geo.admin.ch – das Geoportal des Bundes) betrieben durch swisstopo, dem Bundesamt für Landestopografie (Bereich: KOGIS)

Zentrale Funktionen des Kartenviewers: Link und Einstieg in den Kartenviewer und seine Geschichte!

Übung zum “warm werden” mit der Navigation des Kartenviewers: Ortsnamenspiel (2)

 

Kurzeinstieg in die Unterrichtseinheiten auf sCHoolmaps.ch, basierend auf dem Kartenviewer des Bundes, map.geo.admin.ch:

KommSchau 1

 

Alle Beiträge zum Thema “Grundwasser/Trinkwasser” auf www.schoolmaps.ch/de findet

ihr hier:  Link

BNE = Bildung für Nachhaltige Entwicklung (siehe auch: Link)




map.geo.admin.ch // Weiterbildung für Lehrpersonen

Skript zur Weiterbildung sCHoolmaps

Bei sCHoolmaps entwickeln Lehrpersonen gemeinsam mit Experten von Swisstopo, der Fachdidaktik für Sachunterricht und der Medienbildung Ideen, wie map.geo.admin.ch – der Kartenviewer des Bundes erfolgreich im Unterricht eingesetzt werden kann. Der Einsatz digitaler Karten ist dabei primär aus einer medienpädagogischen Perspektive bzw. dem Lebenswelt-Argument legitimiert. Analoge Karten verlieren seit 2005 mit dem Erscheinen von Google-Maps und der Karte von search.ch stetig an Bedeutung und dem soll auch in der Schule Rechnung getragen werden. Damit  Lehrpersonen produktiv mit dem Kartenviewer arbeiten können, benötigen sie sowohl Anwendungskompetenzen wie auch methodisch-didaktische Kompetenzen. Die Kompetenzen wurden den Lehrpersonen jeweils im Rahmen einer Weiterbildung aufgebaut. Dieser Beitrag fasst die wichtigsten Bestandteile einer solchen Weiterbildung zusammen. Planungsunterlagen, Aufgabenblätter wie auch Literatur sind entsprechend verlinkt.

Ablauf einer sCHoolmaps-Weiterbildung

  1. Das Projekt sCHoolmaps
  2. Das Geoportal des Bundes als Teil der Open-Data Strategie
  3. Funktionen des Kartenviewers map.geo.admin.ch
  4. Den Kartenviewer aus subjektiver Perspektive kennengelernt
  5. Die Karte – ein Unterrichtsmedium der ersten Stunde im Wandel

Das Projekt sCHoolmaps

Das Projekt sCHoolmaps ist ein Unterrichtsentwicklungsprojekt, das in einem Co-Creation-Prozess entwickelt wurde. Im Zentrum des Projekts steht ein mehrfach prämiertes digitales Werkzeug – der Kartenviewer des Bundes map.geo.admin.ch. Unter map.geo.admin.ch können über 500 Datensätze mit einem Raumbezug erkundet werden. Dieses reicht von historischen Karten, Kulturgüter, Lärmbelastung, aktuelle Wassertemperaturen und vieles mehr. Das Ganze funktioniert ohne Login, ist  kostenlos und werbefrei.

Die Geschichte von sCHoolmaps

Als ich den Kartenviewer 2013 an einer Weiterbildung einer Bezirksschule (die mit den gescheiten Jugendlichen) präsentierte, bemerkten die Lehrpersonen, sie sähen durchaus Potenzial, den Lernenden mit dem Kartenviewer ein paar Sachverhalte am Beamer zu illustrieren. Für die Lernenden selbst sei das Werkzeug jedoch zu anspruchsvoll. Trotzdem produzierte die Beratungsstelle Digitale Medien für Schule und Unterricht – imedias einen kleinen Youtubefilm von eher zweifelhafter Qualität (zum Film). Auch wenn der Film nach wie vor und ein wenig zurecht nur wenige Klicks hat, trat das Geoportal des Bundes mit imedias in Kontakt um erste Projektideen für den Unterricht zu skizzieren.

Das Projekt wird seit 2013 laufend erweitert

In einem Pilot mit wurden Lehrpersonen der 3. bis 6. Klasse beauftragt, mögliche Einstiegslektionen zu testen. Wir stellten fest, dass Lernende ab der 4. Klasse durchaus eigenständig mit dem Kartenviewer arbeiten können. Gleichzeitig erhielten wir konkrete Hinweise, welche Unterstützung die Lernenden auf den verschiedenen Stufen benötigen.
Mit dem Wissen, dass der Kartenviewer durchaus für die Volksschule geeignet ist, startete sCHoolmaps im Schuljahr 2015/16 als Co-Creation-Prozess mit 12 Lehrpersonen, Fachdidaktikerinnen und Fachdidaktiker der PH und den Kartenexperten des Bundes lanciert. Daraus sind rund 10 praxiserprobte, auf den Lehrplan 21 ausgerichtete kompetenzbasierte Unterrichtsideen mit unterschiedlichen Fachbezügen entstanden. Gleichzeitig erhielt das Geoportal des Bundes wertvolle Feedbacks, um den Kartenviewer zu verbessern. So wurde beispielsweise ein erweitertes Zeichenwerkzeug oder die Messfunktion bei mobilen Geräten gefordert. Beides wurde umgesetzt. Selbstverständlich sind alle entwickelten Unterrichtsideen mit einer Creative Commons Lizenz versehen (Namensnennung CC BY 4.0). Aktuell ist die Romandie (schoolmaps.ch/fr) daran, Unterrichtsideen für den Kartenviewer zu entwerfen. Das Tessin wird im Juni 2017 starten, Einheiten auf Basis des Kartenviewers zu entwickeln.

Projektposter-sCHoolmaps.ch

Das Poster zur Illustration des Projekts

Das Geoportal des Bundes

Auch wenn nur ganz kurz, sollen die Lehrpersonen wissen, wie der Kartenviewer entstanden und wer dafür zuständig ist.

Die Vorteile einer kostenlosen Onlinekarte wurde auch beim Bund erkannt. «Ihr enormes Potenzial macht Geoinformation zu einem Wirtschaftsgut ersten Ranges», schrieb das Koordinationsorgan im Bereich der Geoinformation des Bundes (GKG) bereits 2003 in seinem Umsetzungskonzept zur Strategie für Geoinformation beim Bund. Ausländische Studien wiesen schon damals potenzielle Multiplikatoreneffekte von 1:4 zwischen öffentlichen Investitionen und Wertschöpfungen auf dem privaten Geodatenmarkt nach – allerdings unter der Voraussetzung eines leichten und preiswerten Zugangs zu Geobasisdaten. Bei rund 230 Millionen Franken jährlichen Investitionen von Bund und Kantonen in Geodaten entsprach dies einem theoretischen Marktpotenzial von rund einer Milliarde Franken. Damit die Strategie für Geoinformation des Bundes umgesetzt und der riesige Datenschatz gehoben werden konnte, schlug das Koordinationsorgan den Aufbau einer Nationalen Geodaten-Infrastruktur (NGDI) vor. Sie sollte der Verwaltung, der Wirtschaft sowie Bürgerinnen und Bürgern jederzeit und überall einen raschen und kostengünstigen Zugang zu verlässlichen Geoinformationen gewährleisten. Die rechtliche Grundlage für die Umsetzung dieser Strategie bildet das Geoinformationsgesetz, das am 1. Juli 2008 in Kraft trat. Zwei Jahre später lancierte das Koordinationsorgan das öffentliche Geodatenportal geo.admin.ch. Der Kartenviewer (map.geo.admin) erblickte 2010 das Licht der Welt. Er visualisierte damals rund 100 Datensätze. Mit an Bord waren die Landeskarten von swisstopo und vereinzelt Daten der verschiedenen Bundesämter. Heute umfasst der Kartenviewer fast 600 Datensätze (Lärmkarten vom BAFU, Kartoffelanbaugebiete vom BLW, Handyantennen vom BAKOM und viele weitere mehr).

Informationen zum Geoportal des Bundes

Informationen zum Kartenviewer map.geo.admin.ch

Wie funktioniert der Kartenviewer?

Die Funktionen des Kartenviewers werden in der Hilfe sehr gut erklärt. Wir verzichten deshalb auf ein tutorielles Anleiten der Funktionen verzichtet – auch weil dies nicht dem intendierten Lernverständnis entspricht. Die Lernenden sollen jene Funktionen kennen, die sie zum Lösen der aktuellen Aufgabe benötigen. Es macht aber sicher Sinn, die Hauptfunktionen im Startbildschirm gemeinsam durchzugehen.

HinweisHilfe

Für den Pilot wurden verschiedene Übungen skizziert, wie mit Kindern der Kartenviewer eingeführt werden kann. Eine davon ist die Suche nach kuriosen Ortsnamen “Orte finden“.

Den Kartenviewer erkunden

In den Weiterbildungssequenzen wurde aus Zeitgründen meist darauf verzichtet, Einstiegsaufgaben wie “Orte finden” durchzuspielen. Das empfiehlt sich aus der Erfahrung nur dann, wenn die Teilnehmenden wenig Vorerfahrung haben oder eher kritisch eingestellt sind. Für ein intrinsisch motiviertes Publikum wurde deshalb eine anspruchsvollere Übung entworfen. In einer ersten Phase versuchen die Teilnehmenden das Arbeitsblatt zu lösten – halten aber gleichzeitig ihre Fragen fest. Im Plenum werden die Aufgaben und die Fragen der Teilnehmenden diskutiert.

EinstiegsaufgabeKartenviewer
EinstiegsaufgabeKartenviewer
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Das gleiche Dokument als editierbares InDesign-Dokument:

Die Karte – ein Unterrichtsmedium der ersten Stunde im Wandel

HistorischesSchulzimmer

Karten wie auch der Globus gehören zu den ältesten Unterrichtsmedien überhaupt und sie sind auch heute noch in den Schulzimmern präsent. Erste digitale GIS (Geoinformationssysteme) sind seit den 70er Jahren im Einsatz, vermochten damals aber kaum die nötigen Datenmengen zu verarbeiten (Gisgeography.com, 2017). Dabei sind die Schweizer Landeskarten seit 1998  digital als CD ROM verfügbar (vgl. Geschichte von Swisstopo). Damals aber zu einem stolzen Preis und die meisten Schulen verfügten meistens nicht über die nötige IT-Infrastruktur. Interessierte Lehrpersonen haben allenfalls mal eine Schulreise so geplant, engagierte gar die Schülerinnen und Schüler selber planen lassen. 2005 präsentierte map.search.ch eine der ersten Online-Karten für die Schweiz. Ebenfalls 2005 startete Google seinen Kartendienst und leitete damit einen Paradigmenwechsel der Kartographie ein. Plötzlich interessierten sich auch Informatiker und Hobbygeografen für die Kartographie – das Gestalten von Karten.

Im Lehrplan wird die Kompetenzen des Kartenlesens (z.B. im Kanton Solothurn) im 3./4. Schuljahr aufgebaut. Das Lernziel lautet auch heute noch wie folgt (der Lehrplan 21 wird in Solothurn 2018/19 eingeführt): “Sie können die Schülerkarte des Kantons lesen und sich mit einem Ortsplan orientieren. Sie können die wichtigsten geographischen Merkmale der Region auf der Karte finden.” (Lehrplan 1992, Nachdruck 2007 der Volksschule des Kantons Solothurn). Allerdings haftet der Kartographie ein etwas altbackenes Image an, weil das Memorisieren von Signaturen und Ortschaften bei der Fülle an Daten einer digitalen Karte nicht gerecht werden. Wenn in einer Karte plötzlich unzählige Daten mit Raumbezug und einer Zeitreise durch die Kartenwerke versehen werden, lassen sich mit der Karte ganz neue Themen aus fast dem ganzen Fächerkatalog erarbeiten. Was aber muss eine Schülerin oder ein Schüler heute können?

Schoolmaps

Die Kompetenzen des Kartenlesens verändern sich mit der Digitalisierung

In der wissenschaftlichen Kartographie wird seit rund 20 Jahren ein Paradigmawechsel hin zu Werkzeugen der Geovisualisierung vollzogen, “die einen interaktiven, visuellen Zugang zu (meist) multidimensionalen räumlichen Daten ermöglichen.” (Traun et al., 2013). Die Fachdidaktik Geographie befasst sich mit neuen Konzepten der subjektiven Kartographie oder Spatial Citizenship, in welchen nebst Anwendungskompetenzen auch Kompetenzen zur Reflexion und Kommunikation über Karten gefordert werden. Diese Kompetenzen können sowohl mit dem Kartenviewer, wie aber auch mit anderen digitalen Karten oder Geoinformationssystemen (GIS) aufgebaut werden. Ähnlichkeiten zu Baakes Modell der Medienkompetenz sind Offensichtlich.Grunddimensionen einer Education for Spatial Citizenship (nach Gryl & Jekel 2012, Jekel, Gryl & Schulze 2015)

Grunddimensionen einer Education for Spatial Citizenship (nach Gryl & Jekel 2012, Jekel, Gryl & Schulze 2015)

Operationalisierung von Medienkompetenz nach Prof. Dr. Dieter Baacke

Operationalisierung von Medienkompetenz nach Prof. Dr. Dieter Baacke

Der Lehrplan 21 trägt diesen Ansätzen bereits Rechnung und integriert teilweise die subjektive Perspektive der Kartographie z.B. in folgenden Kompetenzen:

“Schülerinnen und Schüler…

  • können die Lage und Richtung von Objekten im eigenen Erfahrungsraum beschreiben und dabei Orientierungsmuster anwenden (z.B. links/rechts, oben/unten, vorne/hinten).
  • können auf Karten und Plänen der Region, des Wohnortes der Schweiz, der Welt und auf dem Globus erkennen und zeigen, welche Orte und Gebiete sie schon kennen und diese beschreiben.
  • können ausgehend von Informationen zu aktuellen Ereignissen (z.B. Naturereignisse, Konflikte zwischen Bevölkerungsgruppen) räumliche Bezüge in Orientierungsmitteln auffinden und Informationen zu räumlichen Situationen einordnen.” (Lehrplan 21)

Es ist erfreulich, dass der Lehrplan diese Prinzipien aufnimmt. Gleichzeitig sind es genau solche Formulierungen, die Kritikern in die Hände spielen, weil keine spezifischen Inhalte formuliert werden. Wie soll denn bitte geprüft werden, wenn die Kinder selber bestimmen können, welche Orte für sie bedeutsam sind? Auch wenn diese Argumente durchaus berechtigt sind, entsprechen sie nicht mehr dem aktuellen Umgang mit Karten. Die Pöstlergeografie – ich vermute, sie wird nach wie vor in gewissen Klassen praktiziert, hat die Post bereits 1964 mit der Einführung der Postleihzahlen abgeschafft (vgl. Schweizer Bauer, 2014). Vorher mussten die Pöstler tatsächlich alle Namen der Poststellen in der Schweiz kennen. Die alte Karte kann man ja aus historischen Gründen hängen lassen. Nie falsch ist eine Ortskarte, auf welcher die Kinder z.B. ihren Wohnort mit einem Stecknadel markieren. Und auch der Globus ist nach wie vor mehr als berechtigt.

Literatur

Creative Commons Lizenzvertrag
Die Unterrichtseinheiten sind lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung 4.0 International Lizenz.




Praxistest Quadrokopter – über den Dächern von Solothurn

Der erste Praxistest mit der Phantom 3 hat erstaunlich gut funktioniert. Wir haben sehr viel gelernt und es lässt sich für das nächste Mal einiges optimieren. Aber: der Quadrokopter bietet mehr Möglichkeiten als Anfangs gedacht. Sicher steht die Betrachtung der Welt weiter ganz vorne bei den Möglichkeiten. Da sich mit der Phantom 3 aber unglaublich ruhige Kamerafahrten machen, eignet er sich auch für LibDubs, Sport und verschiedene kreative Tätigkeiten. Wir bleiben auf jeden Fall dran.

AufnahmePhantom3.JPG

Was hat sich bewährt?

  • Gemeinsames Auspacken der Drohne – benennen der Teile.
  • Schrittweise den Quadrokopter steigen lassen und dabei die Lernenden steuern lassen.
  • Referenzlinie bestimmen um damit dann mit den Luftbildern Berechnungen machen zu können.
  • Die Lernenden die Kraft der Drohne spüren lassen.
  • Die Drohne hoch aufsteigen lassen (max. 150m, da sich das Gebiet in einer erweiterten Zone um den Flugplatz Grenchen befindet, siehe auch map.aviation.admin.ch) und die Lernenden nach bekannten Gebäuden suchen lassen. Wichtig ist, dass die Drohne immer in Sichtweite bleibt und nicht über Menschenansammlungen fliegt.

Was lernen wir aus dem Praxistest

  • Gruppengrösse mit acht Kindern ist das obere Maximum, damit die Lernenden auch selber was steuern können.
  • Drohnenflug auf mehrer Tage verteilen und mit z.B. den alten Karten von map.geo.admin.ch vergleichen lassen.
  • Referenzpunkte selber herstellen (z.B. Meterquadrat)
  • Der Drohnenflug didaktisch einbetten.
  • Freiwillig Super User bestimmen, die sich an einem freien Nachmittag die Bedienung der Drohne selber aneignen und z.B. einen Flugschein machen müssen. Diesen könnten Sie z.B. auch bei imedias machen.

Im Vergleich zum oberen Bild noch das Luftbild von swisstopo:

LuftbildSolothurn




Ideenskizze: Wetterkarte mit KML

Der Kartenviewer kann mit eigenem Server durch eigene Daten ergänzt werden. Mit einer KML-Datei, welche auf einem Server abgelegt wurde, können weitere Informationen in bereits vorhandene Kartenlayer eingebunden werden.

Hier ein Beispiel für eine selbst erstellte Wetterkarte: https://s.geo.admin.ch/6b73ae7084

Wetterkarte

Beim gezeigten Beispiel wurde eine statische Datei verwendet. Wenn man Zugriff auf den Server hat, ist es möglich, diese Datei mit Hilfe eines Scripts (z.B. PHP) laufend der neuen Wettersituation anzupassen.

Die Datei wurde – ähnlich wie in “Standorte automatisch eintragen (mit KML)” beschrieben – mit Hilfe einer Excel-Datei erzeugt. (Wenn mehr als 10 Stationen verwendet werden sollen, muss die Exceldatei angepasst werden.)

Das gleiche Prinzip funktioniert für beliebige Daten, die mittels einer KML-Datei visualisiert werden sollten.




Was weiss der Kartenviewer über meinen Schulweg?

Die Schülerinnen und Schüler (SuS) lernen die Grundfunktionen des Kartenviewers kennen, in dem sie ihren Wohnort und den Schulweg erkunden.

 

SchulwegSissach

Das Beispiel wurde mit einer 7. Klasse der Sekundarschule Sissach getestet, die aus einem Einzugsgebiet von bis zu 15 km rund um Sissach anreist. Die Unterrichtsidee eignet sich gut als Einstieg für die Arbeit mit dem Kartenviewer.  Die Lernenden erkunden ihre Umgebung mit einer offenen Aufgabenstellung und lernen so die Grundfunktionen des Kartenviewers kennen.

Ziele / Kompetenzen

Die Schülerinnen und Schüler

  • können ihren Schulweg mit dem Kartenviewer einzeichnen.
  • können die Messfunktion nutzen, um das Höhenprofil zu generieren.
  • können mit der Zeitreise-Funktion Veränderungen zwischen Wohn- und Schulort beschreiben.
  • können durch die Nutzung von weiteren Datensätzen (z.B. Kulturgüterschutz, Handy-Antennenstandorte, Reisezeit zu Zentren, Bodeneignung für Kulturpflanzen usw.) auf Besonderheiten ihres Wohnortes – bzw. Schulweges hinweisen.

Aufgabenstellung:

  1. Vorwissen aktivieren: Was wissen die Lernenden bereits über ihren Schulweg. In 2-3er Gruppen diskutieren sie zusammen mit anderen aus dem selben Wohnort, was sie über diesen und über den Schulweg bereits wissen.
  2. Austausch im Plenum.
  3.  Die SuS erkunden ohne klare Vorgaben ihren Wohnort und den Weg zur Schule. Im Plenum werden dann die Entdeckungen der Lernenden zusammengetragen. Die SuS erhalten danach den Auftrag, in Partnerarbeit ein Plakat zu erstellen.
  4. Die Lernenden messen ihren Schulweg, erstellen ein Höhenprofil und finden heraus, wie hoch ihr Haus oder ihre Wohnung gelegen ist. Der eingezeichnete Schulweg und das Höhenprofil werden als PDF gespeichert / oder gleich ausgedruckt.
  5. Alleine oder in Partnerarbeit erkunden die SuS weitere Datensätze zu ihrem Schulweg. Die Lehrperson hilft individuell mit Anregungen, falls die SuS überfordert sind.
  6. Die SuS fassen ihre Erkenntnisse auf einem Plakat zusammen. Eventuell drucken sie weitere Karten aus, um die Erkenntnisse zu illustrieren.
  7. Die SuS stellen ihr Plakat im Plenum vor.

Weiterführende Ideen

Anstatt eines offenen Einstiegs illustriert die LP ihren eigenen Schulweg am Beamer, nutzt dabei das Zeichnen&Messen-Werkzeug und zeigt drei mögliche Datensätze, mit denen sich zusätzliche Infos gewinnen lassen. Dadurch verhindert sie, dass die SuS mit dem Kartenviewer gänzlich verloren sind.

Statt auf einem Plakat könnten die SuS ihre Erkenntnisse gleich live am Kartenviewer präsentieren.

Dieses Miniprojekt ist jederzeit ausbaufähig. Doch zuerst möchte ich mal so vorgehen und zu einem späteren Zeitpunkt könnte ich mir  eine grössere Gruppenarbeit mit dem Thema ” mein Wohnort” vorstellen.

Lehrplanbezug

Die Schülerinnen und Schüler…

…können die Lage von ausgewählten Orten mithilfe von Raummerkmalen geografisch charakterisieren (z.B. am Meer, im Alpenvorland, in aridem Gebiet). (zum Lehrplan)

… können verschiedene Karten und Orientierungsmittel zur Beantwortung von Fragestellungen nutzen und auswerten. (zum Lehrplan)

 

map.geo.admin.ch (4) (1)




Unterrichtsskizze: Sich Flächen vorstellen

Vorstellungen von Flächenmassen

In allen Mathematiklehrmitteln kommt die Berechnung von Flächen, deren Masseinheiten und Umwandlungen vor. Dabei ist die Vorstellung von der Grösse von Flächen eine ideale Voraussetzung, um diese Anforderungen zu bewältigen. Der Kartenviewer kann helfen, eine Vorstellung von der Grösse von Flächen aufzubauen.

Beispiel: Vergleich von 100 m2 zu 10’000 m2

 

Zusätzlich bietet sich die Möglichkeit, Mathematik mit Geschichte und Geografie zu verbinden, indem historische Karten mit heutigen verglichen werden.

Beispiel: Zunahme der Stadtfläche von Solothurn.

Zuerst wird in einer aktuellen Karte die Fläche eines Ortes eingezeichnet.

Danach wird eine historische Karte gewählt und die Fläche des historischen Ortes eingezeichnet. Anschliessend können die beiden Flächen verglichen werden.

Zyklen: 2 und 3

Herausforderung: Nicht selbsterklärend -Wahl und Bedienung der Tools.

Hilfen: Messen, historische Karten anzeigen

 




Ideenskizze: digitale Karte des römischen Reichs

Das Pelagios Projekt bietet eine interaktive digitale Karte zum Römischen Reich. Das liesse sich wunderbar zum Thema Römer verwenden. Schonend bereits für die Primarschule geeignet und gegen oben beliebig offen.

Da es sich dabei um eine GNU General Public License v3.0 handelt, müsste es aber auch möglich sein, die Daten mit dem Kartenviewer zu verknüpfen?

Mehr Informationen zum Projekt:

http://pelagios-project.blogspot.ch/

http://pelagios.dme.ait.ac.at/maps/greco-roman/




Die Gemeinden meines Kantons

Die Schülerinnen und Schüler erkunden mit Hilfe des Kartenviewers die Gemeinden ihres Wohnkantons (in diesem Beispiel den Kanton Freiburg).

Dieser Artikel wurde revidiert und ergänzt von Daniel Siegenthaler, Dozent für Geographie an der PH FHNW am Institut für Sekundarstufe I und II.

Die SuS erarbeiten während 3 Doppellektionen verschiedene Arbeitsblätter, so dass sie im Anschluss eigenständig mit dem Kartenviewer arbeiten können. Um zu überprüfen, ob sie mit dem Kartenviewer arbeiten können, beschäftigen sie sich mit einer spezifischen Gemeinde ihrer Wahl aus dem Kanton Freiburg. Sie arbeiten einerseits mit digitalen Karten (swisstopo), können aber auch den Atlas gebrauchen um analoge Kartenwerke zu benutzen und diese miteinander zu vergleichen. Sie analysieren eine Gemeinde: Lage im Gradnetz, Lage in der Schweiz, Vegetation, Kulturgüter, Zeitreise usw. Sie benutzen die Hintergrundinformationen der verschiedenen Bundesämter, um Fragen zu ihrer Gemeinde zu beantworten.

Aufgabenstellungen

  • Die Schülerinnen und Schüler lernen Anhand von vier Niveaus den Kartenviewer kennen. Sie erkunden dazu ihren Schul- bzw. Wohnort.
  • Die SuS stellen eine Gemeinde ihres Wohnkantons exemplarisch vor. Idealerweise haben sie zu dieser Gemeinde einen persönlichen Bezug (Wohnort, Verwandte und Bekannte, Zugang zu Freizeitaktivitäten). Die SuS transferieren so ihre erworbenen Kompetenzen auf ein konkretes Beispiel mit mehr Gestaltungsfreiraum.
  • Die SuS präsentieren ihre Erkenntnisse anhand von Postern der Klasse vor.
  • Das Musterbeispiel “Estavayer-le-Lac” dient als Orientierungshilfe. Das Beispiel kann gleich zu Beginn gezeigt werden, um das Ziel der Aufgabe zu illustrieren. Wenn die SuS gut mit solchen Aufgaben zurechtkommen, sollte das Beispiel nur bei Bedarf genutzt werden, um die Kreativität nicht einzuschränken.

Zielsetzung/Kompetenzen

Die Schülerinnen und Schüler …

  • können Karten und Orientierungsmittel auswerten.
  • können sich im Realraum orientieren.
  • kennen die zentralen Funktionen des Kartenviewers und können diesen produktiv nutzen.
  • kennen relevante Datensätze für das Erkunden ihres Wohnkantons und können die Informationen interpretieren.

Weitere Etappenziele werden in den Arbeitsaufträgen formuliert.

Hinweise zur Beurteilung

  • Die Selbstbeurteilung wird mit den Lernzielen gefördert.
  • Die Produkte zu den Gemeinden (Poster, Präsentationen) können formativ und summativ beurteilt werden.
  • Verschiedene Produkte im Rahmen der einzelnen Aufgaben ermöglichen eine Diagnose und gezielte Rückmeldungen.

Materialien für die Unterrichtsvorbereitung der Lehrperson

  • Die Lehrperson sollte sich zuerst selbst gut mit dem Kartenviewer beschäftigen. Funktionen mit Kartenviewer kennen lernen, Speicheroptionen, Druckoptionen und Möglichkeiten von Einzeichnen, Messen, Berechnen.
  • Damit die SuS das genaue Ziel vor Augen haben, stellt die Lehrperson selbst, eine ihr bekannte (persönlicher Bezug) Gemeinde vor. Anhand eines Posters oder einer Präsentation wissen die SuS was auf sie zukommt.

Weiterführende Ideen

  • Die SUS können im Bildnerischen Gestalten eine Reliefkarte ihres Gebietes erstellen.
  • Die SuS können die Gemeinde besuchen und Fotos mitbringen (GPS, Kartenarbeit)

Beispiele aus dem Unterricht

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Arbeiten von Schülerinnen und Schüler der 9B2 aus Wünnewil.

Es hat super funktioniert und war sehr spannend. (Franziska Gassmann)

Lehrplanbezug

Die Verknüpfung mit dem Lehrplan21 (NMG RZG.4.1-3) kann unter diesem Link als PDF heruntergeladen werden.

Würdigung durch Daniel Siegenthaler

Der Zugang zur Wohngemeinde über den Kartenviewer ist ein geeigneter Weg, sowohl die Wohngemeinde besser kennen zu lernen wie auch sinnvoll in den Kartenviewer einzuführen und ihn anzuwenden.

Die Aufgabenstellungen sind vielfältig und auf verschiedenen Anspruchsniveaus angesiedelt.

Die Produktorientierung der Aufgaben ist zu begrüssen und erhöht die Lernwirksamkeit.

Die konsequente Lernzielorientierung erhöht die Verbindlichkeit der Aufgaben und damit auch die Lernwirksamkeit.

Die Aufgaben werden sinnvoll mit dem Lehrplan verknüpft. Die Unterrichtseinheit fördert den Kompetenzbereich “Räumliche Orientierung”.

Die Voraussetzungen der Lehrperson werden sinnvollerweise beschrieben (“Materialien für die Lehrperson”).

->Der nicht überarbeitete Beitrag als PDF

Die Gemeinden Meines Kantons
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Stadt- und Landentwicklung – historischer Vergleich

Blogbild (Stadt-Land): Copyright: Shutterstock.com (siehe Impressum)

Die Schülerinnen und Schüler vergleichen historisches Kartenmaterial mit aktuellen Karten und entdecken die unterschiedlichen Entwicklungen ihres Wohnorts und der nahegelegenen Stadt.

Dieser Artikel wurde von Dr. Esther Bäumler revidiert und ergänzt. Sie ist Dozentin an der PH FHNW, Institut Primarstufe an der Professur für Didaktik des Sachunterrichts.

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Die SuS suchen Erklärungen auf der Basis eines aktuellen Unterrichtsthemas, z.B. der Industrialisierung. Zudem untersuchen sie die schrittweise Entstehung der Stadt oder des Dorfes anhand historischer Fotos oder Texte und können diese mithilfe des Kartenviewers geografisch einordnen. Sie machen sich Gedanken über den weiteren Verlauf dieser Entwicklung und wie sich diese auf das Verhältnis zwischen Stadt und Land auswirken könnte.

Aufgabenstellung

  • Die Lernenden machen sich zuerst mit dem Schieberegler vertraut. Sie suchen ihr Schulhaus und beginnen von da aus, die beiden Karten zu erkunden und achten auf Unterschiede.
  • Mithilfe der Funktion “Vergleichen” des Kartenviewers können die Lernenden diese Entwicklung gut nachvollziehen.
  • Auf der linken Seite der Karte befindet sich die Dufour-Karte, auf der rechten Seite die heutige Karte in schwarzweiss.
    • Beispiel 1: Magadino Ebene: von der Sumpflandschaft zum Industriegebiet. Vergleich der Dufourkarte von 1858 und der 1:100’000 Landeskarte: Einfluss der Flusskorrektur. http://s.geo.admin.ch/ff622f531
    • Beispiel 2: Die St. Petersinsel – eine Halbinsel? In der 1. Juragewässerkorrektur (1868-1891) erfolgte die Absenkung des Seespiegels, die Insel wurde zur Halbinsel. Der Bau des Hagneckkanals wird gut sichtbar. http://s.geo.admin.ch/609382c04
  • Die Lernenden haben nun den Auftrag, Unterschiede der alten und neuen Karten zu erklären (z.B. Stadtgrenzen von damals und heute).
  • Der Kartenviewer beinhaltet auch ein Zeitreise-Kartenwerk. Hier kann historisches Kartenmaterial im Zeitraffer betrachtet werden. So können Veränderungen der Landschaft besonders schön nachverfolgt werden. Dieser kann mithilfe der Ebene “Zeitreise-Kartenwerke” hinzugefügt werden.

Historischer Vergleich mit aktiviertem Zeitreise-Tool.

Historischer Vergleich mit aktiviertem Zeitreise-Tool (Quelle: swisstopo)

Zielsetzung / Kompetenzen

Die Schülerinnen und Schüler …

  • können historische Veränderungsprozesse in Wohngebieten und Landschaften erläutern.
  • können erklären, weshalb Veränderungsprozesse in Stadt- und Landregionen unterschiedlich verlaufen.
  • kennen die Entstehungsgeschichte des eigenen Dorfes und können diese darlegen und illustrieren.
  • können unterschiedliche Karten miteinander vergleichen.

Hinweise zur Beurteilung

Für die Beurteilung kommen verschiedene Aspekte in Frage, insbesondere:

  • Beschreiben und vergleichen unterschiedlicher Kartenausschnitte.
  • Ableiten von wesentlichen Unterschieden und auf Zusammenhänge schliessen.

Materialien für den Unterricht

Lehrmittel aus der NMM Reihe des Schulverlags

  • Riesenrad, 3./4. Schuljahr: Kapitel Dorf und Stadt, S. 86 Freiflächen in der Stadt Baden
  • Panorama, ab 2. Schuljahr: Kapitel In unserer Umgebung und Heute -früher
  • Spuren-Horizonte, ab 5.Schuljahr: verschiedene Kapitel, viele Bezüge möglich

Weitere Lehrmittel, Fachbücher und Websites:

  • Tanner Karl Martin, 2001: Augen-Blicke: Bilder zum Landschaftswandel im Baselbiet. Verlag des Kantons Basel-Landschaft, 2001 (Fotosammlung, auch geeignet zur Arbeit mit SuS)
  • Ewald, Klaus, 2010: Die ausgewechselte Landschaft : vom Umgang der Schweiz mit ihrer wichtigsten natürlichen Ressource. Haupt, 2010 (Fachbuch zum Landschaftswandel)
  • Heimatkunden von Gemeinden und Städten
  • Zeitraum Aargau 
    historische Filmbeispiele zu unterschiedlichen Aspekten des Raumes
  • Natur und Landschaft in der Region Basel: Unterschiedliche Kartenwerke und Texte sowie Bildergalerien zu zahlreichen Themenfeldern.

Weiterführende Ideen

Die Aufgabestellungen können in unterschiedliche Richtungen erweitert oder vertieft werden.

  • Entscheid für eine ausgewählte Kategorie von Landschaftsentwicklung, Beschrieb des Wandels und Frage nach den Zusammenhängen und Faktoren hinter dem Wandel
    (Kategorieneinteilung z.B. nach Arealstatistik der Schweiz)
    – Bestockte Flächen, z.B. Entwicklung der Waldareale
    – Landwirtschaftliche Nutzflächen, z.B. Entwicklung Obstbau, Rebberge
    – Siedlungsflächen, z.B. Siedlungsentwicklung, Verkehrsflächen, Industrieareale
    – Unproduktive Flächen, z.B. Gletscher, Gewässer
    Die zu untersuchende Kategorie soll sich auch nach lokal oder regional interessanten Veränderungen richten. Spannend sind in der Regel: Fluss- und Bachläufe, Hecken und Feldgehölze, Gletscher, Strassen und Autobahnen, Siedlungs- und Industrieflächen, touristische Entwicklungen.
  • Interessant ist der Vergleich des Wandels unterschiedlicher Orte wie z.B. Grossstadt, Agglomeration, Dörfer in Jura, Mittelland und den Alpen (siehe dazu Kapitel Landschaften und Lebensräume, Wo wir leben, in Spuren-Horizonte)
  • In Verbindung mit den Vergleichen auf dem Kartentool ist die eigene Umgebung in der Gemeinde oder in der weiteren Region sowohl auf der Karte als auch vor Ort zu erkunden. An geeigneten Orten mit guter Übersicht kann der aktuelle Zustand mit Karten aus der Zeitreise verglichen werden.
  • Als zusätzlicher Rechercheauftrag eignet sich die Suche und der Vergleich von Fotos ausgewählter Objekte oder Landschaften (siehe z.B. Buch Augenblicke) sowie das Führen von Interviews mit älteren Leuten. Wie haben sich die Landschaftsveränderungen auf das Leben der Menschen ausgewirkt oder umgekehrt, welche Entwicklungen wirkten sich wie auf die Landschaft aus?

Lehrplanbezug

Der Lehrplanbezug liegt hauptsächlich im NMG Kompetenzbereich 8

Die Schülerinnen und Schüler …

  • können räumliche Merkmale, Strukturen und Situationen der natürlichen und gebauten Umwelt wahrnehmen, beschreiben und einordnen. (NMG 8.1)
  • können die unterschiedliche Nutzung von Räumen durch Menschen erschliessen, vergleichen und einschätzen und über Beziehungen von Menschen zu Räumen nachdenken. (NMG 8.2)
  • können Veränderungen in Räumen erkennen, über Folgen von Veränderungen und die künftige Gestaltung und Entwicklung nachdenken. (NMG 8.3)

Weitere Lehrplanbezüge

Die Schülerinnen und Schüler …

  •  können Spuren der Entwicklung der Landschaft und von Lebewesen in der Wohnregion erkunden sowie diese räumlich und zeitlich einordnen (z.B. Prozess, Veränderung, Abfolge). (NMG 2.5 f)
  • können zu Einflüssen des Menschen auf die Natur mögliche Folgen abschätzen, Erkenntnisse dazu ordnen und über eigene Verhaltens- und Handlungsweisen nachdenken. (NMG 2.6. h)
  • können Vergleiche zur Mobilität und zum Verkehr früher und heute anstellen, Veränderungen beschreiben sowie Beispiele von Nutzen und Folgen für die Lebensqualität der Menschen und für die Natur einschätzen. (NMG 7.3 g)
  • können historische Bilder aus der Umgebung mit der heutigen Situation vergleichen. Was ist gleich? Was ist anders? (z.B. Häuser, Strassen in der eigenen Umgebung). (NMG 9.2 d)
  • können sich aus Sachtexten, Karten, Quellen ein differenziertes Bild einer historischen Epoche erarbeiten(Sachtext, Karte, Quelle). (NMG 9.3. e)

Würdigung von Dr. Esther Bäumler

Das Tool mit der Zeitreise und dem Schieberegler zum Vergleich ist ein tolles Werkzeug, um Landschaftsentwicklungen sichtbar zu machen.

Das Tool lässt sich leicht bedienen und aus der Zeitreise können nach Bedarf auch Karten für vertieftes Arbeiten ausgedruckt werden.

Die Vorschläge zu den beiden Beispielen sind einleuchtend, insbesondere die Veränderung der Magadinoebene sind sehr augenfällig.

Stadt- und Landentwicklung - historischer Vergleich
Stadt- und Landentwicklung - historischer Vergleich
StadtundLandentwicklung_HistorischerVergleich.docx
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