Weiterbildung an der PH FHNW

Im Rahmen der kursorischen Weiterbildung findet nächstes Jahr der Kurs “Digitale Karten im Unterricht verwenden” statt. In dieser Weiterbildung lernen die Teilnehmenden den Kartenviewer des Bundes und seine Funktionen kennen. Sie erhalten Einblick in das Projekt sCHoolmaps, in welchem Lehrpersonen gemeinsam mit Experten von Swisstopo, Fachdidaktikern und Medienpädagogen Unterrichtsideen rund um geo.admin.ch entwickeln und erproben. So haben die Teilnehmenden die Möglichkeit, bestehende Unterrichtsideen kennen zu lernen und mit der eigenen Klasse umzusetzen, selbst eigene Unterrichtsideen zu entwickeln und Erfahrungen mit anderen Lehrpersonen auszutauschen. Mit geo.admin.ch lassen sich unzählige aktuelle Daten aus der Bundesverwaltung und zugewandten Stellen auf Kartenbasis abrufen, die sich für die Arbeit im Fachbereich RZG/NMG eignen. Zudem können so die Anwendungskompetenzen für «Medien und Informatik» bzw. «Informatische Bildung» des Lehrplans 21 sinnvoll im Unterricht erarbeitet werden. Der Kurs findet an zwei Mittwochnachmittagen (29.4. und 24.6.20 zwischen 13:30 und 17:00 Uhr) statt. Interessierte melden sich hier an. Anmeldeschluss ist der 29.2.2019 und es hat noch freie Plätze!




Zusammenfassung der Unterrichtsideen

In dieser Tabelle sind auf einen Blick alle Unterrichtsideen und Unterrichtsskizzen zu sehen, die von Lehrpersonen erstellt wurden. Sie sind nach Zyklus sortiert, aber oft ist es möglich, eine Idee oder Skizze auch in anderen Zyklen umzusetzen.

 

 

 

Fachbereich Titel Zyklus
 1 Mathematik Sich Flächen vorstellen  2
 2 RZG Orte finden – Einstieg in die Bedienung des Kartenviewers  2
 3 RZG Meine Freizeit in meiner Umgebung  2
 4 RZG Wo waren die Stadtmauern früher sichtbar?  2
 5 RZG Stadt- und Landentwicklung – Historischer Vergleich  2
 6 Mathematik, RZG Wie viel Eis hätte ich über meinem Kopf gehabt?  2/3
 7 NMG / NT Renaturierung der Gewässer  2/3
 8 NMG / NT Wer lebt bei uns ums Schulhaus? Artenvielfalt auf digitalen Karten festhalten.  2/3
 9 RZG Wasserschloss Schweiz  2/3
 10 RZG Was weiss der Kartenviewer über meinen Schulweg?  2/3
 11 RZG Die Gemeinden meines Kantons  2/3
 12 RZG Unsere Schule von oben – Einsatz einer Fotodrohne  2/3
 13 RZG Collage – Wir erkunden unseren Kanton  2/3
 14 Mathematik Hoch hinaus, steil bergauf: Weiterführende Aufgaben zum Mathbuch 3+.  3
 15 RZG Wetterkarte mit KML  3
 16 RZG Vorbereitung einer Exkursion – im Beispiel zur Festung Reuenthal  3
 17 RZG, Deutsch Flur- und Ortsnamen als Zeugen der Vergangenheit  3
 18 RZG, MI Daten einer Tracking-App in den Kartenviewer integrieren  3
 19 RZG, MI Meinen Wohnort erkunden – Einstieg in die Bedienung des Kartenviewers  3



Unterrichtsskizze: Wasserschloss Schweiz

Das Wasserschloss Schweiz mit Hilfe der digitalen Landeskarte entdecken.

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Beschreibung:

“Obschon die Schweiz flächenmässig nur knapp vier Promille am Kontinent ausmacht, befinden sich auf ihrem Boden sechs Prozent der Süsswasservorräte der Alten Welt”. (NZZ 2012)

Diese Satz kann als Konfrontationsaufgabe verstanden werden und zu einer Unterrichtseinheit führen, bei der die SuS mit dem Kartenviewer die grossen Flüsse der Schweiz suchen. Sie zeichnen mit dem Zeicheninstrument auf map.geo.admin.ch die Fliessrichtung ein und schreiben an, wo die Flüsse münden und in welches Meer sie schliesslich fliessen. Zudem können die Wasserscheiden in die Karte eingezeichnet werden. Dabei lernen sie die Schweiz als Wasserschloss Europas zu verstehen.

Mögliche Aufgabenstellung:

  • Welche sind die grossen Flüsse der Schweiz?
  • Welche Flüsse fliessen wo zusammen?
  • In welche grossen Ströme Europas münden die grossen Flüsse der Schweiz?
  • In welchen Meeren enden die grossen Flüsse der Schweiz schliesslich?

Zielsetzung / Kompetenzen:

Das Ziel dieser Unterrichtseinheit ist es, mit Hilfe der Geodaten die Schweiz als Wasserschloss zu begreifen.

Materialien für den Unterricht:

map.geo.admin.ch

Materialien für die Unterrichtsvorbereitung:

Der Artikel “Wasserschloss Schweiz” aus der NZZ vom 18.5.2012.

Die Schweizer Alpen sind Quelle und kontinentale Wasserscheide: Der Rhein fliesst in die Nordsee, die Rhone ins westliche Mittelmeer, der Tessin (Po) in die Adria und der Inn (Donau) ins Schwarze Meer. Die Schweiz ist somit das Wasserschloss Europas.

Weiterführende Ideen:

  • Woher kommt das Wasser in den Bergen?
  • Wie wird das Wasser in unseren Flüssen genutzt?
  • Wie werden die grossen Flüsse genutzt?
  • Welche Chancen und Problem ergeben sich aus dem “Wasserschloss Schweiz”?

Lehrplanbezug:

  • NMG 8.1: Die Schülerinnen und Schüler können räumliche Merkmale, Strukturen und Situationen der natürlichen und gebauten Umwelt wahrnehmen, beschreiben und einordnen.
  • NMG 8.4: Die Schülerinnen und Schüler können Elemente und Merkmale von Räumen in Darstellungsmitteln auffinden sowie raumbezogene Orientierungsraster aufbauen und anwenden.
  • (RZG 3.1: Die Schülerinnen und Schüler können natürliche Systeme und deren Nutzung erforschen.)
  • RZG 4: Sich in Räumen orientieren

 

 

Karten auf map.geo.admin.ch:

Gewässer / Flussgebiet / Gewässernetz 1:2 Mio / Gewässernetz VECTOR 25




Umfrageergebnisse 2019: 70% Bekanntheit und 50% Nutzung von map.geo.admin.ch an Schweizer Schulen!

Copyright Blogbeitragsbild: /shutterstock.com:

Umfrageergebnisse des LerNetz.ch, welche über Frühjahr/Sommer 2019 in der ganzen Schweiz erhoben wurden, haben ergeben, dass der Bundeskartenviewer, map.geo.admin.ch, zu 70%  Lehrpersonen bekannt ist und zu 50% von ihnen im Unterricht genutzt wird. sCHoolmaps.ch, das Portal mit Unterrichtseinheiten und Weiterbildungen für Lehrpersonen auf der Basis der digitalen Karte des Bundes, ist deutlich weniger bekannt.

LerNetz ist spezialisiert auf die Konzeption und Entwicklung von massgeschneiderten Lernmedien mit besonderer Expertise in den Bereichen digitale Lernmedien für Schulen und Kommunikation im Bildungsbereich.

Die vorliegende Evaluation untersucht die Bekanntheit und den Einsatz der Angebote von sCHoolmaps.ch und map.geo.admin.ch in der Volksschule. Der Fokus liegt dabei auf dem Zyklus 2 und Zyklus 3.

Die Umfrage wurde in Deutsch, Französisch und Italienisch erstellt. Die Auswertung der Ergebnisse erfolgt einmal gesamthaft (DE, FR, ITA) und separat nach Sprachregion.

Insgesamt haben 361 Personen an der Umfrage teilgenommen. Davon haben 157 Personen die Umfrage auf Deutsch ausgefüllt, 130 auf Französisch und 74 auf Italienisch.

Es handelt sich hierbei nicht um eine wissenschaftliche Auswertung, sondern lediglich um ein Stimmungsbild.

Im 2. Teil der Evaluation folgen Empfehlungen von Lernetz aufgrund des Austauschs mit swisstopo, den vorliegenden Resultaten sowie unseren Beobachtungen.

Evaluation sCHoolmaps.ch – Auswertung & Empfehlung des LerNetz.ch:  09 10 2019 Evaluation 

 




Wer lebt bei uns ums Schulhaus? Artenvielfalt auf digitalen Karten festhalten

Die Schülerinnen und Schüler suchen z.B. auf dem Schulareal nach Pflanzen und Tieren. Die Fundorte werden anschliessend auf dem Kartenviewer eingetragen. Mit einfachen html-Bausteinen können die SuS, Bilder und Links in die Beschreibung des Standorts einfügen.

Dieser Artikel wurde revidiert und ergänzt von Dr. Esther Bäumler, Dozentin an der PH FHNW in der Professur für Didaktik des Sachunterrichts im Institut Primarstufe

Aufgabenstellung

Die Lernenden suchen z.B. auf dem Schulareal nach Pflanzen und Tieren, die dort vorkommen. Dies kann als Klassenarbeit – oder auch in mehreren Gruppen geschehen.

Die Fundorte werden auf der Karte eingetragen. Je nach Ausstattung direkt auf dem Kartenviewer – oder aber zuerst auf einem Luftbild, das anschliessend auf die Karte übertragen wird.

Die Fundorte werden mit einer Beschreibung versehen. In die Beschreibung kommen:

  • Name des Tieres / Pflanze
  • Kurzbeschrieb
  • Foto
  • Link auf Wikipedia

Das Beispiel ansehen: Um zusehen, wie das Ganze in die Beschreibung eingeführt werden muss, klickt ihr auf “Zeichnen & Messen auf der Karte”. Dann kann der Punkt weiter editiert werden.

Videotutorial zum Zeichnen mit dem Kartenviewer:

Ziele / Kompetenzen

Die Schülerinnen und Schüler …

  • können mit Unterstützung durch die Lehrperson Pflanzen und Tiere in einem definierten Gebiet finden und bestimmen.
  • können Standorte auf dem Kartenviewer (mit Hilfe des Luftbilds) eintragen.
  • können einfache html-Bausteine verwenden, um z.B. Bilder direkt im Kartenviewer einzufügen.
  • können Fotos im Internet freigeben.
  • können die selbsterstellte Karte den Kollegen via Permalink freigeben und gemeinsam daran arbeiten.

Ergebnisse der Tagung zu Biodiversität

PH Solothurn, 13. Mai 2016 – Link zur Karte auf map.geo.admin.ch

Ergebnisse Tagung der Biodiversität an der PH Solothurn, Mai 2016

Ergebnisse Tagung der Biodiversität an der PH Solothurn, Mai 2016

Voraussetzungen

Die Lernenden sind mit den Grundfunktionen des Kartenviewers vertraut.

Die Lernenden können ein Foto schiessen und dieses auf den Computer übertragen.

Die Lernenden verfügen über einfache HTML-Kenntnisse, um ein Bild oder ein Link in die Beschreibung einzufügen. Eine gute Referenz inklusive Tutorials bietet http://www.w3schools.com/. Ein deutschsprachiges HTML Nachschlagewerk bietet: wiki.selfhtml.org/wiki/Referenz:HTML

Ideen und Weiterführendes

Das Projekt kann in unterschiedlichen Richtungen erweitert werden oder vertieft werden.

Wandel Jahreszeiten:

  • Im Laufe des Jahres sind unterschiedliche Pflanzen- und Tierarten sichtbar. So könnten über das Jahr verschiedene Erhebungen durchgeführt werden und die entsprechenden Karten dann verglichen werden.
  • Baumbeobachtungen über ein Jahr. Alle SuS wählen sich einen Baum auf dem Schulareal aus und machen über das Jahr Beobachtungen und Einträge in ein Forscherheft. Die ausgewählten Bäume und allenfalls monatliche Beobachtungen dazu werden in eine digitale Karte eingetragen.

Auswahl von Arten und Objekte

  • Die Auswahl der Arten kann auch eingeschränkt werden, also z.B. nur Vögel, Spinnen oder nur Baumarten. Damit ergibt sich eine Verfeinerung oder Vertiefung, je nach thematischem Schwerpunkt in NMG. Bei einer Beschränkung auf eine Artengruppe, kann das Sammeln, Beschreiben und Bestimmen der Arten vertieft werden.
  • neben Pflanzen- oder Tierarten können auch andere interessante Objekte wie z.B. Lieblingsorte der SuS, spezielle Gebäude in der Gemeinde, historische Orte usw. fotografisch erfasst, beschrieben und in digitalen Karten festgehalten werden.

Ausdehnung Fläche

  • Wird das Areal ausgeweitet z.B. auf das Gemeindegebiet, kann mit besonderen oder seltenen Arten oder auch mit Lebensräumen gearbeitet werden. Damit tragen die SuS zu einer eigentlichen Kartierung bei. Beispielsweise könnten alle Standorte von Wiesensalbei, Orchideen oder Blumenwiesen im Gemeindegebiet eingetragen werden. Auch im Zusammenhang mit Brutvögeln könnten in Zusammenarbeit mit dem lokalen Natur- und Vogelschutzverein interessante Erhebungen gemacht werden.
  • Wird das Projekt über mehrere Jahre durchgeführt, könnten unter Umständen auch Veränderungen festgestellt werden, beispielsweise an wenig überwachsene Flächen wie in Steinbrüchen oder an Ruderalstandorten.

Lehrplanbezug und Lehrmittel

Medien und Informatik (MI)

Die Schülerinnen und Schüler…

  • können unterschiedliche Darstellungsformen für Daten verwenden (z.B. Symbole, Tabellen, Grafiken). MI 2.1
  • können lokale Geräte, lokales Netzwerk und das Internet als Speicherorte für private und öffentliche Daten unterscheiden. MI 2.3
  • können Medien zum Erstellen und Präsentieren ihrer Arbeiten einsetzen. MI 1.3

Natur, Mensch, Gesellschaften (NMG)

Die Schülerinnen und Schüler…

  • können die Artenvielfalt von Pflanzen und Tieren erkennen und sie kategorisieren. NMG 2.4
  • Die Schülerinnen und Schüler können räumliche Merkmale, Strukturen und Situationen der natürlichen und gebauten Umwelt wahrnehmen, beschreiben und einordnen. NMG 8.1
  • Die Schülerinnen und Schüler können Elemente und Merkmale von Räumen in Darstellungsmitteln auffinden sowie raumbezogene Orientierungsraster aufbauen und anwenden. NMG 8.4

Lehrmittel aus der NMM Reihe des Schulverlags

  • Karussell, 1./2. Schuljahr: Kapitel Wald, Wiese, Dorf und Stadt und Jahresheft
  • Riesenrad, 3./4. Schuljahr: Kapitel Teich und Weiher, Wald, Dorf und Stadt, Jahresheft
  • Feldbuch naturspur (zu Karussell und Riesenrad) : Einfache Ordnungssysteme zu Pflanzen und Tieren und Bestimmungshilfen, Lebensräume mit einige charakteristischen Arten
  • Panorama, ab 2. Schuljahr: Kapitel In unserer Umgebung.

Weitere Lehrmittel und Websites

  • Globe Schweiz  Verschiedene Angebote zur Natur- und Umweltbeobachtung mit Meldemöglichkeiten und nationaler oder internationaler Vernetzung
  • Umweltdetektive Baumbeobachtungen über ein Jahr als Aufträge für SuS und weitere Materialien
  • Biofotoquiz Fotos und Quiz zum Kennenlernen von Arten

Würdigung von Dr. Esther Bäumler

Das Schulhausareal als einfach erreichbarer ausserschulischer Lernort wird hier genutzt, um die Wahrnehmung von Biodiversität (NMG Unterricht) mit Medienbildung zu verbinden.

Die SuS führen unterschiedliche Arbeitsschritte aus: sie suchen die Pflanzen- und Tierarten im Schulareal, dokumentieren diese fotografisch, bestimmen sie und verarbeiten sie dann weiter zu einer digitalen Karte. So können sie die Verbindung zwischen einer originalen Begegnung (Pflanzen und Tiere oder Tierspuren im Schulareal) zu einer digitalen Karte erfahren und nachvollziehen.

Die Anforderung sowohl zur Bestimmung von Arten, als auch zum korrekten Eintragen auf einer Karte und der digitalen Verarbeitung sind recht hoch. Hilfestellung zur digitalen Verarbeitung gibt das Videotutorial, welches die einzelnen Arbeitsschritte genau erläutert und auch Schwierigkeiten anspricht.

WerlebtbeiunsumsSchulhaus2
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Hoch hinaus, steil bergauf : Weiterführende Aufgaben zum mathbuch3+

In der Lernumgebung 6 vom mathbuch 3, bzw. die Lernumgebung 7 des mathbuch 3+ (Niesenbahn) werden verschiedene Aufgaben zur Steigung, Massstabsrechnung, Profilzeichnung und weiteren mit der Geografie verwandten Themen bearbeitet. Die Unterrichtseinheit bezieht sich jedoch auf die Niesenregion. Mit dem Kartenviewer können die Übungen der Lernumgebung auf ein oder mehrere Gebirge transferiert werden, zu welchem die Schülerinnen und Schüler einen persönlichen Bezug haben.

Zielsetzungen/ Kompetenzen

Die Schülerinnen und Schüler …

  • üben den Umgang mit dem Kartenviewer und lernen dabei das Umsetzen von mathematischen Aufgabenstellungen in einer digitalen Karte.
  • erproben und lernen die sinnvolle Anwendung des Kartenviewers und können ihre Ergebnisse im Bezug zur mathematischen Fragestellung kritisch betrachten und überprüfen.
  • können Begriffe wie “Projektion“, “Höhendifferenz“, “Luftlinie“ und “Profil“ mit Hilfe des Kartenviewers erklären und graphisch darstellen.
  • können Koordinaten und entsprechende Höhenangaben aus der Karte herauslesen (vergleiche Aufgabe 3 im mathbuch3+)

Voraussetzungen

Falls die SuS das erste Mal mit dem Kartenviewer arbeiten, sollte die Lehrperson die wichtigsten Funktionen präsentieren oder die SuS an einem einfachen Beispiel erkunden lassen (z.B. Unterrichtsidee Mein Schulweg).

Mögliche Aufgaben-/Fragestellungen

Die Schülerinnen und Schüler …

  • suchen drei (ihnen bekannte) Berge, die höher als 2000 m ü. M. sind, bei welchen eine Bahn zum Gipfel fährt.
  • recherchieren, um welche Arten von Bahnen es sich handelt. (Tipp: mit Hilfe der Daten zu den ÖV-Haltestellen)
    bildsm1
  • berechnen die Höhendifferenz zwischen Tal- und Bergstation.
  • berechnen die durchschnittliche Steigung.
  • erstellen das Profil ihrer Bahn erstellen und lesen daraus Informationen (z.B. steilste Teilstrecke).bildsm2
  • suchen mögliche Wanderrouten auf den Berggipfel und vergleichen dieses mit der Bahnstrecke  (Länge, durchschnittliche Steigung, benötigte Zeit usw.)
  • wählen zwei Punkte auf dem Profil aus und bestimmen, ob  dazwischen eine Sichtverbindung besteht (vergleiche Aufgabe 5 der LU 6 mathbuch 3+)

Materialien für den Unterricht

Weiterführende Ideen

  • Die SuS können eigene Aufgabenstellungen erfinden und mit Hilfe des Kartenviewers lösen.
  • Der Kartenviewer könnte auch zur Bearbeitung einer sogenannten Fermi-Frage einbezogen werden.
  • In der Mathematik ergeben sich weitere Möglichkeiten zum Einsatz des Kartenviewers, z.B. zur Veranschaulichung von verschiedenen Flächeneinheiten.



Ideenskizze: Wieviel Eis hätte ich über meinem Kopf gehabt

Man kann sich kaum vorstellen, wieviel Eis über unseren Köpfe während des letzteiszeitlichen Maximums (LGM) war. Die grösste Gletscherausdehnung in der Schweiz war während des Höhepunkts der letzten Eiszeit vor rund 24`000 Jahren. Aufbau und Rückschmelzen der Gletscher sind Ausdruck bedeutender klimagesteuerter Umweltveränderungen in der jüngeren erdgeschichtlichen Vergangenheit.

Um das Ausmass der Vergletscherung zu bestimmen, reicht es aus, auf der aktuellen Karte ein Ort zu bestimmen, seine Höhe abzulesen und danach in der maximale Eiszeitkarte zu wechseln und anhand der Isohypse die Höhe der Gletscheroberfläche abzulesen.

Beispiele für Lektion :
A) Mathematik (Differenz suchen)

Definieren der heutigen Höhe

Laden der Karte letzteiszeitlichen Maximum

Differenz zu Gletscheroberfläche vor 24’000 Jahren von 2000 müM zu Chur heute 585müM =1415 m!

 

B) Geschichte

Wo waren die Eiszeiten? Wieso ist die Region Basel während der letzten Eiszeit eisfrei gewesen?

Nunataker: Berge die über die Gletscher hinausragten – wie zum Beispiel die Churfirsten – sind heute sehr gut im Luftbild sichtbar: Sie weisen keine Gletscherschleifspuren auf.

Geografie

Konzept der Höhenlinien erklären zum Beispiel Anhand der durch den Gletscher geformten Drumlin Ruetschberg

Dazu mittels der Messenfunktion das Profil darstellen

profil

Höhenprofil von Golfacher nach Hasenacher

 

Die 3D Funktion hilft ebenfalls, die Höhenlinie zu zeigen: dazu muss zusätzlich die Karte LK 25 hinzugefügt werden, da der Standardhintergrund in 3D keine Höhenlinie hat.

 

Le glaciazioni

Quanto ghiaccio avrei avuto sopra la testa




Weiterbildung zum Einsatz von digitalen Karten an der PH Bern

Digitale Karten und Satellitenbilder im RZG-Unterricht sinnvoll einsetzen

An der PH Bern werden im November und Dezember 2019 zwei Kurse für Lehrpersonen des 3. Zyklus angeboten. Dabei steht, neben anderen Tools, map.geo.admin.ch im Zentrum.

RZG – Digitale Medien: Impulsveranstaltung
Anhand von konkreten Unterrichtsbeispielen wird aufgezeigt, wie digitale Medien in Geografie, Geschichte und Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) eingesetzt werden können.

RZG – Digitale Medien: Unterricht planen und durchführen
Anhand von konkreten Unterrichtsbeispielen wird analysiert und erprobt, wie digitale Medien in Geografie, Geschichte und Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) eingesetzt werden können. Dieses Angebot baut auf der Impulsveranstaltung “RZG – Digitale Medien: Impulsveranstaltung” auf.

 

 




Unterrichtsidee für Sportleiter: “Selfie-OL-Challange” (Daniel Blättler)

Selfie-Challange als Unterrichtsidee im Bereich Orientierungslauf für Sportleiter (Daniel Blättler)

Link zum Youtube: Link

Text:

Liebe Sportleiterinnen und Sportleiter, liebe Lehrerinnen und Lehrer

Nach rund 10 erfolgreich durchgeüführten Selfie Challenges mit vielen positiven Erfahrungen wurde ich in der letzten Zeit mehrmals gefragt, wie ich eine solche Challenge organisiere. In Folge habe ich mich entschlossen, die Vorbereitung, Durchführung und Auswertung einer Selfie – Challege von A bis Z zu dokumentieren, damit ich sie allen Interessierten in Form eines Videos zugänglich machen kann. Das Produkt seht ihr hier:

Selfie – Challenges können ganz unterschiedliche Schwerpunkte haben. Auf der einen Seite kann sehr ähnlich wie bei einem OL mit einer Karte gelaufen werden, wobei beim jeweiligen Posten ein Selfie gemacht wird. Auf der anderen Seite können Challenges gemacht werden, wo Ortskenntnisse benötigt werden oder sogar Dinge gesucht werden müssen. Es können aber auch Selfies von Orten verlangt werde, die erst mit Hilfe der Karte oder Informationen im Gelände gemacht werden können. Als letzte Kategorie sind Fotos möglich, die ortsunabhängig gemacht werden können und rein kreativ sind.

Im vorliegenden Beispiel zeige ich nun das Erstellen einer Challenge für mein U14 – Leichtathletikteam zum Saisonabschluss. Meine Idee war es, dass wir nach einer Velofahrt von Ennetbürgen ins Honegg auf dem Bürgenstock eine Selfie – Challenge machen, die kanpp eine Stunde dauern sollte und bis auf den Bereich Ortskenntnisse alle Komponenten enthalten sollte. Da ich das Gebiet bereits kannte, ist dies mit den online verfügbaren Karten und Luftbildern gut am Computer möglich, weshalb ich nun auf die Bildschirmansicht wechsle. Zunächst lade ich auf map.geo.admin.ch einen geeigneten Kartenausschnitt herunter, den ich in hoher Auflösung in ein Zeichnungsprogramm hereinkopiere. Parallel öffne ich Google Maps für Luftbilder und Street View sowie ein Worddokument für die Postenbeschreibungen.

Nun kann es bereits losgehen. Meine Grobplanung sah vor, eine Runde um die Gigeregg zu machen und dann via Golfplatz retour ins Honegg zu gelangen. Ich suche also nun via Karte, Luftbilder, Fotos und Google Streetview markante Objekte, die sehr wahrscheinlich noch immer am gleichen Ort sind. So wurde ich für den ersten Posten mit einem einzelnen Baum fündig – dieser wird sogleich mit einem Kreis auf der Karte sowie einer Beschreibung im Word festgehalten. Posten 2 – die Röhre auf dem Spielplatz konnte ich via Foto festlegen. Leider sind nur wenige Strassen auf Streetview enthalten – trotzdem fand ich hier mit einem Strassenschild einen geeigneten Posten für den Abschluss des OLs.

So bestimmte ich total 12 Posten, welche ich laufend auf der Karte und im Word eintrug. Vier weitere Posten bestimmte ich schliesslich ohne Eintrag auf der Karte. Einerseits sollten die Athleten kreative Aufgaben lösen, andererseits galt es, die Gigeregg im Gelände zu erkennen. Nach der Nummerierung und dem Übertrag des Textes präsentierte sich die fertige Karte wie folgt.

Die Athleten wurden angewiesen, falls vorhanden ihr Natel mitzunehmen, ich als Leiter hatte nur die Karten farbig auszudrucken und einen Stift mitzunehmen. Durch den Aufstieg mit dem Velo waren die Athleten zu verschiedenen Zeiten auf der Honegg eingetroffen und die Abstände zwischen den Gruppen entstanden ganz natürlich. Ich liess die Gruppen mit 2-4 Personen im Abstand von 3 Minuten laufen, die drei Minuten genügten jeweils als Vorberitungszeit.

Die Punktewertung erkläre ich gleich anhand konkret gemachter Selfies von zwei Gruppen. Ich mache es jeweils so, dass ein erfülltes Selfie mit allen Gruppenmitgliedern 2 Punkte gibt. Ein Selfie, welches unvollständig oder nicht am richtigen Ort ist, gibt einen Punkt. Drei Punkte dagegen kriegen die Athleten für ein besonders kreatives Selfie. Mit dieser Punktebewertung bin ich bisher sehr gut gefahren, sie kann aber je nach Schwerpunkt variiiert werden. Den Aspekt Zeit habe ich so in die Punktewertung einfliessen lassen, dass es für die schnellste Zeit 5 Punkte, dann 3, 2, 1 und 0 Punkte gab. Es ist aber auch möglich, eine Zeitlimite zu setzten und nachher Punkte abzuziehen.

Die Auswertung ist für den Leiter sehr einfach und schnell, da man gemeinsam mit einer Person aus der Gruppe die Fotos durchgeht und sich die Punkte notiert. Das Beurteilen der Selfies mit 2 oder 3 Punkten ist jedoch etwas Übungssache. So kriegt man eine Rangliste, die kurz nach dem Einlauf der letzten Gruppe verkündet werden kann.

Obwohl die Vorbereitung für den Leiter etwas Aufwand bedeutet – ich machte mit Selfie – OLs bisher fast ausschliesslich gute Erfahrungen – sowohl im Verein als auch in der Schule. Die Trainingsform ist sehr variabel einsetzbar – zur Teambildung mit einer neuen Gruppe als lockeres Ausdauertraining oder zum Kennenlernen eines Lagerstandortes.

Danke fürs Schauen des Videos und viel Erfolg beim Ausprobieren 😉 Daniel Blättler

Die Wanderwege von swisstopo auf map.geo.admin.ch:

Weiterführende Informationen:

  • Mehrere Objekte auf die Karte importieren via KML: Link
  • Zeichnen & Messen auf map.geo.admin.ch: Link
  • Meine eigene Karte ausdrucken: Link 
  • Offline und Mobile: Link
  • Velowege und Wanderwege: Link

 

Zudem lässt sich mit einfachen Fitness Trackern von Garmin z.B. über die App die Strecke wie eine Mountainbiketour tracken und kann wahrscheinlich als gpx File exportiert werden und über map.geo.admin.ch importiert werden.

Copyright Image: Garmin Connect (https://connect.garmin.com/)

Garmin Connect

So können Strecken übereinander gelegt werden (z.B. die Strecken unterschiedlicher Tage) und verglichen werden. Bzw. mehere Strecken, dann über die Funktion Share mit Mountainbiketrainingskollegen geteilt werden.

Siehe auch:

Copyright Image: Link

GPX Import in map.geo.admin.ch




“Geodaten bereichern den Schulunterricht” – sCHoolmaps.ch in der Solothurner Zeitung (Artikel vom 25.06.2019)

Geodaten bereichern den Schulunterricht (Thomas Röthlin)

Die Online-Landeskarten des Bundes bieten eine Fülle von ortsbezogenen Informationen. Die Pädagogische Hoch­schule der Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW entwickelt daraus Unterrichtsideen – nicht nur für das Fach Geografie.

Virtuelle Zeitreise von 1946 nach 2019. Der rote Regler geht mitten durch den heutigen FHNW-Campus Brugg-Windisch. Screenshot von map.geo.admin.ch

Virtuelle Zeitreise von 1946 nach 2019. Der rote Regler geht mitten durch den heutigen FHNW-Campus Brugg-Windisch. Screenshot von map.geo.admin.ch

© Zur Verfügung gestellt

Herkömmliche Landkarten und Schulatlanten haben einen Nachteil: Sie sind früher oder später veraltet. Im Internet hingegen können Kartendaten à jour gehalten und jederzeit aktuell abgerufen werden. Dies macht sich die Pädagogische Hochschule FHNW zunutze: Sie entwickelt auf der Basis von map.geo.admin.ch, dem Online-Kartenviewer des Bundes, Unterrichtsmaterialien für die Volksschule. Dafür zuständig ist Lorenz Möschler am Institut Weiterbildung und Beratung der Pädagogischen Hochschule FHNW. «Zusammen mit Experten des Bundesamts für Landestopografie Swisstopo und Lehrpersonen filtern wir aus dem umfangreichen Datenmaterial geeignete Themenkarten heraus, aus denen dann Unterrichtseinheiten entstehen», sagt Möschler.
Das Projekt heisst sCHoolmaps – digitale Karten des Bundes für die Schule. Es ist bei imedias, der Beratungsstelle Digitale Medien in Schule und Unterricht der Pädagogischen Hochschule FHNW, angesiedelt. Diese unterstützt Lehrpersonen und Schulen bei der Umsetzung des Lehrplan-21-Moduls Medien und Informatik und bei der Integration von Informations- und Kommunikationstechnologien in den Unterricht.

Für viele Fächer geeignet

Im sogenannten Kartenviewer kann man nach Geoinformationen suchen, die weit über das Wanderwegnetz für die Planung der Schulreise hinausreichen. Neben klassischen Kartendaten wie Bodennutzung oder Höhenprofile können zum Beispiel Erdbebenzonen, die Badegewässerqualität, Lufttemperaturen in Echtzeit, die Verbreitung von invasiven Neophyten oder Standorte von Elektrotankstellen und 5G-Antennen dargestellt werden. Insgesamt stehen über 700 Datensätze zur Auswahl, und die Sammlung wächst stetig.
«Der Kartenviewer eignet sich nicht nur für das Fach Geografie», sagt Lorenz Möschler. In der Mathematik etwa lassen sich Steigungen berechnen, zumal das Tool Messungen zulässt. Und warum nicht in der Hauswirtschaft nachschauen, wo welche Käsesorten mit geschützten Ursprungsbezeichnungen hergestellt werden? Schliesslich kann man virtuelle Zeitreisen unternehmen, wobei etwa der Gletscherschwund eindrücklich sichtbar wird.
Vor kurzem hat Swisstopo als Betreiberin des Portals historische Luftaufnahmen online gestellt. Mit einem Regler lassen sich die Bilder von 1946 und heute übereinanderlegen und eins zu eins vergleichen – Geografie trifft Geschichte. Wie der Vergleich von Luftaufnahmen im Allgemeinen funktioniert, erklärt Möschler in einem Videotutorial.

Virtuelle Zeitreise in Brugg Winsch von 1946 nach 2019, in der Mitte der heutige FHNW-Campus.

 Zusammenhänge verstehen

Im neuen Lehrplan 21 ist die sogenannte Bildung für nachhaltige Entwicklung ein fächerübergreifendes Thema. Schülerinnen und Schüler sollen die Zusammenhänge zwischen ökonomischen, ökologischen und gesellschaftlichen Prozessen verstehen. Zu diesem Zweck arbeitet Lorenz Möschler mit sechs Lehrpersonen an entsprechenden Unterrichtseinheiten – Vorbild ist bestehendes Material über die Renaturierung der Gewässer –, die Ende 2019 parat sein sollen.
Einer davon ist Reto Hugenberg, Geografie- und Geschichtslehrer an der Bezirksschule Bremgarten. Er stellt gerade ein Aufgabenblatt über die Eignung von Hausdächern für die Nutzung von Sonnenenergie zusammen. Mit seinen eigenen Schülerinnen und Schülern nutzt er sCHoolmaps seit mehreren Jahren, «und sie finden es total spannend». Vor allem die Zeitreisen hätten es ihnen angetan. «Wie rasant unsere Infrastruktur gewachsen ist, zum Beispiel mit der Umfahrung Bremgarten direkt vor der Haustür, macht ihnen Eindruck. Die spielerische Art, Karten von gestern und heute zu vergleichen, trägt viel zum Verständnis bei.»
Für Lorenz Möschler ist klar, dass der Einsatz von digitalen Medien im Klassenzimmer an Bedeutung zunimmt und immer mehr Schulen Notebooks oder Tablets anschaffen. Mit der Hardware ist eine Voraussetzung für die Anwendung von sCHoolmaps gegeben. Damit die Webanwendung in breiten Lehrerkreisen bekannt wird, leistet Möschler viel Überzeugungsarbeit: «Die Geodaten sind ein ungeheurer Schatz, und mit sCHoolmaps stehen fertige Ideen für den Unterricht bereit. Es wäre doch schade, wenn dieses Angebot nicht genutzt würde.»
Thomas Röthlin

Im Kartenviewer lassen sich Ladestellen für Elektrofahrzeuge darstellen. In Rot die gerade besetzten Stationen.

Im Kartenviewer lassen sich Ladestellen für Elektrofahrzeuge darstellen. In Rot die gerade besetzten Stationen.

Link zum Artikel 

Zusatz:

zu dem im Artikel erwähnten Layer vom Bundesamt für Energie:

zudem Link auf www.sonnendach.ch vom Bundesamt für Energie