www.geo.admin.ch/edu – Ein einfacher Einstieg in den Kartenviewer des Bundes für die Lehrperson!

map.geo.admin.ch für die Lehre! – www.geo.admin.ch/edu

Der Kartenviewer map.geo.admin.ch eignet sich für den Einsatz im Unterricht und in der Forschung. Die Schülerinnen und Schüler lernen auf dem Tool den Umgang mit Schweizer Kartenmaterial und den dazugehörigen Geoinformationen. Solche orts- und raumbezogenen Daten sind in vielen Lebensbereichen von grosser Relevanz. Dies ermöglicht einen sinnvollen Einsatz des Kartenviewers in diversen Bereichen von Forschung und Lehre.

Eine einfache Einführung mit Beispielaufgaben in die Thematik Kartenviewer des Bundes, map.geo.admin.ch, für Lehrpersonen! – Von Geographen und Fachexperten der digitalen Karte (swisstopo) für Lehrpersonen…

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Link zur Einführung

 

Unterrichtsmaterialien aus einem Pilotprojekt mit den Kantonen Solothurn und Aargau zum Thema Kartenviewer des Bundes!  In diesem Pilot wurde bewiesen, dass map.geo.admin.ch im Unterricht in der Primarstufe einsetzbar ist. Von Lehrpersonen der Primarstufe für Lehrpersonen…

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Link zu den Unterrichtsmaterialien

 

www.sCHoolmaps.ch – Ein Projekt zur Förderung digitaler Karten des Bundes im Unterricht! Lehrplan 21 konform.  Von Lehrpersonen der Sek 1. und Primarstufe für Lehrpersonen…

Link auf sCHoolmaps.ch

 

Zum Einstieg in map.geo.admin.ch für Schüler und Schülerinnen – die Schatzkarte von swisstopo. SuS lernen spielerisch die Grundfunktionalitäten von map.geo.admin.ch kennen! – Von Lehrpersonen für SuS…

Link zur Schatzkarte

 

Weiterführende Informationen: 

Sehen Sie in folgendem Artikel aus der Neuen Schulpraxis: “Max und Melanie heben den Geodatenschatz” einen simplen Einstieg in map.geo.admin.ch:

Link zum Artikel der Fachzeitschrift

Neu – Artikel in der “Neuen Schulpraxis”: Max und Melanie heben den Geodatenschatz (März 2016)




Unterrichtsentwicklungsprojekt: Bildung für nachhaltige Entwicklung mit den digtialen Karten des Bundes

Am 03.04.19 treffen sich 6 Lehrpersonen mit Experten der FHNW und swisstopo zur Initialisierung eines Projektes, in dessen Rahmen Unterrichtsideen und Unterrichtsvorschläge zu BNE-Themen unter Anwendung von Datensätzen auf map.geo.admin.ch entwickelt, getestet und auf sCHoolmaps.ch veröffentlicht werden.

Wann: 03.04.19 ab 13:30 Uhr
Wo: swisstopo, dem Bundesamt für Landestopografie: Seftigenstrasse 264 – Wabern

Das Projekt will …

  • … konkrete Vorschläge zur Integration von Bildung für nachhaltige Entwicklung in unterschiedlichen Fachbereichen bereitstellen.
  • … BNE als wichtiger Teil einer guten Volksschulbildung stärken, denn BNE kann zu verantwortungsvollen Entscheiden führen und ist deshalb in einer direkten Demokratie zentraler Bedeutung.
  • … BNE als Chance wahrnehmen, kritisches Denken in der Schule zu fördern und somit einen Teil dazu beitragen, wichtigen Anforderungen des 21. Jahrhunderts in der Schule gerecht zu werden.
  • … den sinnvollen Einsatz von digitalen Medien ermöglichen und so Möglichkeiten zur Erarbeitung der Anwendungskompetenzen Medien und Informatik aufzeigen.
  • … weitere Personen auf die wertvollen Datensätze auf map.geo.admin.ch aufmerksam machen.
  • … und last but not least: Weitere Unterrichtsideen auf sCHoolmaps veröffentlichen.

Eine solche Unterrichtsidee kann so aussehen: Renaturierung der Gewässer

 

So läuft es ab:

  • Interessierte Lehrpersonen ab 5. Klasse melden sich für das Projekt an bzw. haben sich bereits angemeldet.
  • Beim ersten Treffen werden Erfahrungen mit map.geo.admin.ch ausgetauscht und Unterrichtsideen skizziert und diskutiert. Das Programm bei diesem Treffen sieht etwa wie folgt aus:Unterrichtsideen und -vorschläge werden individuell entworfen und mit Unterstützung von Experten der PH FHNW und swisstopo ausgearbeitet.
  • Wenn möglich werden die Unterrichtseinheiten mit Schülerinnen und Schülern ausprobiert und allenfalls überarbeitet.
  • Die Unterrichtvorschläge werden auf sCHoolmaps.ch online gestellt.

 

Für Kurzentschlossene ist das Treffen offen. Weitere Informationen über lorenz.moeschler@fhnw.ch oder 032 628 66 86.

 

Link auf Beitrag im geowebforum.ch

 

 

 

 




Unterricht mit digitalen Karten: effektiv, intuitiv, zeitgemäss – Workshop an der PH Bern am Mi,13.03.2019 (17-19 Uhr)

Eine Karte sagt mehr als tausend Zeilen.

 

Unter diesem Motto organisierte die PH Bern in Zusammenarbeit mit swisstopo/sCHoolmaps.ch, Esri Schweiz Education und Lehrperson Marcel Engel einen kostenlosen Feierabend-Workshop an der Hochschule. Im Fokus stehen Schlüsselkompetenzen mit digitalen Karten und Daten: erstellen, analysieren und präsentieren im Unterricht.

In kleinen Workshops werden folgende Themen behandelt:

  • Kreative und effektive Unterrichtsszenarien mit digitalen Karten (Marcel Engel: Freies Gymnasium Zürich)
  • sCHoolmaps.ch – Unterrichtsideen mit dem Kartenviewer des Bundes (Lorenz Möschler: imedias)
  • Webbasierter GIS-Einsatz im Unterricht mit ArcGIS Online (Thomas Ingold: Esri Schweiz)
  • schulGIS.ch – Ein Blog von Lehrpersonen für Lehrpersonen (Christian Sailer: ETH Zürich)

Für den individuellen Austausch laden wir euch anschliessend zu einem kleinen Apéro ein. Wir können nur eine beschränkte Anzahl Plätze zur Verfügung stellen. Bitte meldet euch hier bis spätestens 28. Februar 2019 an.

Link zur Anmeldung

Link zum Beitrag im geowebforum.ch

siehe auch:

schulGIS.ch (sek.2)

 




Luftbilder vergleichen: Erklärfilm

Das Vergleichen von aktuellen Luftbildern mit Fotos von früher stellt eine schöne Art dar, landschaftliche und bauliche Veränderungen sichtbar zu machen. Mit „SWISSIMAGE“ der Swisstopo steht ein Datenlayer hochaufgelöster Luftbilder von 1979 bis heute zur Verfügung. Mit der Funktion „Vergleichen“ lassen sich so mit authentischem Material Entwicklungen veranschaulichen. So lässt sich zum Beispiel der Aletschgletscher um 1980 mit der heutigen Situation vergleichen, wobei sehr eindrücklich der Rückgang sichtbar gemacht werden kann. Ebenso lassen sich grosse Bauprojekte wie die NEAT teilweise verfolgen oder die Renaturierung von Gewässern beobachten. Da nicht jedes Jahr von 1979 bis heute von der ganzen Schweiz Luftaufnahmen entstanden sind und in jedem Jahr unterschiedliche Gebiete fotografiert wurden, kann mit dem entsprechenden semitransparenten Datensatz der den Zeitpunkt der Aufnahme hervorgehoben werden. Diesbezüglich ist die Bedienung des Kartenviewers aber nicht sehr intuitiv und deshalb steht ab sofort ein Erklärfilm zur Verfügung, in welchen diese Thematik aufgegriffen und anhand von zwei Beispielen veranschaulicht wird.

 

 




Unterrichtsidee: Renaturierung der Gewässer

Die Renaturierung von Flüssen und Bächen ist ein Auftrag des Bundes an die Kantone, welcher eine Aufwertung von Gewässern zum Ziel hat. Die Renaturierung beinhaltet Revitalisierung und Reduktion der negativen Auswirkungen der Wasserkraftnutzung. Revitalisierung bedeutet die Wiederherstellung von naturnahen Gewässern mit ihren charakteristischen Pflanzen und Tieren. Die negativen Auswirkungen von Wasserkraftwerken soll durch den Ausgleich der z.T. stark variierenden Wassermengen vermindert werden. Zudem soll die Fischgängigkeit verbessert werden.

Mehr Informationen dazu auf der Webseite des Bundesamtes für Umwelt BAFU.

Auf dem Kartenviewer können durch den Vergleich von alten und neuen Luftbildern im Datensatz SWISSIMAGE Zeitreise Renaturierungen von Gewässern sichtbar gemacht werden, wie die vier Beispiele zeigen:

Biberenbach bei Biberen, Kanton Solothurn:

Aare bei Rupperswil / Auenstein / Wildegg:

Emmebirne: Vergleich zwischen 1982 und 1998:

Emmebirne: Vergleich zwischen 1998 und 2014:

 

Vorgehen

Die Aufgabe kann sich als Einstieg in Themenbereiche wie „Veränderung der Landschaft“, „Veränderungen durch Strukturwandel“, „Aufwertung von Naherholungsgebieten“ oder „Ökosysteme“ eignen.

  • Die Schülerinnen und Schüler recherchieren nach Renaturierungsprojekten in ihrer Wohngemeinde bzw. ihrem Wohnkanton.
  • Sie suchen auf map.geo.admin.ch Orte der lokalen Renaturierungsprojekte.
  • Sie schauen sich mit der SWISSIMAGE Zeitreise und der Funktion «Vergleichen» die Veränderung vor und nach der Renaturierung an, wie im Beispiel «Biberenbach bei Biberen, Kanton Solothurn» oben gezeigt.
    Wenn die Renaturierung schon etwas länger zurück liegt, lassen sich sogar Entwicklungen und / oder Erweiterungen beobachten, wie in den beiden Beispielen «Emmenbirne bei Aefligen, Kanton Bern» oben gezeigt.
  • Die Schülerinnen und Schüler halten fest, was ihnen zwischen dem «Vor- und Nachher» auffällt bzw. welche Unterschiede sie zwischen dem Gewässerabschnitt vor und nach der Renaturierung erkennen. Die Beobachtungen können zum Beispiel mit den Funktionen «Zeichnen & Messen auf der Karte» direkt im Kartenviewer auf dem neueren Luftbild festgehalten werden.
    Folgende Stichworte können als Beobachtungshilfe dienen:

    • Breite / Durchmesser der Zone
    • Aussehen des Ufers
    • Form des Gewässers
    • Vegetation: Bäume, Büsche, …
    • Steine, Totholz, …
  • Zur Aktivierung bzw. Erhebung des Vorwissens halten die Lernenden ihre Gedanken zu folgenden Leitaufträgen fest:
    • An und in Gewässern leben viele verschiedene Pflanzen und Tiere. Überlege und schreibe auf, ob nach Renaturierung mehr oder weniger Pflanzen und Tiere in dieser Zone leben. Begründe deine Überlegungen.
    • Beschreibe, welchen Nutzen die Renaturierung für Menschen haben könnte.
    • Überlege und notiere, ob die Renaturierung gegen Hochwasser helfen könnte.

 

Wie weiter

An diesen Einstieg anschliessend drängt sich ein Besuch der beobachteten Stelle bzw. eines anderen renaturierten Gewässerabschnittes auf. Die Beobachtungen auf den Luftbildern und die Überlegungen zu den Leitaufträgen können zum Beispiel durch das Erstellen von Fotos und Skizzen bestätigt und erweitert werden.

 

Lehrplan 21

Neben dem Bezug zu Bildung für Nachhaltige Entwicklung können folgende Kompetenzen aus NMG, NT und RZG bzw. GGS teilweise erarbeitet werden:

NMG 8.1 Die Schülerinnen und Schüler können räumliche Merkmale, Strukturen und Situationen der natürlichen und gebauten Umwelt wahrnehmen, beschreiben und einordnen.
NMG 8.2 Die Schülerinnen und Schüler können die unterschiedliche Nutzung von Räumen durch Menschen erschliessen, vergleichen und einschätzen und über Beziehungen von Menschen zu Räumen nachdenken.
NMG 8.3 Die Schülerinnen und Schüler können Veränderungen in Räumen erkennen, über Folgen von Veränderungen und die künftige Gestaltung und Entwicklung nachdenken.
NT.9.2 Die Schülerinnen und Schüler können Wechselwirkungen innerhalb und zwischen terrestrischen Ökosystemen erkennen und charakterisieren.
NT.9.3 Die Schülerinnen und Schüler können Einflüsse des Menschen auf regionale Ökosysteme erkennen und einschätzen.
RZG/GGS 2.3 Die Schülerinnen und Schüler können die Dynamik in städtischen und ländlichen Räumen analysieren.
RZG/GGS 3.2 Die Schülerinnen und Schüler können wirtschaftliche Prozesse und die Globalisierung untersuchen.
RZG/GGS 4.1 Die Schülerinnen und Schüler können Orte lokalisieren.
RZG/GGS 5.1 Die Schülerinnen und Schüler können Entstehung und Entwicklung der Schweiz erklären.
RZG/GGS 5.3 Die Schülerinnen und Schüler können das Alltagsleben von Menschen in der Schweiz in verschiedenen Jahrhunderten vergleichen.

 

Zudem lassen sich aus den Anwendungskompetenzen Medien und Informatik bzw. informatische Bildung folgende Kompetenzen teilweise erarbeiten:

Handhabung

  • Dokumente so ablegen, dass auch andere sie wiederfinden.

Recherche und Lernunterstützung

  • Mit Hilfe von vorgegebenen Medien lernen und Informationen zu einem bestimmten Thema beschaffen (…).
  • Medien und Daten auswählen, auswerten und als Informationsquelle für das eigene Lernen nutzen (…).
  • Medien für den eigenen Lernprozess selbständig auswählen und einsetzen (…).

Produktion und Präsentation

  • Medien zum gegenseitigen Austausch sowie zum Erstellen und Präsentieren der eigenen Arbeiten einsetzen (…).
  • Grundfunktionen von Geräten und Programmen zur Erstellung, Bearbeitung, und Gestaltung von Texten, Tabellen, Präsentationen, Diagrammen, Bildern, Tönen, Videos und Algorithmen anwenden.



map.geo.admin.ch im Unterricht (Lorenz Möschler imedias PH FHNW)

Link

Open Education Day 2018

Die digitale Karte des Bundes: map.geo.admin.ch

 




Drohnen und Schule – Gut zu wissen

Kameradrohnen bieten für die Anwendung im Unterricht einiges Potenzial. Sowohl im naturwissenschaftlichen-technischen Unterricht als auch im Rahmen der informatischen Bildung sind einige spannende Szenarien umsetzbar. Jedoch ist bei der Verwendung von Drohnen einiges zu beachten, vor allem um rechtliche Unannehmlichkeiten vorzubeugen.

Kartenviewer_DrohneVorweg soviel: Drohnen sind grundsätzlich erlaubt und können in der Schule problemlos eingesetzt werden. Doch wie das Sprichwort “Nichtwissen schützt vor Strafe nicht” sagt, gilt es einiges zu beachten. Zudem sieht es so aus, dass in Zukunft alle, die eine Drohne oder ein Flugmodell steuern wollen, eine Art Prüfung absolvieren müssen. Mehr dazu im Artikel der NZZ. Deshalb folgend die wichtigsten Verhaltens- und Sicherheitsregeln zum Umgang mit Drohnen, basierend auf den Bestimmungen des Bundesamtes für Zivilluftfahrt (BAZL).

Was darf geflogen werden:

  • Drohnen und Flugmodelle unter 30kg sind grundsätzlich nicht bewilligungspflichtig.
  • Wer eine Drohne oder ein Flugmodell mit mehr als 500 Gramm Gewicht betreibt, muss für allfällige Schäden eine Haftpflichtdeckung im Umfang von mindestens 1 Million Franken gewährleisten.
  • Drohnen mit mehr als 500 Gramm Fluggewicht bedürfen einem Zusatz in der Haftpflichtversicherung (ca. 30.- / Jahr).

Wie darf geflogen werden:

  • Sofern der Pilot / die Pilotin jederzeit direkten Augenkontakt zu seinem Flugobjekt hat, dürfen Drohnen und Flugmodelle unter 30kg ohne Bewilligung betrieben werden.
  • Flüge mit Videobrillen sind nur innerhalb der Sichtweite erlaubt, und auch dann nur, wenn eine zweite Person am gleichen Standort wie der Pilot / die Pilotin dabei ist und jederzeit eingreifen kann.
  • Ausserhalb der Sichtweite sind Flüge mit Videobrille bzw. Monitor und / oder mit autonomen Drohnen bewilligungspflichtig.
  • Bei Luftaufnahmen sind der Schutz der Privatsphäre respektive die Vorschriften des Datenschutzgesetzes zu beachten.

Wo darf geflogen werden:

  • Innerhalb von Jagdbanngebieten oder Schutzgebieten für Wasser- und Zugvögel ist das Fliegen von Drohnen ausnahmslos verboten.
  • Luftaufnahmen sind zulässig, sofern die Vorschriften zum Schutz militärischer Anlagen berücksichtigt werden.
  • Über Menschenansammlungenbzw. näher als im Umkreis von 100 Metern von Menschenansammlungen (über 24 Personen auf engem Raum) dürfen Drohnen grundsätzlich nicht betrieben werden.
  • In der Nähe von Flugplätzen bestehen Einschränkungen für Flüge von Drohnen und Flugmodellen. Es ist zum Beispiel nicht gestattet, solche Fluggeräte näher als 5 Kilometer von den Pisten entfernt fliegen zu lassen.
  • Bei grösseren Flughäfen gibt es eine Kontrollzone, die über die 5 Kilometer gehen. Innerhalb dieser Zone dürfen Drohnen maximal 150 Meter hoch fliegen.
  • Allgemein ist eine Flughöhe über 300 Meter nicht zu empfehlen, weil ab 300 Meter manntragende Fluggeräte unterwegs sind, die einer Drohne nicht ausweichen können.
  • Kantone und Gemeinde können ergänzende Einschränkungen für den Einsatz von unbemannten Luftfahrzeugen erlassen.

Hier sind die Flugeinschränkungen für Drohnen auf map.geo.admin.ch abgebildet.

Detailliertere Angaben zur Thematik findet sich auf der Seite des BAZL im Artikel “Drohnen und Flugmodelle“.

 

 




Ideenskizze: Wanderwege erkunden

Anlässlich eines Workshops an der Lehrplaneinführung im Kanton Solothurn ist die folgende Ideenskizze zum Kartenviewer entstanden und auch gleich als Ideenskizze formuliert worden.

Arbeitet zu zweit.

  1. Plant eine Wanderung von A nach B.
  2. Erarbeitet den Wanderweg mithilfe von map.geo.admin.ch, zum Beispiel mit Wanderwege von Swisstopo.
  3. Zeichnet die Wanderung auf einer separaten Karte ein (inklusive Start- und Endpunkt), erstellt ein Höhenprofil des Wanderweges und sammelt alle möglichen Informationen (Höhenmeter, Distanz etc.).

 

Beispiel:

 

Kompetenzen Lehrplan 21:

  • RZG 4.1 a/b (Orte lokalisieren)
  • RZG 4.2 b/c (Karte auswerten)
  • RZG 4.3 a (im Realraum orientieren)
  • Anwendungskompetenzen informatische Bildung:
    • Recherche
    • Medien und Daten auswählen, auswerten



Kurzeinstieg in die Unterrichtseinheiten auf sCHoolmaps.ch – Arbeitsblatt der KommSchau17

Basics – Kartenviewer des Bundes:

Wir arbeiten mit dem Kartenviewer des Bundes: map.geo.admin.ch!

map.geo.admin.ch = der Kartenviewer der (gesamten) Bundesverwaltung (siehe auch: www.geo.admin.ch – das Geoportal des Bundes) betrieben durch swisstopo, dem Bundesamt für Landestopografie (Bereich: KOGIS)

Zentrale Funktionen des Kartenviewers: Link und Einstieg in den Kartenviewer und seine Geschichte!

Übung zum “warm werden” mit der Navigation des Kartenviewers: Ortsnamenspiel (2)

 

Kurzeinstieg in die Unterrichtseinheiten auf sCHoolmaps.ch, basierend auf dem Kartenviewer des Bundes, map.geo.admin.ch:

KommSchau 1

 

Alle Beiträge zum Thema “Grundwasser/Trinkwasser” auf www.schoolmaps.ch/de findet

ihr hier:  Link

BNE = Bildung für Nachhaltige Entwicklung (siehe auch: Link)




map.geo.admin.ch // Weiterbildung für Lehrpersonen

Skript zur Weiterbildung sCHoolmaps

Bei sCHoolmaps entwickeln Lehrpersonen gemeinsam mit Experten von Swisstopo, der Fachdidaktik für Sachunterricht und der Medienbildung Ideen, wie map.geo.admin.ch – der Kartenviewer des Bundes erfolgreich im Unterricht eingesetzt werden kann. Der Einsatz digitaler Karten ist dabei primär aus einer medienpädagogischen Perspektive bzw. dem Lebenswelt-Argument legitimiert. Analoge Karten verlieren seit 2005 mit dem Erscheinen von Google-Maps und der Karte von search.ch stetig an Bedeutung und dem soll auch in der Schule Rechnung getragen werden. Damit  Lehrpersonen produktiv mit dem Kartenviewer arbeiten können, benötigen sie sowohl Anwendungskompetenzen wie auch methodisch-didaktische Kompetenzen. Die Kompetenzen wurden den Lehrpersonen jeweils im Rahmen einer Weiterbildung aufgebaut. Dieser Beitrag fasst die wichtigsten Bestandteile einer solchen Weiterbildung zusammen. Planungsunterlagen, Aufgabenblätter wie auch Literatur sind entsprechend verlinkt.

Ablauf einer sCHoolmaps-Weiterbildung

  1. Das Projekt sCHoolmaps
  2. Das Geoportal des Bundes als Teil der Open-Data Strategie
  3. Funktionen des Kartenviewers map.geo.admin.ch
  4. Den Kartenviewer aus subjektiver Perspektive kennengelernt
  5. Die Karte – ein Unterrichtsmedium der ersten Stunde im Wandel

Das Projekt sCHoolmaps

Das Projekt sCHoolmaps ist ein Unterrichtsentwicklungsprojekt, das in einem Co-Creation-Prozess entwickelt wurde. Im Zentrum des Projekts steht ein mehrfach prämiertes digitales Werkzeug – der Kartenviewer des Bundes map.geo.admin.ch. Unter map.geo.admin.ch können über 500 Datensätze mit einem Raumbezug erkundet werden. Dieses reicht von historischen Karten, Kulturgüter, Lärmbelastung, aktuelle Wassertemperaturen und vieles mehr. Das Ganze funktioniert ohne Login, ist  kostenlos und werbefrei.

Die Geschichte von sCHoolmaps

Als ich den Kartenviewer 2013 an einer Weiterbildung einer Bezirksschule (die mit den gescheiten Jugendlichen) präsentierte, bemerkten die Lehrpersonen, sie sähen durchaus Potenzial, den Lernenden mit dem Kartenviewer ein paar Sachverhalte am Beamer zu illustrieren. Für die Lernenden selbst sei das Werkzeug jedoch zu anspruchsvoll. Trotzdem produzierte die Beratungsstelle Digitale Medien für Schule und Unterricht – imedias einen kleinen Youtubefilm von eher zweifelhafter Qualität (zum Film). Auch wenn der Film nach wie vor und ein wenig zurecht nur wenige Klicks hat, trat das Geoportal des Bundes mit imedias in Kontakt um erste Projektideen für den Unterricht zu skizzieren.

Das Projekt wird seit 2013 laufend erweitert

In einem Pilot mit wurden Lehrpersonen der 3. bis 6. Klasse beauftragt, mögliche Einstiegslektionen zu testen. Wir stellten fest, dass Lernende ab der 4. Klasse durchaus eigenständig mit dem Kartenviewer arbeiten können. Gleichzeitig erhielten wir konkrete Hinweise, welche Unterstützung die Lernenden auf den verschiedenen Stufen benötigen.
Mit dem Wissen, dass der Kartenviewer durchaus für die Volksschule geeignet ist, startete sCHoolmaps im Schuljahr 2015/16 als Co-Creation-Prozess mit 12 Lehrpersonen, Fachdidaktikerinnen und Fachdidaktiker der PH und den Kartenexperten des Bundes lanciert. Daraus sind rund 10 praxiserprobte, auf den Lehrplan 21 ausgerichtete kompetenzbasierte Unterrichtsideen mit unterschiedlichen Fachbezügen entstanden. Gleichzeitig erhielt das Geoportal des Bundes wertvolle Feedbacks, um den Kartenviewer zu verbessern. So wurde beispielsweise ein erweitertes Zeichenwerkzeug oder die Messfunktion bei mobilen Geräten gefordert. Beides wurde umgesetzt. Selbstverständlich sind alle entwickelten Unterrichtsideen mit einer Creative Commons Lizenz versehen (Namensnennung CC BY 4.0). Aktuell ist die Romandie (schoolmaps.ch/fr) daran, Unterrichtsideen für den Kartenviewer zu entwerfen. Das Tessin wird im Juni 2017 starten, Einheiten auf Basis des Kartenviewers zu entwickeln.

Projektposter-sCHoolmaps.ch

Das Poster zur Illustration des Projekts

Das Geoportal des Bundes

Auch wenn nur ganz kurz, sollen die Lehrpersonen wissen, wie der Kartenviewer entstanden und wer dafür zuständig ist.

Die Vorteile einer kostenlosen Onlinekarte wurde auch beim Bund erkannt. «Ihr enormes Potenzial macht Geoinformation zu einem Wirtschaftsgut ersten Ranges», schrieb das Koordinationsorgan im Bereich der Geoinformation des Bundes (GKG) bereits 2003 in seinem Umsetzungskonzept zur Strategie für Geoinformation beim Bund. Ausländische Studien wiesen schon damals potenzielle Multiplikatoreneffekte von 1:4 zwischen öffentlichen Investitionen und Wertschöpfungen auf dem privaten Geodatenmarkt nach – allerdings unter der Voraussetzung eines leichten und preiswerten Zugangs zu Geobasisdaten. Bei rund 230 Millionen Franken jährlichen Investitionen von Bund und Kantonen in Geodaten entsprach dies einem theoretischen Marktpotenzial von rund einer Milliarde Franken. Damit die Strategie für Geoinformation des Bundes umgesetzt und der riesige Datenschatz gehoben werden konnte, schlug das Koordinationsorgan den Aufbau einer Nationalen Geodaten-Infrastruktur (NGDI) vor. Sie sollte der Verwaltung, der Wirtschaft sowie Bürgerinnen und Bürgern jederzeit und überall einen raschen und kostengünstigen Zugang zu verlässlichen Geoinformationen gewährleisten. Die rechtliche Grundlage für die Umsetzung dieser Strategie bildet das Geoinformationsgesetz, das am 1. Juli 2008 in Kraft trat. Zwei Jahre später lancierte das Koordinationsorgan das öffentliche Geodatenportal geo.admin.ch. Der Kartenviewer (map.geo.admin) erblickte 2010 das Licht der Welt. Er visualisierte damals rund 100 Datensätze. Mit an Bord waren die Landeskarten von swisstopo und vereinzelt Daten der verschiedenen Bundesämter. Heute umfasst der Kartenviewer fast 600 Datensätze (Lärmkarten vom BAFU, Kartoffelanbaugebiete vom BLW, Handyantennen vom BAKOM und viele weitere mehr).

Informationen zum Geoportal des Bundes

Informationen zum Kartenviewer map.geo.admin.ch

Wie funktioniert der Kartenviewer?

Die Funktionen des Kartenviewers werden in der Hilfe sehr gut erklärt. Wir verzichten deshalb auf ein tutorielles Anleiten der Funktionen verzichtet – auch weil dies nicht dem intendierten Lernverständnis entspricht. Die Lernenden sollen jene Funktionen kennen, die sie zum Lösen der aktuellen Aufgabe benötigen. Es macht aber sicher Sinn, die Hauptfunktionen im Startbildschirm gemeinsam durchzugehen.

HinweisHilfe

Für den Pilot wurden verschiedene Übungen skizziert, wie mit Kindern der Kartenviewer eingeführt werden kann. Eine davon ist die Suche nach kuriosen Ortsnamen “Orte finden“.

Den Kartenviewer erkunden

In den Weiterbildungssequenzen wurde aus Zeitgründen meist darauf verzichtet, Einstiegsaufgaben wie “Orte finden” durchzuspielen. Das empfiehlt sich aus der Erfahrung nur dann, wenn die Teilnehmenden wenig Vorerfahrung haben oder eher kritisch eingestellt sind. Für ein intrinsisch motiviertes Publikum wurde deshalb eine anspruchsvollere Übung entworfen. In einer ersten Phase versuchen die Teilnehmenden das Arbeitsblatt zu lösten – halten aber gleichzeitig ihre Fragen fest. Im Plenum werden die Aufgaben und die Fragen der Teilnehmenden diskutiert.

EinstiegsaufgabeKartenviewer
EinstiegsaufgabeKartenviewer
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Das gleiche Dokument als editierbares InDesign-Dokument:

Die Karte – ein Unterrichtsmedium der ersten Stunde im Wandel

HistorischesSchulzimmer

Karten wie auch der Globus gehören zu den ältesten Unterrichtsmedien überhaupt und sie sind auch heute noch in den Schulzimmern präsent. Erste digitale GIS (Geoinformationssysteme) sind seit den 70er Jahren im Einsatz, vermochten damals aber kaum die nötigen Datenmengen zu verarbeiten (Gisgeography.com, 2017). Dabei sind die Schweizer Landeskarten seit 1998  digital als CD ROM verfügbar (vgl. Geschichte von Swisstopo). Damals aber zu einem stolzen Preis und die meisten Schulen verfügten meistens nicht über die nötige IT-Infrastruktur. Interessierte Lehrpersonen haben allenfalls mal eine Schulreise so geplant, engagierte gar die Schülerinnen und Schüler selber planen lassen. 2005 präsentierte map.search.ch eine der ersten Online-Karten für die Schweiz. Ebenfalls 2005 startete Google seinen Kartendienst und leitete damit einen Paradigmenwechsel der Kartographie ein. Plötzlich interessierten sich auch Informatiker und Hobbygeografen für die Kartographie – das Gestalten von Karten.

Im Lehrplan wird die Kompetenzen des Kartenlesens (z.B. im Kanton Solothurn) im 3./4. Schuljahr aufgebaut. Das Lernziel lautet auch heute noch wie folgt (der Lehrplan 21 wird in Solothurn 2018/19 eingeführt): “Sie können die Schülerkarte des Kantons lesen und sich mit einem Ortsplan orientieren. Sie können die wichtigsten geographischen Merkmale der Region auf der Karte finden.” (Lehrplan 1992, Nachdruck 2007 der Volksschule des Kantons Solothurn). Allerdings haftet der Kartographie ein etwas altbackenes Image an, weil das Memorisieren von Signaturen und Ortschaften bei der Fülle an Daten einer digitalen Karte nicht gerecht werden. Wenn in einer Karte plötzlich unzählige Daten mit Raumbezug und einer Zeitreise durch die Kartenwerke versehen werden, lassen sich mit der Karte ganz neue Themen aus fast dem ganzen Fächerkatalog erarbeiten. Was aber muss eine Schülerin oder ein Schüler heute können?

Schoolmaps

Die Kompetenzen des Kartenlesens verändern sich mit der Digitalisierung

In der wissenschaftlichen Kartographie wird seit rund 20 Jahren ein Paradigmawechsel hin zu Werkzeugen der Geovisualisierung vollzogen, “die einen interaktiven, visuellen Zugang zu (meist) multidimensionalen räumlichen Daten ermöglichen.” (Traun et al., 2013). Die Fachdidaktik Geographie befasst sich mit neuen Konzepten der subjektiven Kartographie oder Spatial Citizenship, in welchen nebst Anwendungskompetenzen auch Kompetenzen zur Reflexion und Kommunikation über Karten gefordert werden. Diese Kompetenzen können sowohl mit dem Kartenviewer, wie aber auch mit anderen digitalen Karten oder Geoinformationssystemen (GIS) aufgebaut werden. Ähnlichkeiten zu Baakes Modell der Medienkompetenz sind Offensichtlich.Grunddimensionen einer Education for Spatial Citizenship (nach Gryl & Jekel 2012, Jekel, Gryl & Schulze 2015)

Grunddimensionen einer Education for Spatial Citizenship (nach Gryl & Jekel 2012, Jekel, Gryl & Schulze 2015)

Operationalisierung von Medienkompetenz nach Prof. Dr. Dieter Baacke

Operationalisierung von Medienkompetenz nach Prof. Dr. Dieter Baacke

Der Lehrplan 21 trägt diesen Ansätzen bereits Rechnung und integriert teilweise die subjektive Perspektive der Kartographie z.B. in folgenden Kompetenzen:

“Schülerinnen und Schüler…

  • können die Lage und Richtung von Objekten im eigenen Erfahrungsraum beschreiben und dabei Orientierungsmuster anwenden (z.B. links/rechts, oben/unten, vorne/hinten).
  • können auf Karten und Plänen der Region, des Wohnortes der Schweiz, der Welt und auf dem Globus erkennen und zeigen, welche Orte und Gebiete sie schon kennen und diese beschreiben.
  • können ausgehend von Informationen zu aktuellen Ereignissen (z.B. Naturereignisse, Konflikte zwischen Bevölkerungsgruppen) räumliche Bezüge in Orientierungsmitteln auffinden und Informationen zu räumlichen Situationen einordnen.” (Lehrplan 21)

Es ist erfreulich, dass der Lehrplan diese Prinzipien aufnimmt. Gleichzeitig sind es genau solche Formulierungen, die Kritikern in die Hände spielen, weil keine spezifischen Inhalte formuliert werden. Wie soll denn bitte geprüft werden, wenn die Kinder selber bestimmen können, welche Orte für sie bedeutsam sind? Auch wenn diese Argumente durchaus berechtigt sind, entsprechen sie nicht mehr dem aktuellen Umgang mit Karten. Die Pöstlergeografie – ich vermute, sie wird nach wie vor in gewissen Klassen praktiziert, hat die Post bereits 1964 mit der Einführung der Postleihzahlen abgeschafft (vgl. Schweizer Bauer, 2014). Vorher mussten die Pöstler tatsächlich alle Namen der Poststellen in der Schweiz kennen. Die alte Karte kann man ja aus historischen Gründen hängen lassen. Nie falsch ist eine Ortskarte, auf welcher die Kinder z.B. ihren Wohnort mit einem Stecknadel markieren. Und auch der Globus ist nach wie vor mehr als berechtigt.

Literatur

Creative Commons Lizenzvertrag
Die Unterrichtseinheiten sind lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung 4.0 International Lizenz.