Ideenskizze: Pilatus – Die nördlichste Spitze der Alpen (aus das “Geheimnis der Steine” von swisstopo)

Download PDF
image_pdfimage_print

Das Geheimnis der Steine – Beispiel: “Pilatus – Die nördlichste Spitze der Alpen”

Pilatus_360_Panorama

(Quelle: 360° Panorama vom Pilatus Wikipedia)

“Wettermacher, Drachensitz, Riesenheimat und Herrschergrab: Der Luzerner Hausberg Pilatus ist einer der sagenumwobensten Orte der Zentralschweiz. Und einer der schönsten. An klaren Tagen bietet er ein Panorama mit 73 Alpengipfeln. Ein Drachenstein sei anno 1420 vom Himmel gefallen, der römische Statthalter Pontius Pilatus sei im Pilatussee bestattet und vor einer Höhle wache ein versteinerter Mann. Das mit 2128 Metern Höhe die Region überragende Bergmassiv des Pilatus regt zweifellos die Fantasie an.  Auch heute birgt der Pilatus viele mystische Entdeckungen und sagenhafte Fleckchen Natur” so schreibt Schweiztourismus auf seiner Webseite: Link.

Drache_Luzern

Pilatusdrache und Luzerner Drachenstein auf einer Abbildung von Johann Leopold Cysat, Luzern 1661. Quelle: Zentral- und Hochschulbibliothek Luzern Sondersammlung (sowie: Link)

Nun jedoch zur geologischen “Wahrheit” über die Entstehung des Berges und zur Entstehungsgeschichte des “Pilatus” fernab von Sagen und Schweizer Mythenwelt:

Die Gesteine dieses eindrucksvollen Bergmassivs sind vor 145 Millionen Jahren entstanden. Sie sind ein Zeitdokument für die umfangreichen tektonischen Aktivitäten, die zur Herausbildung der Alpen geführt haben. Sie veranschaulichen aufs Schönste, wie die Erosion diese charakteristischen Felswände der Zentralalpen gebildet hat.

Vor 145 bis 65 Millionen (Mio.) Jahren befand sich diese Region viel weiter südlich und war von einem warmen, ruhigen und flachen Meer, der Tethys, bedeckt, ähnlich wie heute das Gebiet der Bahamas.

Bahamas

Unter diesen klimatischen Bedingungen, welche die Entwicklung von Korallenriffen begünstigen, lagerten sich Sedimente biologischen Ursprungs ab und schafften eine imposante Felsplattform aus Karbonaten (Kalk). Auch andere sehr feine Sedimente – Mergel – lagerten sich in dieser Zeit ab. (…weiteres zur Entstehung des Pilatus im Arbeitsblatt “Pilatus – Die nördlichste Spitze der Alpen” in der Reihe “Das Geheimnis der Steine” von swisstopo).

Heute:

Die schroffen Wände des Pilatus sind eine charakteristische Eigenschaft des mächtigen und sehr harten Kalksteins, die sanften Hänge eine typische Eigenschaft des erosionsanfälligen Mergels:

Mögliche Arbeitsvorschläge:

1 Wie sieht der Pilatus aus?

  • Zeigen Sie den Schülerinnen und Schülern das Foto des Pilatus. Welche besonderen Merkmale sind zu erkennen?

2 Wie bildete sich dieser markante Berggipfel heraus?

  • Lassen Sie die Schülerinnen und Schüler Vermutungen anstellen, wie dieser Berg seine typische Form erhielt

 3 Verteilen Sie den Schülerinnen und Schülern die Grafiken und lassen Sie sie schildern, was darauf erkennbar ist.

  • Die Klasse soll versuchen, die Grafiken zu beschreiben, zu interpretieren, in eine Reihenfolge zu bringen und selbst Erklärungen zu finden, wie sich das Gebirge entwickelt hat. Lesen Sie anschliessend den Erläuterungstext in der Klasse oder in Einzelarbeit.

Natürlich eignet sich map.geo.admin.ch auf dem Tablet oder Handy auch gut für eine Exkursion zum Pilatus mit den SuS. Besuchen Sie den Pilatus und entdecken Sie nebst der überwältigenden Aussicht schöne Wanderwege, einen Seilpark, die Sommerrodelbahn und weitere attraktive Angebote. Entdecken Sie die fabelhafte Sagen- und Mythenwelt rund um den Pilatus und allgemeine Informationen rund um die Geschichte des Berges. Erkunden Sie die geologische Karte auf map.geo.admin.ch! Geben Sie auf map.geo.admin.ch die Begriffe «Pilatus» und «Geologischer Atlas GA25» ins Suchfeld ein. Entdecken Sie, wo sich rund um den Pilatus-Kulm Kalksteine, Mergel und Hangschuttkegel befinden. (siehe auch: “Dragon Ride” Luftseilbahn)

 

Erfahren Sie mehr über das “Geheimnis der Steine” in der Schweiz und dazugehörenden Unterrichtseinheiten von swisstopo. Die pädagogische Umsetzung des komplexen Themas Geologie zeigt die Inhalte an einem konkreten und einfachen Beispiel aus jedem Kanton. 27 Erläuterungs- und Arbeitsblätter mit Aufgaben und Antworten führen Schülerinnen und Schüler der späten Primar- und Sekundarstufe I in die Welt der Gebirge und die Geschichte der Steine. Dabei wird aber nicht bloss erklärt, wie ein Kristall entsteht, sondern man kann ihn mit Hilfe eines einfachen Experiments gleich selber wachsen lassen.

Das neue Lehrmittel der Geologie ergänzen das bereits bestehende und viel genutzte Angebot, das swisstopo den Schulen unterschiedlicher Stufen zur Verfügung stellt: www.swisstopo.admin.ch/school

Views All Time
1814
Views Today
3

Kommentar hinterlassen